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Unter der Lupe: Solaranlage - Kosten und Nutzen

15.02.2021 Joana Eichert Lesezeit 9 Minuten

Eine Solaranlage kostenseitig zu betrachten, ist für viele Photovoltaik-Interessierte von großer Bedeutung. Dabei ist insbesondere die spätere Nutzung der Anlage in die Planung und die Berechnung von Kosten und Nutzen einzubeziehen. Je nachdem, ob die Anlage ausschließlich Energie für den Eigenverbrauch oder die Einspeisung ins Netz bereitstellen soll, müssen PV-Anlagenbetreiber mit unterschiedlichen Anschaffungskosten rechnen.


Das erwartet dich in diesem Artikel:


  1. Wieviel kostet eine Solaranlage auf dem Dach?
  2. Wieviel Strom spart man mit einer Solaranlage?
  3. Sparen mit der Solaranlage: Kosten für ein Einfamilienhaus
  4. Was kostet eine Solaranlage mit Speicher?
  5. Stromspeicher und Solaranlage mit einer Kosten-Förderung finanzieren
  6. Wie hoch sind die Betriebskosten einer Solaranlage?
  7. Fazit


Wieviel kostet eine Solaranlage auf dem Dach?

Egal, ob du deine Photovoltaikanlage nutzen möchtest, um möglichst viel Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen oder ob du deinen Eigenverbrauch mit einer eigenen Solaranlage decken willst - eines haben alle Anlagen gemein: die Anschaffungskosten. Wie bei den meisten individuell angepassten Anschaffungen, variieren die Kosten für eine Solaranlage auf dem Dach je nach Größe des Hauses, Zweck der Anschaffung und (bei Eigenverbrauch) Bedarf des Haushalts. Um für die Solaranlage Kosten im Vorfeld berechnen zu können, muss zunächst die Größe des Daches und die Anzahl der gewünschten Solarmodule näher betrachtet werden. Und genau an dieser Stelle stellt sich die Frage nach dem Ziel der Installation: Soll die Solaranlage den Eigenverbrauch decken oder möglichst viel Energie ins öffentliche Netz einspeisen?

Wenn du deine Solaranlage installieren möchtest, um möglichst viel selbst erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen, sollte bei dir zuhause eine möglichst eine besonders große Dachfläche zur Verfügung haben. Die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde wird bei Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert, lohnt sich heutzutage allerdings nur bei großem Ertrag und vergleichsweise günstigen Konditionen für die Anschaffung. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Betreiber von PV-Anlagen für den Eigenverbrauch. Während der erzeugte Solarstrom vom Dach bei rund 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde liegt, liegen die Kosten für eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz bei etwa 30 Cent – eine solide Grundlage für die Berechnung des Einsparungspotenzials gegenüber den Kosten für die Solaranlage.

Leistung der Solaranlage Jährliche Stromproduktion Benötigte Dachfläche Netto-Preis exkl. Gerüst und Zählerschrankanpassung (Schätzwert)
3 kWp 2830 kWh 15 qm 5700 €
6 kWp 5660 kWh 30 qm 8300 €
9 kWp 8490 kWh 45 qm 10800 €

Exakte Berechnungen über die Kosten einer Solaranlage lassen sich erst aufstellen, wenn alle Daten zu Verbrauch und zur Verfügung stehender Dachfläche gesammelt wurden. Grob lässt sich sagen, dass größer ausgelegte PV-Anlagen durch ihren erhöhten Verbrauch und niedrigere spezifische Anschaffungskosten in der Regel am rentabelsten sind. So können kleine Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 4 kWp rund 7.600 Euro kosten, bei 10 kWp Leistung ist der Preis mit rund 15.500 Euro vergleichsweise günstiger. Schöpft man die volle zur Verfügung stehende Fläche aus und kombiniert die Solaranlage mit einem Stromspeicher oder einer Wallbox, kann ein großer Anteil des Stromverbrauches im Jahr über den hauseigenen Solarstrom gedeckt werden.

Solaranlage auf dem Hausdach

Wieviel Strom spart man mit einer Solaranlage?

Um für deine Solaranlage Kosten und Nutzen zu berechnen, ohne deinen jährlichen Stromverbrauch zu kennen, kannst du mittels grober Überschlagsrechnung deinen Haushaltsverbrauch und die benötigten Solarmodule berechnen. Dafür gehst du wie folgt vor:

Jede im Haushalt befindliche Person verbraucht im Jahr durchschnittlich 1000 Kilowattstunden Strom. Je nach Anzahl im Haushalt lebender Personen, kannst du dir eine grobe Einschätzung des Gesamtverbrauches errechnen. Sofern in deinem Haushalt keine speziellen Geräte oder Einbauten wie beheizte Schwimmbecken vorhanden sind, welche einen hohen Stromverbrauch verursachen, addierst du eine feste Verbrauchsgröße von 500 Kilowattstunden auf den Pro-Kopf-Verbrauch, um deinen Jahresverbrauch in etwa zu decken. Sofern in deinem Haushalt sogenannte „Stromfresser“ einen erhöhten Verbrauch verursachen, solltest du diese miteinbeziehen.

Um nun zu berechnen, welche Leistung in Kilowattpeak die installierte Anlage mindestens erzeugen sollte, multiplizierst du deinen Verbrauch mit 1,5 und teilst dein Ergebnis durch 1000.

Sparen mit der Solaranlage: Kosten für ein Einfamilienhaus

Bei einem Einfamilienhaus mit vier im Haushalt lebenden Personen könntest du von einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4500 kWh ausgehen. Bei einem Strompreis von aktuell 31,89 Cent pro kWh (Stand: Januar 2021) hat unser Beispielhaushalt jährliche Stromkosten von 1435 €. Wie die Familie mit einer Solaranlage Kosten maßgeblich reduzieren kann, veranschaulichen wir anhand einer weiteren Rechnung:

Familie mit Solaranage

In diesem Beispiel hat die Solaranlage auf dem Dach des Einfamilienhauses eine Leistung von 9,9 kWp. Im Jahr erzeugt die PV-Anlage rund 10.000 Kilowattstunden Solarstrom, bei einer Einspeisevergütung von 8,04 Cent pro kWh (Stand: Februar 2021). Das deckt 35 % des jährlichen Haushaltsstromverbrauchs, also 1575 kWh. Übrig bleibt ein Restrombedarf von 2.925 kWh, welcher aus dem öffentlichen Netz bezogen wird und den Haushalt jährlich 933 € kostet. Von den 10.000 kWh produzierten Solarstroms werden, nach Abzug des Eigenverbrauchs, noch 8.425 kWh ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhalten sie eine Vergütung von 677 €. Aus den Stromkosten des Reststrombedarf und den Erlösen aus der Einspeisevergütung ergeben sich damit verbleibende jährliche Stromkosten von 265 €. Das entspricht einer Kostenersparnis von 1.182 € im Jahr verglichen mit der Stromrechnung vor dem Kauf der Anlage.

Klingt gut – lässt sich aber noch ausbauen. Und zwar mit einem Stromspeicher für die Solaranlage. Hätte das Einfamilienhaus Solaranlage und Stromspeicher, würden 80 % der jährlich benötigten 4500 kWh aus der grünen Energie vom Hausdach gedeckt werden. In Zahlen entspricht das einem jährlichen Eigenverbrauch von 3600 kWh - gedeckt aus der Solaranlage - und einem Reststrombedarf von nur noch 900 kWh. In unserem Beispiel beliefen sich die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz also auf 287 €. Demgegenüber stünde der Ertrag aus der Einspeisevergütung von 514 € und damit ein jährlicher Gewinn von 227 €.

Kurz gesagt:

Solaranlage ohne Stromspeicher:

Jahresbedarf:4500 kWh
Eigenverbrauch 35 %:1.575 kWh
Reststrombedarf:2.925 kWh
Stromkosten:933 Euro
Einspeisevergütung:677 Euro
Stromkosten insgesamt:265 Euro

Ergebnis: Mit einer Photovoltaik-Anlage kann die Familie ihre jährlichen Stromkosten um 1.187 Euro reduzieren. Sie muss nun nur noch 265 Euro im Jahr an Stromkosten bezahlen.

Solaranlage mit Stromspeicher:

Jahresbedarf:4500 kWh
Eigenverbrauch 80 %:3.600 kWh
Reststrombedarf:900 kWh
Stromkosten:287 Euro
Einspeisevergütung:514 Euro
Finanzieller Gewinn insgesamt:227 Euro

Ergebnis: Durch Solaranlage und Stromspeicher hat die Familie ihre Stromkosten nicht nur auf Null gesenkt, sie erzielt sogar einen jährlichen Gewinn von rund 227 Euro.

Was kostet eine Solaranlage mit Speicher?

So bestechend die Einsparungspotenziale klingen – beim Kauf einer Solaranlage entstehen Kosten, die zunächst einmal aufgebracht werden müssen. Um zu ermitteln, in welcher Höhe eine Photovoltaikanlage Kosten aufwirft, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Steht die Anzahl der gewünschten Solarmodule für die benötigte Erzeugung von Energie fest, gibt es preisliche Unterschiede zwischen den Herstellern. Hier sollte nicht nur auf die Kosten in der Anschaffung, sondern auch auf den Wirkungsgrad und die angegebene Garantiedauer geschaut werden. Je nach zusätzlichen Komponenten ändert sich der Preis der Solaranlage. So ist der Wechselrichter unumgänglich, jedoch steht es dir frei zu entscheiden, ob du für deinen Verbrauch zusätzlich einen Stromspeicher oder eine Wallbox nutzen möchtest.

Um eine ungefähre Preisvorstellung deiner Solaranlage mit Stromspeicher zu erhalten, solltest du überschlagen, wie viele Solarmodule auf deinem Dach installiert werden und welche Leistung du dementsprechend erzeugen kannst. Der Stromspeicher sollte mit seiner Kapazität an deinen Haushaltsverbrauch und die erzeugte Energie deiner Solaranlage angepasst sein. Um kein Minusgeschäft beim Kauf des Stromspeichers zu riskieren, solltest du einen kompetenten Installationspartner zu Rate ziehen.

Abgesehen von den Komponenten deiner PV-Anlage, muss miteinbezogen werden, dass für die Arbeiten der Techniker, das Baugerüst und den Netzanschluss in vielen Fällen weitere Kosten entstehen. In einigen Fällen ist es notwendig, den Zählerschrank auszutauschen, was ebenfalls einen Kostenpunkt auf der Berechnungsliste ausmachen kann. Hast du bereits eine Vorstellung von Ertrag und Autarkiegrad deiner Solaranlage, kannst du die Kosten für die Installation den Einsparungs- und Gewinnzahlen gegenüberstellen und so die Amortisationszeit deiner Solaranlage berechnen. Um dir einen Überblick über deinen Autarkiegrad, CO2-Einsparungen und deinen Gewinn zu schaffen, lohnen sich Photovoltaik-Rechner für deine Online-Anlagenplanung.

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Stromspeicher und Solaranlage mit einer Kosten-Förderung finanzieren

Deine Solaranlage kostengünstig zu planen, ist nicht schwer. Natürlich solltest du eine Beratung durch Fachpersonal in Anspruch nehmen, jedoch lohnt sich zusätzlich der Blick auf mögliche Photovoltaik-Förderungen. Diese existieren sowohl bundesweit als auch bundeslandspezifisch und unterstützen den Ausbau von Solaranlagen im Hinblick auf die Klimaziele 2030. Je nachdem, in welchem Bundesland du deine neue Photovoltaikanlage installieren möchtest, werden Stromspeicher oder Wallboxen gefördert. So wird beispielsweise in Schleswig-Holstein dein Stromspeicher mit bis zu 2000 Euro mitfinanziert. Die Installation von Ladesäulen wird bundesweit über die KfW-Förderung finanziell unterstützt, welche du je nach bundeslandspezifischen Vorgaben auch mit anderen Förderprogrammen in Kombination nutzen kannst. Achte bei der Planung der Photovoltaikanlage also darauf, im Vorfeld zu prüfen, ob es laufende Förderprogramme in deiner Region oder Stadt gibt und inwieweit aktuell pausierte Förderungen eventuell neu aufgelegt werden sollen.

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Wie hoch sind die Betriebskosten einer Solaranlage?

Ist die Solaranlage installiert, stellt sich die Frage nach den Betriebskosten. Grundsätzlich sind diese nicht besonders hoch – die Garantie der meisten Hersteller von Solarmodulen liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Dennoch können während des Betriebs Kosten auf dich zukommen. Während die Solarmodule mindestens 20 Jahre ohne Instandhaltungskosten auskommen, liegt die Lebenserwartung eines Wechselrichters bei etwa 10 bis 15 Jahren. Am besten ist es, sich ein bis zwei Prozent der Anschaffungskosten jährlich zur Seite zu legen, um mögliche Betriebskosten ohne großen finanziellen Aufwand gedeckt zu wissen. Viel mehr benötigst du auch nicht – deine Solaranlage reinigen oder polieren ist nämlich nicht nötig. Sollte sie durch Laub oder Blütenpollen verschmutzt sein, reicht in der Regel der nächste Regenschauer oder kräftige Windstoß, um die Verunreinigungen zu beseitigen. Eine professionelle Reinigung ist nur in seltenen Fällen notwendig und liegt bei Kosten von circa 2,50 € pro Quadratmeter. Sollte eine Versicherung gegen ausbleibende Einspeisevergütungen oder Reparaturkosten für die Solaranlage abgeschlossen worden sein, kommt die entsprechende jährliche Versicherungsgebühr hinzu.

Fazit

Wenn du für eine Solaranlage Kosten für Anschaffung sowie Einsparungspotenzial berechnen möchtest, gilt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die zur Verfügung stehende Dachfläche genutzt und für einen optimalen Gewinn ein Stromspeicher genutzt werden sollte. Die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen variieren je nach Größe der Anlage. So sparst du mit deiner Solaranlagen pro Quadratmeter, wenn du sie größer dimensionierst. Um dein Einsparungspotential zu erhöhen, bietet sich die Installation eines Stromspeichers an - so nutzt du möglichst viel deiner selbst erzeugten Energie für den Eigenverbrauch. Betriebskosten fallen in der Regel finanziell nicht stark ins Gewicht, da die PV-Anlage auf eine lange Lebensdauer und Beständigkeit ausgelegt ist.

Du denkst über eine Solaranlage nach und möchtest dir ein Bild über die Kosten und den Ertrag für deinen Haushalt machen? Fordere jetzt ein unverbindliches Angebot an und komme deiner PV-Anlage einen Schritt näher!

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