Solaranlagen-Kauf ab 2023 noch einfacher: 0% Mehrwertsteuer

Photovoltaikanlage mieten oder kaufen?

Wenn du dir eine PV-Anlage anschaffen willst, hast du zwei Möglichkeiten: Miete oder Kauf. Beide Varianten haben bestimmte Vor- und Nachteile, die wir in diesem Beitrag kompakt und verständlich aufzeigen. So kannst du die richtige Entscheidung für deine jeweilige Situation treffen, damit du auch in zehn Jahren noch mit deiner Wahl zufrieden bist.


| Tanita Belke | 10 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Eine PV-Anlage lohnt sich angesichts der hohen Strompreise für jede:n. Egal, ob Single-Haushalt oder vierköpfige Familie: Mit deinem eigenen Solarstrom gewinnst du an Unabhängigkeit und kannst über die Jahre hinweg viel Geld sparen.

Dazu ein kleines Beispiel: Entscheidest du dich für eine durchschnittliche 10-kWp-Anlage zu einem Anschaffungspreis von 19.209 Euro, hat diese sich bereits nach 14 Jahren amortisiert. Während der Laufzeit der Anlage sparst du monatlich 113 Euro – das sind 1.356 Euro im Jahr.

Ausbauen lässt sich diese Ersparnis, wenn du dich für einen zusätzlichen Stromspeicher entscheidest. In diesem Fall sparst du monatlich sogar 149 Euro und kommst somit auf eine jährliche Ersparnis von 1.788 Euro.

Ob mit oder ohne Speicher – eine Photovoltaikanlage lohnt sich in jedem Fall. Über eine Laufzeit von 30 Jahren kannst du so jede Menge Geld sparen und dich noch dazu deutlich unabhängiger machen.

Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach – Photovoltaik mieten oder kaufen?

Übrigens: Am rentabelsten ist es, wenn du den erzeugten Strom – zum Beispiel mithilfe eines Stromspeichers – selbst verbrauchst, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen. Letzteres sollte nur für ungenutzten Strom passieren.

Lohnt es sich, eine Photovoltaikanlage zu mieten?

Die Miete als erste Option wird von vielen Anbietern gern als günstiges Modell angepriesen, da die monatlichen Kosten niedrig ausfallen können. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg zahlst du bei der Miete meist deutlich mehr als nötig.

Unsere Tabelle gibt dir einen Überblick über die Vor- und Nachteile:

Vorteile der MieteNachteile der Miete
Keine Anfangsinvestition.Lange Vertragslaufzeit von bis zu 25 Jahren gilt unabhängig von Umzug oder Verkauf der Immobilie (Anlage muss also mitverkauft werden).
Versicherungen sind oft bereits in den Mietkosten enthalten.Kosten im Laufe der Jahre oft höher als Kosten für den Kauf einer Anlage.
Kosten für Wartung und Reparatur sind meist inbegriffen.Monatliche Belastung durch den Mietzins.
In der Summe niedrigere Rentabilität durch den monatlichen Mietzins.
Nicht förderfähig.
Eingeschränkte Komponentenauswahl.
Abhängigkeit vom Anbieter.
Bei einer vorzeitigen Ablöse fallen eventuell Gebühren an.

Wie hoch ist die Miete für eine Solaranlage?

Die monatlichen Mietpreise für eine PV-Anlage unterscheiden sich in Abhängigkeit von einigen Faktoren. Dazu gehören:

  • Größe der Anlage bzw. Anzahl der Module
  • Vertragslaufzeit
  • Qualität der Anlage
  • Versicherungspolice
  • zusätzliche Komponenten wie Batteriespeicher oder Wallbox

Wie viel Miete du letztlich für eine Photovoltaik-Anlage zahlst, ist also sehr unterschiedlich. Für 25 Module mit einer Gesamtleistung von 10,5 Kilowattpeak zahlst du beispielsweise 289 Euro im Monat, wenn du den Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abschließt. Extras wie Stromspeicher oder Wallbox sind in dieser monatlichen Mietrate noch nicht inbegriffen.

Photovoltaik mieten: Vorteile

Wenn du darüber nachdenkst, ob du deine PV-Anlage mieten oder kaufen willst, solltest du dir im Vorfeld die positiven und negativen Folgen bewusst machen. Bei der Miete profitierst du zum einen davon, dass die Anfangsinvestition wegfällt. Du musst daher nicht nach Möglichkeiten suchen, eine Anzahlung zu finanzieren.

Zum anderen beinhalten Mietverträge für Solaranlagen teilweise ein Schutzpaket in Form von Versicherungen. Das bedeutet, dass du dich nicht selbst um den Abschluss von Policen kümmern musst. In dieser Hinsicht hast du es also einfacher.

Nicht zuletzt kommt das vermietende Unternehmen in der Regel für die Instandhaltung der Anlage auf. Für Wartungsarbeiten, Reparaturen und die Beseitigung von Störungen fallen keine weiteren Kosten an.

zolar Installateure mit Solarmodul beim Kunden – PV-Anlage bei zolar kaufen

Photovoltaik mieten: Nachteile

So positiv die Vorteile im vorherigen Abschnitt auch sein mögen – wenn du eine PV-Anlage mietest, kommen einige gewichtige Nachteile auf dich zu. Besonders ungünstig ist die lange Vertragslaufzeit von durchschnittlich 20 Jahren. Dadurch bist du wenig flexibel, etwa im Hinblick auf einen Umzug oder den Verkauf deiner Immobilie.

Darüber hinaus sollte dir klar sein, dass die Finanzierung einer PV-Anlage über eine Miete am Ende immer teurer ist als ein Kauf. Das gilt vor allem, wenn du die Möglichkeit hast, die Photovoltaik-Anlage ohne Kredit zu finanzieren.

Der Grund ist, dass du über die gesamte Vertragsbindung hinweg monatlich den Mietzins zu bezahlen hast. Wenn sich deine Einkommenssituation ändert, kann das zu einem echten Problem werden. Bei der Miete entschließt du dich, die finanzielle Belastung für einen langen Zeitraum zu tragen – länger, als das bei einem Kauf der Fall wäre.

Dazu ein Beispiel: Bei zolar kannst du für 19.209 Euro eine 10-kWp-Solaranlage kaufen. Teilen wir dies durch die 20 Jahre Laufzeit, die dich bei einer Solaranlage zur Miete erwarten, würdest du für eine gekaufte Solaranlage dieser Größe monatlich knapp 80 Euro zahlen. Bei einer Solaranlage zur Miete sieht das Ganze etwas anders aus. Hier liegt die Beispiel-Mietrate für eine Solaranlage gleicher Größe bei 289 Euro pro Monat. An diesem Beispiel zeichnet sich also bereits deutlich ab, dass eine Solaranlage zum Kauf wesentlich wirtschaftlicher ist als eine gemietete Solaranlage.

Zusätzlich zu den höheren Kosten durch die lange Laufzeit kommt hinzu, dass du bei der Miete auf staatliche Förderungen verzichten musst. Dadurch entgeht dir eine beachtliche Unterstützung, was sich nochmals nachteilig auf die finanzielle Bilanz einer gemieteten PV-Anlage auswirkt.

Die Rentabilität fällt bei einer Anlage mit Mietvertrag ebenfalls geringer aus. Zwar kannst du deinen Solarstrom im gleichen Umfang ins öffentliche Netz einspeisen, durch deine höheren monatlichen Kosten profitierst du in der Summe jedoch weniger davon.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass du in der Komponentenauswahl eingeschränkt bist. Du kannst nur die Modelle, die der Anbieter betreibt, installieren lassen. Dadurch bekommst du möglicherweise nicht die Anlage, die für dich am besten ist.

Darüber hinaus bist du vom Anbieter abhängig. Sollte das Unternehmen in die Insolvenz rutschen, hast du keinen Vertragspartner mehr, der sich um Reparaturen kümmert.

Nicht zuletzt solltest du bedenken, dass die vorzeitige Ablöse oder Kündigung des Mietvertrags mit Gebühren verbunden sein kann.

zolar Installateur tragen eine Leiter – Photovoltaik-Leasing

Lohnt es sich, eine Photovoltaikanlage zu kaufen?

Lässt du dir die nachfolgenden Vor- und Nachteile beider Varianten durch den Kopf gehen, dann stellt der Kauf die eindeutig bessere Option dar. Zwar leistest du in der Regel beim Kauf ebenfalls eine monatliche Zahlung für die Tilgung des Kredits. In der Summe kostet dich die PV-Anlage jedoch deutlich weniger, wenn du sie über einen Förderkredit statt über einen Mietkauf erwirbst.

Unsere Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile auf:

Vorteile beim kaufNachteile beim Kauf
Investition amortisiert sich in 10 bis 15 Jahren.Zeitaufwand für die Beratung durch Fachleute und Banktermine.
PV-Anlage ist ab dem Kaufzeitpunkt dein Eigentum, sodass du sie bei einem Umzug veräußern kannst.Eigenverantwortlicher Abschluss von Versicherungen, falls kein Service-Paket hinzugebucht wird.
Seit 2023 von der Mehrwertsteuer befreit.Kosten für Wartung und Reparaturen, für die du selbst aufkommen musst.
Keine monatlichen Mietkosten.Bei Kredit oder Ratenzahlung: monatliche Belastung.
Einspeisung ins Stromnetz generiert sofort Erlöse.
Wird staatlich gefördert.

Solaranlage kaufen: Vorteile

Entscheidest du dich für den Kauf deiner PV-Anlage, fallen alle vorgenannten Nachteile der Miete weg. Zusätzlich hast du etliche Vorteile wie eine schnellere Amortisation. Die Anschaffungskosten hast du dadurch schon nach zehn bis 15 Jahren wieder hereingeholt. Die 10-kWp-Solaranlage aus unserem vorherigen Beispiel hat sich bereits nach 14 Jahren amortisiert. Über einen Zeitraum von 25 Jahren erzielt du in diesem Fall Gewinne in Höhe von 28.378 Euro. Insbesondere, wenn du die PV-Anlage ohne einen Kredit erworben hast, den du abzahlst, generierst du durch die Einspeisung des überschüssigen Stroms ins Netz sofort Erlöse. Greifen wir auf unser obiges Kostenbeispiel für eine Anlage mit 10,5 Kilowattpeak zurück, wird deine Ersparnis mit einer Solaranlage zum Kauf bereits deutlich.

Weitere positive Faktoren sind:

  • Veräußerungsmöglichkeit:
    Wenn du umziehst, kannst du deine PV-Anlage an die Käufer:innen deiner Immobilie veräußern.
  • Steuerbefreiung:
    Für PV-Anlagen, die du ab dem 1. Januar 2023 anschaffst, zahlst du im Idealfall keine Mehrwertsteuer. Der sogenannte Nullsteuersatz gilt sowohl für die Module als auch Batteriespeicher und Wechselrichter, solange die Anlage nicht mehr als 30 kWp leistet und auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes errichtet wird. Allerdings müssen die Anbieter:innen die Steuervergünstigung nicht komplett an dich weiterreichen.
  • Förderfähigkeit:
    Beim Kauf einer PV-Anlage profitierst du von der vollumfänglichen Förderung durch die Einspeisevergütung. Zudem kannst du einen günstigen Kredit von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) erhalten. In einigen Bundesländern (Stand 2023 lediglich in Berlin) gibt es weitere Fördermöglichkeiten.
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Solaranlage kaufen: Nachteile

Stehst du vor der Entscheidung, die PV-Anlage zu mieten oder zu kaufen, dann solltest du die unvorteilhaften Aspekte beim Kauf ebenfalls berücksichtigen. Wenn es sich bei der Anlage um dein Eigentum handelt, bist du selbst für Organisation und Finanzierung von Reparaturen verantwortlich. Die regelmäßige Wartung ist ebenfalls mit Kosten verbunden, für die du aufkommen musst.

Zudem liegt es in deiner Verantwortung, eine Versicherung abzuschließen. Das solltest du keinesfalls versäumen, denn eine PV-Anlage kann durch Unwetter schwer beschädigt werden. Ohne eine Versicherung musst du auf den Instandsetzungskosten aufkommen.

Hinweis: Kaufst du eine Solaranlage bei zolar, kannst du dich ganz einfach mit unserem Service-Paket absichern. Dies beinhaltet eine Allgefahrenversicherung für deine Solaranlage und bietet dir darüber hinaus viele weitere Vorteile, durch die du im Garantie- oder Störungsfall von einer schnellen und unkomplizierten Lösung profitieren kannst.

Ein weiterer Nachteil sind die Anschaffungskosten beziehungsweise die wiederkehrende Belastung durch den Kredit.

Kundin plant Solaranlage am Laptop – Vor- und Nachteile der PV-Miete

Was ist besser: Solaranlage mieten oder kaufen?

Insgesamt zeigt sich somit, dass du mit dem Kauf der PV-Anlage die günstigere Wahl triffst. Du hast nicht nur volle Flexibilität bei der Auswahl der Module und Komponenten, sondern kannst zusätzlich von den günstigen Krediten der KfW profitieren. So lohnt sich deine Anlage bereits nach zehn Jahren, statt 20 Jahre oder länger Kosten zu verursachen.

Fazit

Wenn du dir alle Vor- und Nachteile nochmals vor Augen führst, ist der Kauf in Summe die bessere Möglichkeit.

Du ziehst damit den größtmöglichen Nutzen aus deiner Anlage:

  • bis zu 80 Prozent Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz
  • deutliche Ersparnis beim Verbrauch deines eigenen Stroms im Vergleich zum Stromkauf
  • mit einem zusätzlichen Stromspeicher bist du bei Stromausfällen auf der sicheren Seite
  • zusätzliche Einnahmen durch überschüssigen Strom

Du benötigst eine professionelle Beratung oder möchtest eine Solaranlage kaufen? Wir von zolar sind gern für dich da.

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