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Was ist eine Solar-Inselanlage? Wir klären auf

Viele Solar-Interessierte sind auf der Suche nach Unabhängigkeit und einem hohen Autarkiegrad. In diesem Zusammenhang fallen oft Begriffe wie „Solar-Inselanlage“ oder aber „Notstromfähigkeit“ – und werden fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Wir erklären dir heute, was es mit Solar-Inselanlagen auf sich hat und wo der Unterschied zu Solaranlagen mit Notstromfunktion liegt.

Die Funktion von Solar-Inselanlagen lässt sich relativ einfach aus dem Namen des Solar-Systems ableiten. Denn diese Art von Solaranlage beinhaltet den Begriff „Insel“, da sie nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist und somit ein eigenes, autarkes System zur Stromerzeugung bilden. Wir erklären dir, wie genau dieses System funktioniert und welche Vorteile und welche Nachteile Solar-Inselanlagen bieten.


| Tanita Belke | 5 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Was ist eine Solar-Inselanlage?

Der Aufbau und die Funktionsweise von Solar-Inselanlagen sind grundsätzlich identisch zu gewöhnlichen Photovoltaikanlagen. Und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Solar-Inselanlagen sind nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen.Dadurch wird ein eigenständiges Stromnetz aufgebaut, das den Solaranlagen-Betreibern ermöglicht, den Strom ausschließlich lokal zu erzeugen und zu verbrauchen. Daraus resultiert, dass die Anlagenbetreiber einer Solar-Inselanlage komplett autark und völlig unabhängig von den Energieversorgern sind. So kann der erzeugte Strom entweder direkt – oder durch den Einsatz von Stromspeichern – zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden.

Derartige Energie-Lösungen werden häufig als Off-Grid-Systeme bezeichnet, da sie unabhängig von Stromnetz arbeiten oder aber dort eingesetzt werden, wo kein öffentliches Stromnetz vorhanden ist. Zum Beispiel bei Skihütten, Gartenhäusern, Jagdhütten oder aber auf Booten.

Dach eines Einfamilienhauses mit zolar PV-Anlage

Kosten für eine Solar-Inselanlage

Wie bei herkömmlichen PV-Anlagen variiert auch der Preis für Solar-Inselanlagen je nach Größe und den gewählten Komponenten. Da Solar-Inselanlagen häufig verhältnismäßig groß sein müssen, um den kompletten Strombedarf abdecken zu können, tragen insbesondere die Anzahl der Solarmodule und die Größe des gewählten Speichers zum hohen Preis für diese Energie-Lösung bei.

Daher müssen Interessierte – je nach Verbrauch und der daraus folgenden Anlagengröße – für eine Solar-Inselanlage mit einer Investition von 10.000 Euro aufwärts rechnen. Zusätzlich muss in Bezug auf die Kosten bedacht werden, dass über die Laufzeit der Anlage hinweg keine zusätzlichen Einnahmen wie die Einspeisevergütung mit verbucht werden können. Daher ist eine Solar-Inselanlage meistens weniger wirtschaftlich als eine herkömmliche Solaranlage, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist.

Aus diesem Grund ist eine solche Off-Grid-Anlage aufgrund der hohen Investitionskosten nur in den seltensten Fällen sinnvoll und lohnenswert. Solange ein Anschluss an das öffentliche Netz möglich ist, solltest du dich daher eher für eine Solaranlage mit Notstromfunktion entscheiden, wenn dir die Absicherung gegen mögliche Stromausfälle besonders wichtig ist.

Inselanlage und Notstromfunktion – wo liegt der Unterschied?

Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Solar-Inselanlagen und Solaranlagen, die Notstrom bereitstellen können? Schließlich bieten doch beide Systeme die Möglichkeit, unabhängig vom öffentlichen Stromnetz den Haushalt mit Strom aus der eigenen Solaranlage zu versorgen.

Der Unterschied ist ganz einfach zu erklären:
Off-Grid-Systeme werden – wie der Name bereits vermuten lässt – erst gar nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und arbeiten somit dauerhaft unabhängig und komplett autark.

Solaranlagen mit Notstromfunktion arbeiten dagegen nur dann unabhängig vom Stromnetz, wenn dieses einmal ausfallen sollte und keinen Strom mehr zur Verfügung stellen kann. So ist auch hier klar aus dem Namen abzuleiten, dass diese Solar-Systeme nur im tatsächlichen Notfall ihr eigenes Hausstromnetz aufbauen.

Um dies zu ermöglichen, gibt es bestimmte Stromspeicher, die über eine Notstrom- bzw. Inselstromfunktion verfügen. Diese machen es möglich, bei einem Stromausfall des öffentlichen Netzes ein vollständig autarkes Hausstromnetz aufzubauen. Auf diese Weise können Anlagenbetreiber auch dann Solarstrom erzeugen und verbrauchen, wenn das öffentliche Netz keinen Strom bereitstellen kann.

So können Solaranlagen mit Notstromfähigkeit im Falle eines Stromausfalls das Haus so lange mit Strom versorgen, bis der Stromspeicher leer ist. Sobald der Strom aus dem öffentlichen Netz daraufhin wieder fließt und die Sonne scheint, wird wieder neue Solarenergie erzeugt und der Stromspeicher aufgefüllt.

Das sind die Vorteile und Nachteile von Solar-Inselanlagen

Wir haben dir abschließend die Vorteile und Nachteile von Solar-Inselanlagen übersichtlich zusammengefasst.

VorteileNachteile
+ maximale Autarkie und Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz- sehr hohe Anschaffungskosten für eine große PV-Anlage + Stromspeicher
+ ausschließliche Nutzung grünen Solarstroms- komplette Abhängigkeit von der Sonne
+ komplette Absicherung gegen potenzielle Stromausfälle des öffentlichen Netzes- ungenutzter überschüssiger Strom wird nicht genutzt und verpufft
+ keine Stromkosten, Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen der Netzanbieter- keine Einspeisevergütung für nicht verbrauchten, überschüssigen Strom
+ weniger bürokratischer Aufwand als bei herkömmlichen Solaranlagen- keine Umsatzsteuer-Rückerstattung und damit 19 Prozent teurer

Fazit

Mithilfe von Solar-Inselanlagen lässt sich ein maximaler Grad an Autarkie sowie die größtmögliche Unabhängigkeit vom Netzanbieter realisieren. Dort, wo kein öffentliches Stromnetz verfügbar ist, bieten Solar-Inselanlagen demnach eine gute Möglichkeit, um grünen Strom zu erzeugen und diesen unabhängig nutzen zu können sowie eine umweltschonende Alternative zur Stromerzeugung mithilfe von Diesel Generatoren. Leider sind Solaranlagen mit Notstromfunktion jedoch sehr kostspielig und weniger wirtschaftlich als herkömmliche Solaranlagen.

Du möchtest deine Solaranlage an das Stromnetz anschließen und trotzdem so autark wie möglich sein? Dann ist eine Solaranlage, die Notstrom bereitstellen kann, die richtige Wahl für dich.

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