Ihr persönliches Angebot
Solaranlage mit Installation
Stromspeicher inklusive
mit Festpreisgarantie

Photovoltaik in Deutschland: regionale Ertragsunterschiede

05.03.2020 Kevin Murkisch Lesezeit 8 Minuten

Zum Tag des Energiesparens am 5. März werfen wir heute einen Blick auf die Photovoltaik in Deutschland. Fest steht: Solaranlagen werden hierzulande immer beliebter. Denn sie erzeugen kostengünstigen und vor allem umweltfreundlichen Solarstrom. Mit dem entsprechenden Eigenverbrauch lässt sich somit ein großer Teil des Strombedarfs decken, ohne Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen zu müssen.

Dadurch sinkt der Restenergiebedarf - und damit auch die Stromkosten. Bei den stetig steigenden Strompreisen eine willkommene Abwechslung für Eigenheimbesitzer. Doch die Vorteile der Solarenergie enden noch lange nicht bei den Ersparnissen. Schließlich lässt sich der erzeugte Solarstrom auch zur Unterstützung einer Wärmepumpe oder dem Aufladen eines Elektroautos nutzen.

Dank Sektorkopplung sind somit auch die Bereiche Wärmeenergie und Mobilität eng mit der Photovoltaik verknüpft. Für Betreiber einer PV-Anlage bedeutet das vor allem eins: Unabhängigkeit. Je mehr Solarstrom verbraucht wird, desto weniger Energie muss anderweitig bezogen werden. Wir beschäftigen uns daher heute mit einer wichtigen Frage, die häufig gestellt wird: Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage und gibt es regionale Unterschiede?


Photovoltaik in Deutschland


Was beeinflusst den Ertrag einer Solaranlage?

Die Frage danach, wie viel Strom eine Photovoltaikanlage erzeugt, ist so pauschal nicht zu beantworten. Denn der Ertrag der Anlage ist von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Maßgeblich ist dabei zunächst die Größe der Anlage und damit die Anzahl der Solarmodule, die auf dem Dach installiert wird.

Je mehr Fläche zur Verfügung steht, desto mehr Solarmodule können installiert werden, was die Leistung steigert. Doch nicht nur die Anzahl der installierten PV-Module ist entscheidend. Hinzu kommen drei weitere Faktoren:


1. Dachausrichtung:

Je nachdem, in welche Himmelsrichtung Ihr Dach ausgerichtet ist, scheint über den gesamten Tagesverlauf mehr oder weniger Sonnenlicht auf die Module. Dächer mit Südausrichtung haben sich dabei in der Vergangenheit als optimal erwiesen. Doch auch West- und Ostausrichtungen mit den entsprechenden Zwischenstufen sind dank leistungsstarker Module heute längst rentabel. Setzen Sie auf spezielle Hochleistungs-Solarmodule, kann sich sogar die Installation auf einem Dach mit Nordausrichtung finanziell rentieren.


2. Neigungswinkel:

Neben der Dachausrichtung ist auch der Neigungswinkel der Module zur Sonnne entscheidend für den Ertrag Ihrer Solaranlage. Tritt das Sonnenlicht in einem ungünstigen Winkel auf die Module, so wird ein großer Teil der Sonnenenergie reflektiert und nicht in Solarstrom umgewandelt. Ein Neigungswinkel zwischen 35 und 45 Grad gilt hierzulande als besonders ertragreich. So wird über den gesamten Jahresverlauf hinweg der größtmögliche Teil der einstrahlenden Solarenergie in elektrischen Strom umgewandelt.

Wichtig: Auch Flachdächer sind für die Installation von Photovoltaik-Anlagen geeignet. Hier kommen sogenannte Aufständerungen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um spezielle Montagesysteme, die die Solarmodule in den optimalen Winkel zur Sonne stellen. Eine Dachdurchdringung ist dabei nur noch in den seltensten Fällen notwendig, da meist spezielle Ballastsysteme zum Einsatz kommen, bei denen das Montagesystem einfach mit Gewichten fixiert wird.


Verschattung:

Eine Solaranlage erzeugt Strom, sobald das Sonnenlicht auf die Solarmodule trifft. Je mehr Solarenergie zur Verfügung steht, desto mehr elektrische Energie kann auch erzeugt werden. Aus diesem Grund ist es elementar, Verschattungen jedweder Art nach Möglichkeit zu vermeiden. Diese können sonst zu Ertragseinbußen führen und die Rentabilität der Anlage senken.

Tipp: Lässt sich eine Verschattung beispielsweise durch Bäume, Schornsteine oder nahestehende Häuser nicht verhindern, können spezielle Leistungsoptimierer von SolarEdge zum Einsatz kommen. Diese gleichen Verschattungen aus und maximieren dadurch den Ertrag Ihrer Solaranlage.


Photovoltaik


Welchen Einfluss hat der Standort der Solaranlage?

Neben der Dachausrichtung, dem Neigungswinkel der Module und der Verschattung ist ein vierter Punkt von essenzieller Bedeutung für den Ertrag Ihrer Solaranlage: der Standort. So erzeugt eine Solaranlage in Deutschland - unter Berücksichtung der vorangegangenen Punkte - pro kWp Nennleistung zwischen 800 und 1.100 kWh Solarstrom im Jahr. Die große Differenz ergibt sich dabei vor allem aus den örtlichen Gegebenheiten und den regional unterschiedlichen Globalstrahlungswerten.

Die Globalstrahlung bezeichnet dabei die Gesamtheit der Sonnenenergie, die auf die Erdoberfläche trifft. Sie setzt sich somit aus der Direktstrahlung und der sogenannten Diffusstrahlung zusammen. Während das Sonnenlicht bei der Direktstrahlung ohne Umwege auf die Erde trifft, wird es bei der Diffusstrahlung zunächst auf unterschiedlichste Weise gebrochen und dadurch gestreut.

Angegeben wird die Globalstrahlung in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²). Je höher der Wert ausfällt, desto mehr Sonne fällt entsprechend auf die Erde und damit die Solarmodule. Die geografischen Unterschiede sind dabei durchaus beachtlich. So fällt auf: Je südlicher der Standort, desto höher die Jahressummen der Globalstrahlungswerte.

So wurden in Flensburg, im Norden Schleswig-Holsteins, im Jahr 2019 durchschnittliche Jahressummen von 1.016 kWh/m² gemessen. In Konstanz, am Bodensee in Baden-Württemberg gelegen, wurden hingegen Werte von bis zu 1.284 kWh/m² erreicht. Ein Unterschied von 268 kWh/m².


Photovoltaikanlage


Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage in Deutschland?

Die Frage ist nun: Was bedeuten die regional unterschiedlichen Globalstrahlungswerte für den Ertrag einer Solaranlage genau? Die Antwort ist simpel, denn die Solarenergie ist äußerst einfach skalierbar. Möchten Sie die Globalstrahlung beispielsweise eins-zu-eins in Solarstrom umwandeln, so benötigen Sie eine Solaranlage mit einem Kilowattpeak (kWp) Nennleistung - sofern die Anlage die oben genannten Bedingungen erfüllt.


Für unseren Vergleich bedeutet das:

Eine Solaranlage mit einem kWp Nennleistung in Flensburg hätte unter idealen Bedingungen im Jahr 2019 1.016 kWh Solarstrom erzeugt. In Konstanz am Bodensee hingegen hätte dieselbe Anlage unter idealen Bedingungen im Jahr 2019 sogar 1.284 kWh Solarstrom produziert.

Bei einer Nennleistung von einem Kilowattpeak fallen die Unterschiede noch nicht allzu stark ins Gewicht. Doch die durchschnittliche Aufdach-Solaranlage hat heute bereits eine Nennleistung von 9,9 kWp. Dank der einfachen Skalierbarkeit der Solarenergie erhöht sich der Ertrag der Anlage dementsprechend.


Somit ergeben sich folgende regionale Ertragsunterschiede:

Eine 9,9 kWp Solaranlage in Flensburg hätte unter idealen Bedingungen im Jahr 2019 10.058,4 kWh Solarstrom erzeugt. In Konstanz hingegen hätte dieselbe Anlage unter idealen Bedingungen im Jahr 2019 sogar 12.711,6 kWh erzeugt.

Das entspricht einem Unterschied von 2.653,2 kWh im Jahr und damit dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts. Für Interessenten bedeutet dies, dass vor allem Eigenheimbesitzer im Norden Deutschlands auf besonders leistungsstarke Solarmodule setzen sollten. Auf diese Weise lassen sich die niedrigeren Globalstrahlungswerte bestmöglich ausgleichen.


Solaranlage


Der Tag des Energiesparens

Sie fragen sich vielleicht, was eine Solaranlage mit dem Tag des Energiesparens am 5. März zu tun hat? Ganz einfach: Energie sparen ist mit einer Solaranlage kaum noch notwendig. Denn aufgrund der stark gesunkenen Photovoltaik-Preise ist der Solarstrom mittlerweile so günstig, dass sich ein hoher Stromverbrauch nicht mehr auf der Stromrechnung bemerkbar macht. Ganz im Gegenteil, Sie sollten so viel Solarstrom wie möglich selbst verbrauchen!

Denn aufgrund der ebenfalls stark gesunkenen Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist die Einspeisung des Solarstroms wirtschaftlich aktuell kaum noch rentabel. Stattdessen sparen Sie dank Erzeugungskosten von umgerechnet nur noch 8 bis 10 Cent mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde Solarstrom bares Geld.

Ein kleines Rechenbeispiel macht das deutlich. Gehen wir von einer Familie mit einem Stromverbrauch von 4.500 kWh im Jahr aus. Bei einem durchschnittlichen Strompreis des öffentlichen Stromnetzes von aktuell 30,5 Cent pro Kilowattstunde hat diese Familie Stromkosten von 1.372,50 Euro jährlich. Wie sieht es nun aus, wenn sich eben diese Familie eine PV-Anlage kauft?

Nehmen wir wieder die 9,9 kWp Solaranlage in Konstanz. Im Jahr 2019 hätte diese Anlage den oben genannten Werten zufolge unter optimalen Bedingungen 12.711,6 kWh Solarstrom erzeugt. Nun gibt es zwei Szenarien:


PV-Anlage


1. Die Familie entscheidet sich für eine Solaranlage ohne Stromspeicher

Dadurch erreicht sie einen Eigenverbrauch von rund 35 Prozent, deckt also 1.575 kWh ihres Strombedarfs durch Solarenergie. Die Menge von 2.925 kWh Reststrom, die die Familie aus dem öffentlichen Netz bezieht, kostet rund 892 Euro. Die nicht verbrauchten 11.136 kWh Solarstrom werden ins öffentliche Netz eingespeist und bringen 1.051 Euro Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) (Stand: April 2020). Die Stromkosten der Familie sinken nicht nur auf Null, die Familie macht sogar ein Plus von 159 Euro im Jahr.


2. Die Familie entscheidet sich für eine Solaranlage mit Speicher

Der Eigenverbrauch steigt auf bis zu 80 Prozent, die Familie deckt also 3.600 kWh ihres Strombedarfs durch Solarstrom. Die restlichen 900 kWh aus dem öffentlichen Netz kosten nur noch 274,5 Euro. Für die nicht verbrauchten 9.111 kWh erhält die Familie zudem 860 Euro Einspeisevergütung. Dadurch generiert die Familie einen Gewinn von rund 585 Euro jährlich.

Die Zahlen zeigen: Der Eigenverbrauch lohnt sich deutlich mehr als die Einspeisung des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz. Je mehr Solarstrom Sie schließlich verbrauchen, desto mehr Geld sparen Sie. Ein hoher Energieverbrauch kann da sogar richtig Spaß machen - und sogar die Stromkosten senken. Zeitgleich leisten Sie mit Ihrer PV-Anlage einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und profitieren somit gleich in mehrfacher Hinsicht.


Solaranlage mit Speicher


Zusammenfassung und Fazit

Die eigene Solaranlage erzeugt kostengünstigen und umweltfreundlichen Strom. Der Ertrag der Anlage ist dabei nicht nur von der Dachneigung, der Ausrichtung und potenziellen Verschattungen abhängig. Auch der Standort kann sich positiv wie negativ auf die Leistung der Solaranlage auswirken. Generell gilt dabei: Vor allem im sonnenreichen Süden sind hohe Erträge mit der passenden Solaranlage garantiert.

Doch auch im Norden Deutschlands lohnen sich Solaranlage heute mehr denn je. So können geringere Globalstrahlungswerte einfach durch besonders leistungsstarke Solarmodule ausgeglichen werden. Im Norden sogar von Vorteil: Solaranlagen liefern vor allem dann hohe Erträge, wenn die Sonneneinstrahlung hoch, die Temperaturen jedoch möglichst niedrig sind. Optimale Bedingungen also für die eigene Solaranlage in Norddeutschland.

Unser Tipp: Wenn Sie eine Solaranlage kaufen, entscheiden Sie sich zusätzlich auch für einen Stromspeicher. Dieser erhöht Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent. Damit sinken Ihre Stromkosten und Sie werden deutlich unabhängiger vom Stromnetz und steigenden Strompreisen. Lassen Sie sich daher noch heute Ihr unabhängiges, kostenloses und unverbindliches Angebot für den Kauf und die Installation einer Solaranlage mit Speicher erstellen!

Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.