Ihr persönliches Angebot
Solaranlage mit Installation
Stromspeicher inklusive
mit Festpreisgarantie

Streichung des Solardeckels: Die EEG-Vergütung bleibt erhalten

24.08.2020 zolar Lesezeit 4 Minuten

Gerade noch rechtzeitig beschloss die deutsche Bundesregierung, dass der Solardeckel, auch PV-Deckel oder Förderdeckel genannt, abgeschafft wird. Im Spätsommer 2020 wäre die 52-Gigawatt-Obergrenze der Photovoltaik-Erzeugung voraussichtlich erreicht worden, die der Vergütung von Strom aus neuen Solaranlagen ein Ende gesetzt hätte. Mit der Abschaffung wurde eine monatelange Zitterpartie endlich beendet und der Startschuss für mehr saubere Energie ist gefallen. Endlich steht fest, dass PV-Anlagen bis 750 Kilowatt-Peak weiterhin von der Einspeisevergütung profitieren, die im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) festgehalten ist.


Ein wichtiger Meilenstein: die Abschaffung des Solardeckels

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Instrument für die Förderung von Strom aus regenerativen Quellen, das im Jahr 2000 in Kraft trat und über die Jahre stetig weiterentwickelt wurde. Die 2012 aufgesetzte Fassung sah dabei eine Deckelung der Einspeisevergütung vor, sobald die Summe der installierten, nach §19 EEG geförderten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland eine gemeinsame Leistung von 52 Gigawatt überschreiten. Demnach hätten Anlage bis 750 kWp, die nach Erreichen dieses PV-Deckels in Betrieb genommen worden wären, keine Einspeisevergütung erhalten.

Solaranlagen für Klimaschutz

Für die Energiewende, mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie als zentrale Säule, war dies ein vollkommen falsches Zeichen. Laut dem Klimaschutzplan 2050 der deutschen Bundesregierung sollen bereits bis 2030 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Das Fortbestehen des Solardeckels wäre hier ein herber Rückschlag gewesen. Der Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V., BSW, schätzte bereits vor der bestätigten Abschaffung, dass für das Erreichen des Klimaschutzziels bis 2030 pro Jahr mindestens 10 Gigawatt Photovoltaik in Deutschland installiert werden müssen.

Dementsprechend wichtig ist die am 18. Juni 2020 gegebene Zustimmung des Bundestags zur Abschaffung des Solardeckels, als Zeichen für eine nachhaltigere Zukunft. Um die Klimakrise abzuwenden, werden in Deutschland 100 Prozent Erneuerbare Energien benötigt. Photovoltaik spielt hierbei eine grundlegende Rolle. Das Fortbestehen der EEG-Vergütung ist somit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Insbesondere für Eigenheimbesitzer ist nun der Weg frei, sich die finanzielle Unterstützung für das eigene Photovoltaik-Projekt zu sichern.


Auch ohne EEG-Vergütung lohnen sich Solaranlagen

Allerdings ist es heutzutage auch keine Seltenheit mehr, die Solaranlage mit einem Stromspeicher auszurüsten. Dieser trägt zur Erhöhung des Eigenverbrauchs bei, indem der tagsüber produzierte Solarstrom nicht ins Netz eingespeist, sondern in einer Solarbatterie gespeichert wird, sodass er auch morgens und abends genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Eigenheimbesitzer erreichen dadurch im Schnitt bis zu 80 Prozent Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz.

Stromspeicher

Bedenkt man, dass die EEG-Vergütung aktuell bei 9,17 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde liegt, wohingegen jede aus dem Netz bezogene Kilowattstunde durchschnittlich 28 Cent kostet, wird deutlich, welcher finanzielle Vorteil entsteht, wenn du deinen Eigenverbrauch möglichst maximierst. Kurzum, eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich also auch ohne Einspeisevergütung.

Trotzdem ist die Aufhebung der 52-Gigawatt-Grenze ein positives Signal, welches bei noch mehr Menschen die Neugier auf die eigene PV-Anlage weckt.


Eigenheimbesitzer profitieren von der Abschaffung des Solardeckels

So führt die Nachricht über die Abschaffung des Solardeckels dazu, dass der Photovoltaik-Ausbau im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser nun wieder mit Hochdruck aufgenommen werden kann. Interessierte Hausbesitzer, die ihren Plan, das eigene Zuhause durch eine Solaranlage mit grünem Strom zu versorgen, vorerst auf Eis gelegt hatte, erhalten Planungs- und Investitionssicherheit zurück.

Immerhin galt der finanzielle Aspekt seit jeher als wichtiger Entscheidungsgrund für eine PV-Anlage, denn abhängig von der individuellen Solarstrom-Erzeugung und dem tatsächlichen Eigenverbrauch lässt sich mit der Einspeisung von Reststrom bares Geld dazuverdienen. Wäre der PV-Deckel nicht abgeschafft worden, hätten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen bis zu 750 kWp ab Mitte 2020 keine gesetzlich garantierte Vergütung für ihren ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom mehr erhalten.

Solaranlage kaufen


Der Bundesrat besiegelt die Abschaffung des Solardeckels

Nachdem der Abschaffung bereits am 18. Juni zugestimmt wurde, besiegelte die der Bundesrat am 3. Juli. Die fortlaufende Unterstützung von Neuinstallationen über den 52-Gigawatt-Deckel hinaus, steht somit offiziell fest. Im gleichen Rahmen wurde auch das ebenfalls am 18. Juni beschlossene Gebäudeenergiegesetz (GEG), das ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für Gebäudeenergieeffizienz und die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien schafft, verhandelt.

Als Grundlage für die konkrete Umsetzung des besiegelten Beschlusses, legt der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. einen 7-Punkte-Plan zur Solarisierung der Energieversorgung vor. Hierbei liegt der Fokus neben einer Verdreifachung von der Photovoltaik-Kapazität bis 2030 auf dem multisektoralen Ausbau, um Potenziale für Mobilität und Wärme zu nutzen sowie der Vervielfachung kurz- und langfristiger Speicherkapazitäten.

Zudem fordert der BSW weitere Markthindernisse zu beseitigen, um das wieder anwachsende Interesse an Photovoltaik nach der sicheren Abschaffung des Solardeckels auch langfristig zu steigern.

Solaranlage auf dem Dach


Fazit

Die monatelange Zitterpartie um die Aufhebung des Solardeckels, die viele Eigenheimbesitzer in ihrem Wunsch eigenen Strom nachhaltig zu produzieren, ausgebremst hat, ist endlich vorbei. Auch wenn diese Entscheidung längst überfällig war, setzt die Politik endlich ein deutliches Zeichen im Sinne des Klimaschutz, gibt PV-Anbietern und Interessenten Planungs- und Investitionssicherheit zurück und schafft starke Impulse für die Konjunktur und Beschäftigung in den Branchen für Erneuerbare Energien.

Eigenheimbesitzer, die also aufgrund der bisherigen Unsicherheiten abgewartet oder ihr Projekt pausiert haben, können endlich die Planung ihres individuellen Solarsystems (wieder-)aufnehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei der Energiewende vorangeht. Die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung geben dabei einen wichtigen Impuls und befähigen Eigenheimbesitzer mehr denn je selbst aktiv zu werden und mit einer eigenen Solaranlage nachhaltigen Strom zu produzieren.

Willst auch du vom eigenen nachhaltigen und förderungsfähigen Solarstrom profitieren? Dann fordere noch heute dein kostenloses und unverbindliches Angebot an. Unsere erfahrenen Solar-Berater unterstützen dich dabei, im zolar Online-Konfigurator genau die Solaranlage zu konfigurieren, die zu deinen Wünschen und Bedürfnissen passt.

Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.