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Eigenverbrauch erhöhen: So holst du das Maximum aus deiner PV-Anlage

28.09.2021 Tanita Belke Lesezeit 6 Minuten

Photovoltaikanlagen lohnen sich insbesondere dann, wenn du einen hohen Eigenverbrauch hast. Wir zeigen dir, wie du deinen Eigenverbrauch nach oben treibst und damit die Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage erhöhst.

Für viele bedeutet die Anschaffung einer PV-Anlage Unabhängigkeit und Kostenersparnis. Doch durch die stetig sinkende Einspeisevergütung besteht der Irrglaube, dass sich eine Photovoltaikanlage nicht mehr rentiert. Dabei ist die Lösung so einfach: Eigenverbrauch erhöhen und im Gegenzug die Einspeisung verringern. Denn mit 8-10 Cent ist jede Kilowattstunde selbst erzeugter Strom aus deiner PV-Anlage günstiger als die vom Netzanbieter. Wir zeigen dir hier sechs Vorkehrungen, mit denen du deinen Eigenverbrauch langfristig erhöhen kannst.


  1. Den Stromverbrauch an die Stromerzeugung anpassen
  2. Mit der passenden Dach-Auslegung die Stromerzeugung optimieren
  3. Durch Stromspeicher den Eigenverbrauch erhöhen
  4. Energiemanagement durch Smart-Home-System
  5. Installation einer Wallbox
  6. Heiz-Kombination aus Solaranlage und Wärmepumpe


Den Stromverbrauch an die Stromerzeugung anpassen

Dass die Stärke der Sonneneinstrahlung den Ertrag deiner PV-Einlage beeinflusst, ist klar. Daher schwankt die Stromproduktion tagsüber sehr stark. Mittags wird viel Strom erzeugt, morgens und abends dafür weniger. Es lohnt sich daher, den Stromverbrauch an die Stromerzeugung anzupassen. Da in den Mittagsstunden am meisten Strom erzeugt wird, solltest du versuchen, deine Elektrogeräte möglichst mittags zu nutzen. Wäsche waschen, die Spülmaschine anstellen, Handy laden – all das solltest du, wenn möglich, in der Mittagszeit machen. Dann kannst du den parallel von deiner PV-Anlage erzeugten Strom direkt nutzen. Du bist tagsüber nicht zu Hause und kannst die Nutzung deiner E-Geräte daher nicht steuern? Kein Problem, wir erklären dir an späterer Stelle, wie du deine Elektrogeräte ganz unkompliziert von überall aus ansteuern kannst.

Mit der passenden Dach-Auslegung die Stromerzeugung optimieren

Bereits im Planungsprozess deiner Solaranlage kannst du einige Dinge beachten, damit dein späterer Eigenverbrauch möglichst hoch ausfällt. Eine davon ist die Optimierung der Dachbelegung, um die Sonnenenergie optimal zu nutzen. Allgemein solltest du die Größe deiner PV-Anlage so wählen, dass diese deinen jährlichen Stromverbrauch um mindestens 25% übersteigt.

Zudem gilt natürlich: Je größer deine Anlage, desto mehr Solarstrom produzierst du. Je mehr Solarstrom du produzierst, desto höher ist dein Eigenverbrauch. Und je höher dein Eigenverbrauch ist, desto weniger Strom musst du vom Netzanbieter beziehen. Da Solarmodule immer günstiger und langlebiger werden, lohnt es sich also, deine PV-Anlage so groß wie möglich zu planen.

Ein weiterer Faktor bei der Dachbelegung ist die Ausrichtung deiner PV-Anlage. Oft, aber nicht immer, ist die Süd-Ausrichtung die richtige Wahl. In bestimmten Fällen lohnt es sich, von der Standard-Ausrichtung abzuweichen. Und zwar genau dann, wenn du deine Stromerzeugung an deinen Stromverbrauch anpassen möchtest. Um zum Beispiel mehr Strom in den Abendstunden zu generieren, sollte die Anlage mehr in Richtung Westen ausgerichtet werden. Ist dein Stromverbrauch in den Morgenstunden höher, kann deine Anlage auch mehr nach Osten ausgerichtet werden. Das hängt ganz von dir und deiner individuellen Stromnutzung ab. Es lohnt sich also, deinen Stromverbrauch bereits im Planungsprozess zu betrachten, um die optimale Ausrichtung deiner PV-Anlage zu ermitteln.

Individuelle Stromerzeugung durch passende Dachbelegung

Durch Stromspeicher den Eigenverbrauch erhöhen

Ein Stromspeicher hilft dir dabei, Versorgungslücken zu schließen. Denn wie zuvor bereits erklärt, sind Solarstromproduktion und Stromverbrauch nur selten identisch. Durch die schwankende Stromerzeugung deiner PV-Anlage gibt es tagsüber Zeiten, zu denen dir weniger Strom zur Verfügung steht, als du benötigst. In der Regel beziehst du in solchen Momenten zusätzlichen Strom vom Netzbetreiber, um deinen Bedarf zu decken. Eine einfache Lösung dieses Problems bieten Stromspeicher.

Ein Stromspeicher speichert immer dann Strom aus deiner PV-Anlage, wenn ein Stromüberschuss herrscht und gibt ihn dann ab, wenn deine Anlage weniger Strom erzeugt, als du benötigst. So kannst du deinen Eigenverbrauch mithilfe eines Stromspeichers auf 70-80% erhöhen und bist noch dazu unabhängig von den Strompreisen der Netzanbieter. Kein Wunder also, dass mittlerweile bei mehr als der Hälfte der neu installierten Photovoltaikanlagen ein Stromspeicher integriert wird.

Die meisten dieser Stromspeicher verfügen aktuell sogar über einen intelligenten Algorithmus, der dein Verbrauchsverhalten analysiert und daraufhin den Verbrauch und die Ladung des Stromspeichers entsprechend steuert. Zurzeit sind die meistverbauten Stromspeicher Lithiumspeicher. Sie sind zwar teurer als die alternativen Blei-Akkus, überzeugen dafür aber mit einer viel höheren Speichernutzung.

Energiemanagement durch Smart-Home-System

Auch mithilfe von intelligentem Energiemanagement kannst du deinen Eigenverbrauch erhöhen. So genannte Smart-Home-Systeme analysieren dein Stromnutzungsverhalten und treffen daraus Erzeugungs- und Verbrauchsvorhersagen. Basierend darauf sorgt das System dafür, dass deine Elektrogeräte immer genau dann betrieben werden, wenn am meisten Solarstrom zur Verfügung steht.

Darüber hinaus kannst du deine Elektrogeräte mit einer App auch dann ansteuern, wenn du mal nicht zu Hause bist. Besitzt du einen Stromspeicher, kann auch dieser in das Smart-Home-System integriert werden. In Bezug auf deinen Eigenverbrauch lohnt es sich also, deine PV-Anlage in Kombination mit einem Smart-Home-System zu nutzen und dadurch deinen Stromverbrauch an deine Stromerzeugung anzupassen.

Solltest du kein Smart-Home-System besitzen, kannst du deinen Eigenverbrauch auch ganz einfach mithilfe von Zeitschaltuhren beeinflussen. Auch damit kannst du steuern, wann deine Elektrogeräte eingeschaltet werden sollen.

Installation einer Wallbox

Du besitzt bereits ein E-Auto oder planst, dir in Zukunft eins anzuschaffen? Dann kannst du auch mit einer Wallbox deinen Eigenverbrauch erhöhen. Mithilfe einer Ladestation kannst du dein E-Auto ganz einfach zu Hause mit eigenem PV-Strom laden. Ein weiterer Pluspunkt bei der Integration einer Wallbox ist die staatliche Unterstützung durch die KfW-Förderung. Das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur) bezuschusst die Installation eines Ladepunktes mit 900€. So sparst du bares Geld und schützt noch dazu die Umwelt.

Mit einer Wallbox den Eigenverbrauch erhöhen

Heiz-Kombination aus Solaranlage und Wärmepumpe

Auch durch die Wahl des Heizsystems kannst du deinen Eigenverbrauch positiv beeinflussen. Die Nutzung einer Wärmepumpe ist umweltfreundlich und funktioniert gut im Zusammenspiel mit deiner PV-Anlage. Die Kombination aus Solarstrom und Wärmepumpe gilt als besonders umweltschonendes Heizsystem. Wärmepumpen arbeiten, indem sie der Umgebung außerhalb des Gebäudes Wärmeenergie entziehen, um sie für die Heizung im Innenbereich nutzbar zu machen.

Um den Strombedarf der Wärmepumpe zu decken und damit den Eigenverbrauch zu erhöhen, wird überschüssiger Strom deiner PV-Anlage zur Wärmepumpe geleitet. In der Regel kann deine Solaranlage bis zu 70% des Stroms, der für das Heizsystem notwendig ist, bereitstellen. So erhöhst du deinen Autarkiegrad und heizt dein Eigenheim umweltschonend mit selbst erzeugtem PV-Strom.

Fazit

Seit der EEG-Novelle 2012 sinkt die Einspeisevergütung stetig. Grund genug, um bei der Nutzung von Solarstrom umzudenken. Heute lohnt sich eine PV-Anlage dann, wenn du deinen Solarstrom selbst verbrauchst. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Eigenverbrauch so gut wie möglich zu optimieren. Denn je höher der Eigenverbrauch, desto unabhängiger bist du vom Netzanbieter.

Die verschiedenen Möglichkeiten, wie du dies mit deiner PV-Anlage umsetzen kannst, haben wir dir in diesem Artikel vorgestellt: von der passenden Dachbelegung über die Anpassung deines Stromverbrauchs bis hin zur Integration von Stromspeichern, Wallboxen oder Wärmepumpen. Es gibt einige Möglichkeiten, deinen Eigenverbrauch zu erhöhen. Welche Vorkehrungen die für dich passenden sind, muss natürlich ganz individuell herausgearbeitet werden. Es lohnt sich also, deine PV-Anlage bereits während der Planung in Bezug auf deinen Eigenverbrauch zu optimieren.

Du möchtest dich zum Thema Eigenverbrauch beraten lassen oder dir ein unverbindliches Angebot einholen? Unsere Solarexperten beraten dich gerne ganz individuell.

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