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Der Solardeckel ist abgeschafft: Bundesregierung beendet Unsicherheiten bei PV-Interessenten

19.06.2020 Saskia Siebeneicher Lesezeit 4 Minuten


Kurz vor Erreichen des 52-Gigawatt-Deckels hat der Bundesrat am 3. Juli 2020 die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels, kurz PV-Deckel oder Solardeckel, besiegelt. Zuvor hatte sich bereits der Bundestag am 18. Juni 2020 auf die Abschaffung des Solardeckels geeinigt. Damit erhalten Hausbesitzer, die ihr Zuhause durch eine Solaranlage mit nachhaltigem Strom versorgen wollen, endlich Planungs- und Investitionssicherheit zurück. Denn nun ist klar, dass PV-Anlagen auch dann gefördert werden, wenn die Photovoltaik-Erzeugung in Deutschland 52 Gigawatt erreicht hat.


Hintergrund für den Solardeckel

2012 hatte die Bundesregierung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen, dass die Förderung neuer Solaranlagen endet, sobald die Summe aller mit EEG-Vergütung geförderten, neuen PV-Anlagen in Deutschland eine gemeinsame Leistung von 52 Gigawatt erreicht.

Jede Solaranlage, die nach Erreichen dieses Solardeckels gebaut worden wäre, hätte keine Solarförderung mehr erhalten. Ein völlig falsches und widersprüchliches Signal, wenn man bedenkt, dass Erneuerbare Energien wie Solarstrom und Windkraft zum Klimaschutz beitragen - umso mehr, als dass sowohl die Akzeptanz von Regenerativen Energien in der Bevölkerung als auch die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen seit Jahren zunehmen. Und nicht nur das: Selbst erzeugter Solarstrom ist weitaus günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz.

Nun haben die Entscheidungsträger in der Politik erkannt, dass ein weiteres Hinauszögern bei der Abschaffung des Solardeckels - auch angesichts verschiedener (inter-)nationaler Abkommen für den Klimaschutz, wie das Pariser Abkommen oder Klimaschutzprogramm 2030 - sowie der weltweiten Bedrohung durch den Klimawandel, rückwärtsgewandt ist.


Die eigene Solaranlage: Eine Investition in die Zukunft

Mit Abschaffung des Solardeckels ist der Weg frei, um den Photovoltaik-Ausbau im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser noch weiter voranzutreiben. Selbst wenn sich ein hoher Solarstrom-Eigenverbrauch und damit eine hohe Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz ökonomisch oftmals mehr lohnt, ist die Solarförderung in Form der EEG-Umlage für viele Hausbesitzer weiterhin ein wichtiger Grund für das Interesse an PV.

Dennoch ist die EEG-Vergütung in den letzten Jahren und Monaten immer weiter gesunken und liegt aktuell bei unter 9 Euro-Cent pro kWh Solarstrom, den Solaranlagen-Besitzer ins öffentliche Netz einspeisen. Abhängig davon, wie hoch die eigene Solarstrom-Erzeugung und der tatsächliche Eigenverbrauch ausfallen, können sich Solaranlagenbesitzer damit etwas dazuverdienen. Im Vergleich zu einem erhöhten Eigenverbrauch ist dies aktuell wirtschaftlich jedoch weniger rentabel.

Solaranlage auf dem Dach

Wer eine Solaranlage mit Stromspeicher nutzt, um sein Zuhause auch dann mit Energie zu versorgen, wenn die Sonne nicht scheint, kann einen Autarkiegrad von bis zu 80 Prozent erreichen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sich die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz um 80 Prozent minimieren. Anstatt 100 Euro zahlen Sie mit einem Speicher auf diese Weise monatlich nur noch 20 Euro an den Netzbetreiber.

Darüber hinaus bedeutet die Anschaffung einer Solaranlage, die im Durchschnitt eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren mitbringt, dass Sie die nächsten drei Jahrzehnte Ihren eigenen nachhaltigen Strom erzeugen - gut für Sie, gut für die nächsten Generationen. Gerade in unsteten Zeiten wie jetzt sorgt das eigene Solarsystem dafür, dass Sie sich weniger Sorgen machen müssen.


Abschaffung des Solardeckels - Erleichterung und Forderungen in der Solarbranche

Auch bei zolar ist man über die längst überfällige Abschaffung des Solardeckels erleichtert. Alex Melzer, zolar Geschäftsführer, zum Beschluss:

„Endlich ist die monatelange Zitterpartie beendet und der Startschuss für mehr saubere Energie gefallen. Jetzt können sowohl Verbraucher als auch Beschäftigte und Unternehmen aus der Solarbranche aufatmen. Denn um die Klimakrise abzuwenden, brauchen wir 100 Prozent Erneuerbare – Solarenergie ist dafür essenziell. Um den Trend zu mehr privaten Solaranlagen zu verstärken, müssen idealerweise endlich alle bestehenden, bürokratischen Hürden fallen, die ihren Ausbau einbremsen."

Für die Solarbranche ist klar, dass es sich bei der Abschaffung des Förderdeckels nur um den ersten Schritt hin zu einer wirklich nachhaltigen Politik der Bundesregierung handeln kann. Deshalb fordern Unternehmen wie zolar, dass das Ausbauziel für Erneuerbare Energien im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 nicht bei 65 Prozent, sondern bei 100 Prozent liegen muss. Hierfür könnte sich unter anderem eine Befreiung von der Mehrwertsteuer als Beschleuniger erweisen, wie auch die Umsetzung des 2018 von der EU beschlossenen Diskriminierungsverbots für selbst erzeugten Ökostrom für Anlagen bis 30 Kilowattpeak Leistung.


Zusammenfassung und Fazit

Der 52-Gigawatt-Deckel hatte viele PV-Interessierte in ihrem Wunsch ausgebremst, mit der eigenen Solaranlage nachhaltigen Strom zu erzeugen. Mit der Abschaffung des Solardeckels sendet die Politik nun ein lang ersehntes und wichtiges Signal für den Klimaschutz. Denn damit ist sicher, dass die Solarförderung für Ein- und Zweifamilienhäuser fortbesteht. Hierzu hat die Solarbranche selbst, aber auch das Engagement von Bürgern, die mit einer eigenen Solaranlage die Energiewende vorantreiben wollen, entscheidend beigetragen.

Wollen auch Sie vom eigenen nachhaltigen und förderungsfähigen Solarstrom profitieren? Dann fordern Sie noch heute Ihr kostenloses und unverbindliches Angebot an. Unsere erfahrenen Solar-Berater unterstützen Sie dabei, im zolar Online-Konfigurator genau die Solaranlage zu konfigurieren, die zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen passt.

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