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Photovoltaik-Förderung in Bayern

05.11.2019 zolar Lesezeit 6 Minuten

Aktualisiert am 12.11.2020:

Aufgrund des notwendigen Einsatzes von Beschäftigten der Bewilligungsstellen für Corona-Soforthilfen bei gleichzeitig hohen Antragszahlen für das "PV-Speicher-Programm" hat sich ein erheblicher Bearbeitungsstau ergeben. Die Erstellung von Bescheiden und die Auszahlung von Zuschüssen können sich deshalb um mehrere Monate verzögern. Das 10.000 Häuser-Programm wird aktuell weiterentwickelt: Abhängig von der weiteren Entwicklung der Förderungen auf Bundesebene wird das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Laufe des Jahres neue Förderungsschwerpunkte erarbeiten. Der Programmteil "EnergieSystemHaus" wurde nach vollständiger Ausschöpfung des Antragskontingents am 27.01.2020 eingestellt und wird nicht mehr fortgeführt. Für den Programmteil "PV-Speicher-Programm" können weiterhin Anträge gestellt werden. Die Beantragung eines Zuschusses für eine Ladestation für Elektrofahrzeuge über das "PV-Speicher-Programm" ist ab sofort nicht mehr möglich.


Das erwartet dich in diesem Artikel:


  1. Mit dem 10.000 Häuser-Programm energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen durchführen
  2. Neues vom 10.000 Häuser-Programm
  3. EnergieSystemHaus
  4. PV-Speicher-Programm
  5. Regionale und städtische PV-Förderungen


Mit dem 10.000 Häuser-Programm energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen durchführen


Nicht nur der Bund, sondern auch die einzelnen Länder treiben die Förderung von erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren stark voran. So auch der Freistaat Bayern mit dem sogenannten 10.000-Häuser-Programm, welches seit Mitte April 2017 wiederaufgenommen wurde und dazu dient, die CO²-Emissionen in Bayern drastisch zu reduzieren.

Das Programm besteht dabei aus dem Programmteil „EnergieSystemHaus“ sowie dem „PV-Speicher-Programm" und richtet sich an Gebäudeeigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern, die energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen an ihrem Gebäude durchführen möchten.

Förderung in Bayern

Neues vom 10.000 Häuser-Programm

  1. Zusätzliche Mittel für das „PV-Speicher-Programm" wurden vom Freistaat Bayern bereitgestellt. So können bis Ende des Jahres 2019 noch 6.500 Anträge eingereicht werden. Im Jahr 2020 ist die Anzahl der Anträge zunächst auf 12.000 begrenzt.

  2. Der Programmteil „EnergieSystemHaus“ wird zum 31. Januar 2020 ausgesetzt und neu überarbeitet. Bis dahin können noch 500 Anträge eingereicht werden.

ACHTUNG: Zum Zeitpunkt der elektronischen Antragsstellung darf in beiden Programmteilen noch kein Auftrag für geplante Bau- und Technikleistungen erteilt worden sein. Beantrage daher zunächst die Förderung, bevor du die Anlage kaufst und den Auftrag zur Installation erteilst.

Solaranlage

EnergieSystemHaus

Der Programmteil „EnergieSystemHaus" richtet sich an Eigenheimbesitzer, die ihr Haus energieeffizient bauen oder umfassend energetisch sanieren möchten, um den Bau so energieeffizient wie möglich zu gestalten. Der Förderbetrag setzt sich dabei zusammen aus:

  1. Einem TechnikBonus für ein innovatives Heiz-/Speicher-System, das das Energiesystem besonders unterstützt und ggf.

  2. Einem optionalen Energieeffizienzbonus für besondere Energieeffizienz. Sie verstärkt und vervielfacht wie Wirkung des Heiz-/Speicher-Systems und ist teilweise sogar die technische Voraussetzung für das Funktionieren innovativer Technik.


„TechnikBonus"

Der TechnikBonus fördert den Einsatz eines innovativen Heiz-/Speichersystems mit Energiemanagementsystem, das die Speicherung von Energie sowie die Flebilisierung des Energiebezugs ermöglicht. Ziel des TechnikBonus ist es somit, den Energiebezug des Hauses aus den öffentlichen Stromnetzen zu reduzieren bzw. Nutzern zu ermöglichen, sich sogar temporär selbst zu versorgen. Je nach gewähltem Heiz-/Speicher-System liegt der TechnikBonus eines Wohngebäudes bei 1.000 bis 9.000 Euro.

Entscheidest du dich beispielsweise für eine netzgekoppelte Photovoltaik-Anlage mit Energiemanagementsystem und elektrischer oder thermischer Energiespeicherung, so kannst du einen TechnikBonus von 1.000 bis 3.000 Euro für deine Anlage erhalten, wenn diese dazu dient, Einspeisespitzen in das öffentliche Netz gezielt zu kappen.


„EnergieeffizienzBonus"

Wer die Energieffizienz seines Hauses zusätzlich erhöht, der kann anschließend sogar von dem optionalen EnergieeffizienBonus profitieren, der sich am Niveau des spezifischen Heizwärmebedarfs des Wohnhauses orientiert. Bis zu 12.000 Euro können somit bei Einsatz einer Photovoltaikanlage und der zusätzlichen Erhöhung der Energieeffizienz - sowohl beim Neubau als auch bei einer Sanierung - bezogen werden.

Dabei müssen die Gebäude nach einer Sanierung mindestens den Standard des KfW-Effizienzhauses 115, bei einem Neubau des KfW-Effizienzhauses 55 erzielen. Gefördert werden somit nicht die Solaranlage oder der Speicher als solcher, sondern die gezielte Kappung von Energiespitzen in das öffentliche Stromnetz bzw. die Bereitstellung von Primärregelleistung durch thermische und elektrische Energiespeicher.

Photovoltaikanlage


Nebenanforderungen für Photovoltaikanlagen

Zum Erhalt dieses Förderprogrammteils für Photovoltaikanlagen-Betreiber sind folgende Nebenanforderungen zu erfüllen:

  1. Die installierte Nennleistung der PV-Anlage muss mindestens 5kWp aufweisen,

  2. Der Betreiber der Anlage verpflichtet sich zur verminderten Netzeinspeisung durch Leistungsbegrenzung auf mind. 20 Jahre,

  3. Der Netzbetreiber kann die Leistungsbegrenzung jederzeit auf eigene Kosten überprüfen,

  4. Die Energiemanagementkomponenten müssen über a) eine geeignete elektronische und offengelegte Schnittstelle zur Kommunikation mit einer Smart Meter-Infrastruktur, um Netzdienstleistungen zur Verfügung zu stellen und flexible Bezugs- und Einspeisetarife verarbeiten zu können und b) eine geeignete und offene Schnittstelle zur Fernsteuerung verfügen.


Die letzten 500 Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme bis zum 31. Januar 2020 über die Online-Plattform einzureichen. Das Programm wird zum 31. Januar 2020 ausgesetzt und komplett überarbeitet. Wer also von der Förderung profitieren möchte, der sollte schnell handeln.

Stromspeicher

PV-Speicher-Programm

Um Gebäudeeigentümer von der Installation eines Stromspeichers zu überzeugen, den dezentralen Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben und schließlich auch das Stromnetz zu stabilisieren, hat der Freistaat Bayern vor einiger Zeit das „PV-Speicher-Programm" eingeführt. Dieses macht es Betreibern einer Photovoltaikanlage möglich, je nach Kapazität des neuen Batteriespeichers und Leistung der neuen PV-Anlage eine Förderung zwischen 500 und 3.200 Euro zu erhalten.

Dabei richtet sich die Höhe der Förderung stets nach dem niedrigeren Wert. Hat also der Stromspeicher eine geringere Kapazität (in kWh) als die Solaranlage Leistung (in kWp) aufweist, so wird der Wert des Batteriespeichers als Grundlage für die Berechnung verwendet und umgekehrt. Daraus ergeben sich folgende Förderungsmöglichkeiten:

Die Förderhöhe beginnt bei 500 Euro für einen Batteriespeicher mit 3,0 bis 3,9 kWh Kapazität und einer Solaranlage größer als 3 kWp und erhöht sich mit jeder Kilowattstunde bzw. jedem Kilowattpeak um 100 Euro. Das bedeutet: Als Betreiber einer Solaranlage mit über 9 kWp Leistung und einem Stromspeicher von 9 bis 9,9 kWh Kapazität kannst du einen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro erhalten. Den Höchstbetrag von 3.200 Euro erhalten Betreiber jedoch erst ab einer Speicherkapazität von 30 kWh und einer Anlagengröße von mehr als 30 kWp.


Optional: Du fährst ein Elektro-Auto oder denkst über den Kauf eines solchen E-Autos nach? Dann kannst du zusätzlich zur Förderung für den Stromspeicher eine Förderung in Höhe von 200 Euro für eine Ladestation für Elektrofahrzeuge erhalten.

Ladestation


Anforderungen für Stromspeicher und Ladestationen

Selbstverständlich sind auch für diesen Programmteil einige Anforderungen zu erfüllen, um den Zuschuss zu erhalten:

  1. Es muss sich um die Neuinstallation einer Solaranlage oder eines Stromspeichers handeln.

  2. Der Speicher muss über eine Schnittstelle zur Kommunikation und Fernsteuerung verfügen und intelligentes Energiemanagement ermöglichen.

  3. Die Förderung der Speicherkapazität (kWh) erfolgt im Verhältnis 1:1 zur Leistung (kWp) der neuen PV-Anlage.

  4. Der Speicher besitzt eine Zeitwertersatzgarantie von zehn Jahren.

  5. Die Ladestation ist für die Ladebetriebsarten 3 oder 4 geeignet und kann in das intelligente Energiemanagementsystem des Speichers eingebunden werden.

  6. Es wird nur eine Ladestation gefördert.

  7. Die AC-Ladeleistung der Ladestation ist größer als 11 kW (dreiphasig) bzw. größer als 3,7 kW (Dauerleistung, einphasig).


Anträge sind über die Online-Plattform einzureichen. Die Anzahl der übrigen Anträge im Jahr 2019 ist gering, im Jahr 2020 hingegen können wieder 12.000 Anträge eingereicht werden.

PV-Anlage

Regionale und städtische PV-Förderungen

Photovoltaik-Förderungen für Solaranlagen oder Speicher werden auch regional oder auf städtischer Ebene angeboten. Welche regionalen und städtischen Förderungen für Solaranlagen es aktuell gibt, haben wir dir in einer Übersicht zusammengefasst.

Du interessierst dich für die Photovoltaik-Förderung in einem anderen Bundesland? Dann findest du unter https://www.zolar.de/photovoltaik-foerderung weitere Informationen!

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