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"Solarpflicht" für Neubauten - was ist dran?

02.02.2021 Joana Eichert Lesezeit 5 Minuten

Einige Bundesländer haben sie bereits, bei anderen ist die Gesetzesvorlage in der Diskussion: Die Solarpflicht für Neubauten könnte bundesweit eingeführt werden.


Das erwartet dich in diesem Artikel:


  1. Solarpflicht für Neubauten in 2021 – was könnte auf dich zukommen?
  2. Die Einhaltung der Klimaziele durch eine Solarpflicht
  3. Bundesweite Solarpflicht in der Diskussion – das sind die Vorreiter
  4. Solarpflicht beim Neubau – auch eine Frage der Kosten
  5. Zwang oder Geschenk – was die Solarpflicht für Eigenheimbesitzer bedeutet


Solarpflicht für Neubauten in 2021 – was könnte auf dich zukommen?

Dort wo Schindel und Ziegel liegen, könnten bald im ganzen Land Solarzellen sitzen. Besonders zukünftige Besitzer eines Neubaus können die Installation einer PV-Anlage direkt in ihre Bauplanung miteinbeziehen und so Kosten für eine Nachrüstung sparen. Den Neubau auf die Solaranlage vorzubereiten ist einfach – die Kostenaufstellung würde die Anschaffung und die Installation direkt miteinbeziehen.

Das bringt einen doppelten Mehrwert: Ungenutzte Flächen wie die Dächer von Neubauten bieten ein riesiges Potenzial für die Solarstromproduktion mithilfe von PV-Anlagen. Bauprojekte sollen durch Förderprogramme bei den Mehrkosten unterstützt werden – ganz abgesehen davon, dass sich die Nutzung selbst erzeugten Solarstroms deutlich auf die Senkung der Betriebskosten auswirkt.

Stromkosten mit Solanlage senken

Die Einhaltung der Klimaziele durch eine Solarpflicht

Bis 2030 will Deutschland 65 Prozent des Energieverbrauchs aus regenerativen Quellen beziehen. Es ist ein Zwischenziel auf dem Weg zu Klimaneutralität bis 2050 - welches durchaus realisierbar ist. Für eine erfolgreiche Umsetzung wird nicht nur auf Windkraft gesetzt, auch Solarenergie soll einen Teil dieser erneuerbaren Energiequellen ausmachen. Wie eine Studie des Stromanbieters Lichtblick zeigt, verschenken viele Städte enormes Flächenpotenzial für die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Während Nürnberg und Hannover mit über 40 % ihre Potenziale durchaus nutzen, liegen andere Großstädte wie zum Beispiel Hamburg, München und Düsseldorf weiter unter 10 % ihrer Möglichkeiten, wenn es um die Belegung von Dachflächen mit Solarmodulen geht.

Wer einen Neubau plant, muss also in Zukunft mit einer Pflicht zur Installation einer Solaranlage rechnen. Überall? Nein, nicht überall, denn bisher ist der Vorschlag in den meisten Bundesländern zwar im Gespräch – die Umsetzung jedoch muss in der Regel noch konkretisiert werden.

Klimaziele erreichen

Bundesweite Solarpflicht in der Diskussion – das sind die Vorreiter

Während die Pflicht für den Bau von Photovoltaik-Anlagen vielerorts in der Diskussion ist, gehört sie in manchen Teilen des Landes bereits zur Realität. Schon seit dem Jahr 2006 setzt die Stadt Waiblingen auf die Solarpflicht beim Neubau. Auch Tübinger Bauvorhaben müssen der Pflicht zur Installation seit 2018 nachkommen. Hamburg verabschiedete die Pflicht zur Installation einer Solaranlage (oder ausweichend Solarthermie) bei Neubauten zu 2023 und die Solarpflicht bei der Dachsanierung zum 1. Januar 2025. Bremen und Bremerhaven ziehen nach, Berlin prüft die Solarpflicht. Viele Bundesländer nehmen im Rahmen des neuen EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) die Voraussetzungen für eine Solarpflicht intensiv unter die Lupe.

Vorreiter gibt es weltweit, so gilt im US-amerikanischen Kalifornien seit letztem Jahr die Pflicht zur Ausstattung von Neubauten mit einer PV-Anlage auf dem Dach oder an der Fassade. In Spanien – genauer gesagt auf den Balearen – gilt diese Vorgabe für alle Dächer von öffentlichen Gebäuden wie Parkhäusern oder Einkaufszentren und auch in Wien ist die Solarpflicht seit 2020 zu Hause.

zolar installiert deine PV-Anlage

Solarpflicht beim Neubau – auch eine Frage der Kosten

Die Solarpflicht ist verabschiedet und du in der Umsetzungspflicht. Aber was ist mit den Kosten der Solarzellen, der Installation und der Anschaffung eines Batteriespeichers?

Bundesweit gilt die Einspeisevergütung von derzeit 8,64 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Januar 2021), bei Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz. Lohnenswert ist daher die Installation einer PV-Anlage durchaus zeitnah, denn die EEG-Vergütung pro Kilowattstunde sinkt konsequent und könnte bis April 2021 bereits unter 8 Cent liegen.

Während die Einspeisevergütung eine staatliche Maßnahme ist, um die Anschaffungs- und Installationskosten der Photovoltaik-Anlage schnell zu amortisieren, existieren zusätzliche Förderprogramme je nach Bundesland:


Beratung zu Förderung für PV-Anlagen

So wird die Anschaffung einer PV-Anlage gefördert

Grundsätzlich steht es jedem Bundesland frei, die Nutzung von Photovoltaik finanziell zu fördern. Um die Solarpflicht für Neubauten und damit einen wichtigen Schritt für die Klimaziele 2030 zu unterstützen, existieren bundesweite und bundeslandspezifische Förderprogramme. In der Regel kannst du bei der Neuinstallation deiner PV-Anlage einen passenden Stromspeicher mit staatlicher Unterstützung finanzieren. Auch für Wallboxen und Speichernachrüstungen existieren unterschiedliche Förderprogramme.

In fast allen Teilen des Landes kannst du bei der Installation einer Solaranlage gefördert werden. So unterstützen beispielsweise Berlin, Bayern, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Baden-Württemberg (voraussichtlich ab März 2021) die Nachrüstung eines Batteriespeichers. Photovoltaik-Förderungen werden auch in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und vielen weiteren Bundesländern angeboten. Um herauszufinden, ob auch du eine Förderung für dein Solarprojekt beantragen kannst, prüfe regelmäßig die Photovoltaik-Förderungen aller Bundesländer. Oft lohnt sich im Zuge der Recherche auch ein Blick auf die Angebote von Landkreis, Kommune oder der Stadt.

Bei allen Förderprogrammen gilt: Die PV-Anlage muss im jeweiligen Bundesland installiert und mit dem lokalen Stromnetz verbunden sein.

Zwang oder Geschenk – was die Solarpflicht für Eigenheimbesitzer bedeutet

Die Pflicht zur Installation einer Solaranlage mag auf den ersten Blick ein erheblicher Mehrkostenaufwand sein. Doch bevor sich Zweifel an der Maßnahme festsetzen, lohnt sich ein Blick auf den tatsächlichen Nutzen und die zu erwartenden Einsparungen.

Zunächst einmal gilt es eine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Neubauten vorzunehmen, denn die Solarpflicht gilt nicht unbedingt für beide Arten von Bauvorhaben. Die PV-Anlage birgt jedoch – ob verpflichtend oder freiwillig installiert – große finanzielle Vorteile. Die Kosten für die Solaranlage mögen sich hoch lesen, die eingesparten Stromkosten durch die Nutzung von Eigenstrom jedoch lassen sich sehen und heutzutage kann man sogar die Solaranlage online kaufen. Wer hier das meiste Potenzial aus der eigenen Anlage herausholen will, entscheidet sich in der Regel direkt für den Einbau eines Speichers, um überschüssigen Strom ebenfalls nutzen zu können. Vermieter können sogar die Nutzung von Solarstrom ihren Mietern anbieten und so eine zusätzliche Einnahmequelle schaffen. Ganz nebenbei wird etwas für das Klima getan.

Bist du neugierig geworden, wie du bei dir vor Ort das Meiste aus einer eigenen Solaranlage herausholen kannst? Fordere jetzt dein unverbindliches Angebot an.

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