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Photovoltaik-Förderung in Berlin

Im Rahmen des Masterplan Solarcity möchte die Stadt Berlin einen aktiven Beitrag für den Klimaschutz leisten. Nun wurde das Förderprogramm erneut angepasst, um noch mehr Menschen den Zugang zu erneuerbarer Energie aus der eigenen Photovoltaikanlage zu ermöglich und deren Ausbau gezielt voranzutreiben.

Als Teil des Masterplans Solarcity Berlin ist die neue Förderung SolarPLUS nun in Kraft getreten. Wir stellen dir die Inhalte des Förderprogramms in diesem Beitrag vor und zeigen dir, in welchen Fällen du die attraktiven Subventionierungen für dein PV-Projekt in Anspruch nehmen kannst.


| Tanita Belke | 7 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Status der Förderung in Berlin

Die Förderung in Berlin wurde durch das Förderprogramm SolarPLUS neu aufgesetzt. Vom 01.09.2022 bis zum 31.10.2022 können vorläufige Anträge per PDF-Dokument gestellt werden, um den Beginn der Projekte zu ermöglichen. Ab dem 01.11.2022 folgt dann das elektronische Antragssystem, über das die Anträge daraufhin ganz einfach erfasst werden können.

Photovoltaik-Förderung Berlin von 2021-2022

Bereits seit Juli 2019 wurde in Berlin im Rahmen der Stromspeicher-Förderung EnergiespeicherPLUS die Anschaffung von Batteriespeichern für Solaranlagen subventioniert. Pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität wurden 300 Euro Förderung ausgezahlt. Darüber hinaus wurde ein Bonus über 300 Euro für prognosefähige Energiemanagementsysteme ausgezahlt. Diese Förderung ist nun zum 31.08.2022 ausgelaufen und wird von einem neuen Förderprogramm abgelöst.

Über den Dächern von Berlin – PV-Förderung 2022

Die neue Förderrichtlinie SolarPLUS stellt eine Erweiterung der Stromspeicher-Förderung dar und soll Privatpersonen und Unternehmen in Berlin zukünftig die Investition in eine PV-Anlage ermöglichen und erleichtern. Wir stellen dir die Inhalte des neuen Förderprogramms in diesem Artikel vor.

Art und Höhe der Photovoltaik-Förderung in Berlin

Genau wie bei dem Vorgänger der SolarPLUS Richtlinie wird auch durch diese Förderung die Anschaffung von Stromspeichern durch attraktive Zuschüsse unterstützt. Dadurch soll der Strom vom eigenen Dach noch mehr im eigenen Haus verbraucht werden kann. Der Zuschuss für prognosefähige Energiemanagementsysteme entfällt allerdings in der Neufassung der Förderrichtlinie.

Außerdem sollen zukünftig auch Mieterstromprojekte durch das neue Programm wirtschaftlicher gestaltet werden. Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden, Fassaden-Photovoltaikanlagen sowie die Kombination von Gründächern mit Solaranlagen werden ebenfalls zukünftig über SolarPLUS gefördert.

Darüber hinaus kannst du dir dank der neuen Förderrichtlinie in Berlin in Zukunft sogar verschiedene Vorbereitungsmaßnahmen im Vorfeld zum Solar-Projektfördern lassen, da die Kosten für Studien, Gutachten und Konzepte im Rahmen des Förderprogramms ebenfalls anteilig übernommen werden.

Wir stellen dir alle Inhalte der neu aufgesetzten Förderung übersichtlich in der folgenden Tabelle vor. Du solltest dabei allerdings beachten, dass wir an dieser Stelle die gesamten Förderinhalte abbilden. Die Höhe der Förderung bezieht sich auf Solarprojekte für Privathaushalte, da zolar nur diese umsetzt.

Inhalt der Förderung

Höhe der Förderung

Dachgutachten, Studien, Zähler- und MesskonzepteKosten für die Erstellung des Gutachtens, der Studie bzw. des Konzeptes werden anteilig finanziert Anteilig mit 65 % bei Privatpersonen,
max. 5.000 € für Dachgutachten, Zähler- und Messkonzepte,
max. 15.000 € für Machbarkeitsstudien
Steuerliche ErstberatungKosten für die steuerliche ErstberatungPauschal 226,10 €
Messplätze sowie PlanungsleistungenKosten für Messplätze sowie PlanungsleistungenAnteilig mit 65 % bei Privatpersonen,
max. 10.000 €
Zusammenlegen von HausanschlüssenKosten für das Zusammenlegen von HausanschlüssenAnteilig mit 65 % bei Privatpersonen, max. 5.000 €
StromspeicherKauf von Stromspeichern in Ein- und Zweifamilienhäusern

Kauf von Stromspeichern bei Eigentümer:innen von Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien

Pacht bzw. Leasing von Stromspeichern
300 Euro je kWh, max. 15.000 €



Anteilig mit 65 %, max. 30.000 €


300 Euro je kWh, max. 15.000 €
Sonderanlagen-BoniMehrkosten gegenüber einer Standard-PV-AnlageDenkmalgerechte PV: max. 15.000 €
Fassaden-PV: max. 30.000 €
Gründach-PV: max. 15.000 €
begrenzt auf max. 100 Förderfälle je Maßnahme

Voraussetzungen für die Stromspeicher-Förderung in Berlin

Das Förderprogramm SolarPLUS selbst bietet dir vielfältige Möglichkeiten, dein PV-Projekt subventionieren zu lassen. Trotz alledem benötigst du jedoch erstmal ein gewisses Startkapital, um diese Investition stemmen zu können. Hierbei kann dir die Förderung der KfW-Bank helfen.

Diese bietet dir zinsgünstige Kredite mit vorteilhaften Tilgungsbedingungen oder einen KfW-Zuschuss für dein Neubau- oder Sanierungsprojekt an. Folgende drei Fördermöglichkeiten kannst du theoretisch für dein PV-Projekt in Berlin beanspruchen:

  • Wohngebäude-Kredit – Programm 261: Bundesförderung für effiziente Gebäude bei Neubau oder Sanierung eines Energieeffizienzhauses.
  • Erneuerbare Energien Standard – Programm 270: Kredit für die Errichtung oder den Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien

Weitere Informationen zu den Förderangeboten der KfW-Bank findest du in unserem Blog-Artikel “Die Förderungen der KfW-Bank für Photovoltaikanlagen”.

PV-Förderung für Solaranlagen zur Miete und zum Kauf

Der Großteil der bereits vorgestellten Förderinhalte des SolarPLUS Programms beziehen sich auf den Kauf einer Solaranlage. Die neue Förderrichtlinie subventioniert nun sogar die Miete von Stromspeichern für deine Solaranlage mit 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität.

Doch was lohnt sich eigentlich mehr? Solltest du in Berlin lieber eine Solaranlage mieten oder kaufen? Beide Varianten haben ihre Vorteile. Wir fassen dir zusammen, wann sich welche Option eignet.

Eine Solaranlage zum Kauf lohnt sich immer dann, wenn du:

  • dir eine gute Rendite sichern möchtest.
  • dein Geld sinnvoll in die Zukunft investieren möchtest.
  • deine Solaranlage selbst nach deinen individuellen Vorstellungen zusammenstellen möchtest.
  • du von weiteren attraktiven Förderungen profitieren möchtest.

Eine Solaranlage zur Miete lohnt sich immer dann, wenn du:

  • ein unkompliziertes Komplettpaket erhalten möchtest.
  • nicht viel Zeit in das Thema Photovoltaik investieren, aber trotzdem von den Vorteilen profitieren möchtest.
  • dir die Anschaffungskosten für eine Solaranlage zum Kauf zu hoch sind.
  • finanziell flexibel bleiben möchtest.

zolar bietet dir beide Optionen an und berät dich ganz individuell in Bezug auf deine Vorstellungen und Voraussetzungen. Gemeinsam mit unseren Fachberater:innen findest du die optimale und auf dich zugeschnittene PV-Lösung.

zolar Installateure mit Solarmodul beim Kunden – Solaranlage mieten oder kaufen

Stromspeicher-Förderung in Berlin 2022

Wie du in der obigen Tabelle bereits sehen kannst, ist die Förderung von Stromspeichern weiterhin ein zentraler Bestandteil der Förderung in Berlin.

Entscheidest du dich also für die Investition in einen Stromspeicher, ein Energiemanagementsystem oder einen Batteriewechselrichter, erhältst du durch die Förderung 300 Euro je nutzbarer Kilowattstunde gedeckelt auf einen maximalen Betrag von 15.000 Euro.

Einen Sonderfall stellt dabei die Investition eines Hybridwechselrichters dar. Hier erhältst du im Rahmen der SolarPLUS Förderung zwei Drittel der Investitionskosten.

Darüber hinaus kannst du dir auch die Kosten für die Installation des Speichers, des Energiemanagementsystems oder des Wechselrichters im Rahmen der Förderung subventionieren lassen.

Doch die neue Stromspeicher-Förderung in Berlin bezieht sich nicht nur auf den Kauf der Stromspeicher. So wird auch das Leasing eines Stromspeichers mit 300 Euro pro Kilowattstunde bezuschusst.

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Wie groß muss eine PV-Anlage sein?

In Berlin liegt die jährliche Globalstrahlung bei rund 1.010 kWh/m2. Daraus ergibt sich bei einer optimalen, nach Süden ausgerichteten, unverschatteten Fläche eine maximale jährliche Einstrahlung von 1.133 kWh/m². Auch die Sonnenstundenin der Hauptstadt) können sich sehen lassen: Rund 1.800 Stunden lang scheint die Sonne durchschnittlich in Berlin im Jahr.

Um dieses Potenzial von Solarenergie optimal ausnutzen zu können, raten wir unseren Kund:innen aus Berlin und Umgebung in den meisten Fällen dazu, eine Maximalbelegung mit Solarmodulen zu wählen und die Solaranlage somit so groß wie möglich zu planen. Denn bei den aktuell stark steigenden Strompreisen macht jede Kilowattstunde des selbst erzeugten grünen Stroms einen Unterschied.

Darüber hinaus solltest du im Hinterkopf behalten, dass dein Stromverbrauch aufgrund der fortschreitenden Elektrifizierung weiter steigen wird. Denn durch die Anschaffung weiterer Verbraucher wie zum Beispiel Elektroautos oder den Umstieg auf eine Wärmepumpe wirst du zukünftig noch mehr Strom benötigen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Solaranlage schon jetzt größer zu dimensionieren, um in Zukunft optimal abgesichert zu sein.

Solarmodule in Reihe – Größe einer PV-Anlage ermitteln

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Fazit

Die Stadt Berlin möchte durch das Förderprogramm SolarPLUS den Ausbau der Photovoltaik gezielt unterstützen und weiter beschleunigen.

  • Das Stromspeicherförderung EnergiespeicherPLUS wird durch das neue Förderprogramm abgelöst und die Maßnahmen erweitert.
  • Durch die Subventionierung vielseitiger Maßnahmen vor und während der Umsetzung soll die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen in Berlin verbessert werden.
  • Zukünftig werden neben der Anschaffung von Stromspeichern auch Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden, Fassaden-Photovoltaikanlagen sowie die Kombination von Gründächern mit Solaranlagen gefördert werden.
  • Auch die Kosten für Studien, Gutachten und Konzepte werden im Rahmen des Förderprogramms anteilig übernommen.
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