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Solarmodule kaufen – darauf musst du achten

08.10.2021 Tanita Belke Lesezeit 8 Minuten

Das Angebot an Solarmodulen wächst stetig. Unterschiedliche Hersteller, Größen, Zellarten – da verliert man während der Planung einer Photovoltaikanlage gerne mal den Überblick. Wir zeigen dir in diesem Artikel, was du über Solarmodule wissen – und worauf du beim Kauf achten musst.

Solarmodule sind neben dem Wechselrichter zentraler Bestandteil deiner Photovoltaikanlage. Du solltest dich also im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, um das für dich und deine Bedürfnisse passende Modell auszuwählen. Wir erklären dir hier, wie Solarmodule eigentlich funktionieren und nach welchen Kriterien du das passende Modul auswählen kannst.


Das erwartet dich in diesem Artikel:

  1. Aufbau von Solarmodulen
  2. Funktionsweise der Solarzellen
  3. Diese Produkteigenschaften solltest du beachten
  4. So kannst du dich über Solarmodule informieren


Aufbau von Solarmodulen

Solarmodule – auch PV-Module oder Photovoltaikmodule genannt – sind für die Umwandlung der Solarenergie in Strom zuständig. Sie bestehen aus vielen kleinen Solarzellen, die innerhalb des Modulrahmens miteinander verschaltet sind.

PV-Module bestehen aus mehreren Schichten:

  1. Bei der obersten Schicht handelt es sich in der Regel um das Frontglas (ESG). Dieses dient dazu, das Modul gegen Temperaturwechsel sowie Schläge, Stöße oder Druck zu schützen.
  2. Unter dem Frontglas liegt die obere Einbettfolie, meist eine Kunststoffschicht aus Ethylenvinylacetat (EVA) oder Gießharz. Die Kunststofffolie wird bei 150° Celsius oder gar höheren Temperaturen mit den Solarzellen verschweißt. Durch diese Form der Laminierung wird ein wasserdichter Korrosionsschutz gebildet. Dieser verhindert, dass Feuchtigkeit die Solarzellen beschädigen kann.
  3. Die mittlere Schicht der Module bilden die Solarzellen. Die Solarzellen sind über Lötbänder miteinander verschaltet und wandeln das Sonnenlicht so in Strom um.
  4. Unter den Solarzellen wird eine weitere dünne Schicht Kunststoff aus EVA oder Gießharz eingezogen. Somit werden die Solarzellen von beiden Seiten luft- und wasserdicht verschlossen.
  5. Den Abschluss auf der Rückseite bildet bei herkömmlichen Glas-Folien-Modulen die sogenannte Tedlar Verbundfolie. Dabei handelt es sich in der Regel um eine speziell entwickelte Kunststofffolie aus Polyvinylfluorid (PVF). Auch diese dient dem Schutz des Solarmoduls und verhindert das Eindringen von Schmutz, Chemikalien oder Fetten. Bei einem Glas-Glas-Modul kommt anstelle des Kunststoffs allerdings eine weitere Glasschicht zum Einsatz.
  6. Schlussendlich werden alle Bestandteile des Moduls in einem Aluminiumrahmen zusammengefasst. Dieser erleichtert den Einbau und gibt dem Modul zusätzlichen Halt.

Aufbau und Funktionsweise von Solarmodulen

Funktionsweise der Solarzellen

Um die Funktionsweise von Solarmodulen genauer zu verstehen, müssen wir uns nun ihren kleinsten Bestandteil anschauen: die Solarzellen. Allgemein werden dabei drei Zelltypen unterschieden:

  1. Monokristalline Zellen
  2. Polykristalline Zellen
  3. Amorphe Zellen

Heutzutage werden größtenteils die monokristallinen Zellen verwendet, da diese einen wesentlich höheren Wirkungsgrad besitzen als die polykristallinen Zellen. Was der Wirkungsgrad von Solarmodulen aussagt, erklären wir dir im Absatz zu den Produkteigenschaften genauer. Monokristalline Zellen werden aus dem Halbleiter Silizium, welcher aus Quarzsand gewonnen wird, hergestellt. Die wichtigste Eigenschaft dieses Elements ist die hohe Leitfähigkeit bei Energiezufuhr – im Fall der Photovoltaik-Technologie ist diese Energiezufuhr Licht.

Treffen also die elektromagnetischen Strahlen der Sonne – welche aus Photonen bestehen – auf das Silizium der Solarzelle, werden Elektronen innerhalb der Solarzelle gelöst und es entsteht ein Stromfluss. Die frei gewordenen Elektronen werden über feine Metallkontakte auf den Zellen zu den sogenannten Busbars transportiert. Diese Leiterbahnen sammeln die Elektronen und führen den Strom gebündelt aus dem Modul ab. Allgemein gilt dabei: Je mehr Busbars ein Solarmodul besitzt, desto besser können sich die Elektronen verteilen und desto höher ist dadurch die Leitfähigkeit.

Der Nachteil an einer hohen Anzahl von Busbars ist jedoch, dass diese auf der Solarzelle Fläche einnehmen, auf der kein Strom erzeugt werden kann. Deshalb ist es wichtig, den passenden Mittelweg zwischen Leitfähigkeit und Energieerzeugung zu wählen. Aktuell entwickelt sich der Trend trotzdem zu mehr Busbars oder alternativ zu Solarmodulen, bei denen die Busbars auf der Modulrückseite verlegt sind.

Diese Produkteigenschaften solltest du beachten

Bei der Entscheidung für das passende Solarmodul ist die Auswahl häufig bereits von den verschiedenen Fachbetrieben eingegrenzt. Auch wir haben in unserem zolar Online-Konfigurator bereits eine Vorauswahl getroffen, die dir die Entscheidung erleichtern wird. Als weitere Entscheidungshilfe dient die Betrachtung von Produkteigenschaften wie Wirkungsgrad, Temperaturverhalten und Verarbeitung, die deinen Stromertrag maßgeblich beeinflussen werden. Bei der Entscheidungsfindung hilft es also, die verschiedenen Solarmodule in Bezug auf diese und einige weitere Eigenschaften vorab miteinander zu vergleichen. Lass dich zum Thema Solarmodule auch gerne ganz individuell mit Blick auf deine Solarstrom-Erzeugung und -Nutzung von uns beraten.

Unsere Experten beraten dich gerne bei der Wahl der richtigen Solarmodule

Leistungsfähigkeit:

Das Kürzel „Wp" steht für die Bezeichnung „Watt Peak" und gibt die Leistungsfähigkeit der Solarmodule unter Standard-Testbedingungen an. Wie „PS" bei einem Auto steht „Wp" somit für die Kraft bzw. Leistung, die ein Solarmodul erzielen kann. Der Begriff Peak bezeichnet dabei den Punkt der maximalen Leistung, die unter streng kontrollierten Testbedingungen erreicht wird. Die angegebene Leistung kann somit in der Regel als Richtwert dienen, gibt jedoch nicht zwingend den reellen Ertrag wieder. Im Durchschnitt haben Module derzeit eine Leistung von 380 Wp.

Wirkungsgrad:

Den Begriff des Wirkungsgrades haben wir anfangs bereits in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Zellarten genannt. Der Wirkungsgrad stellt eine weitere wichtige Kennzahl bei der Betrachtung von Solarmodulen dar. Er gibt Aufschluss über die Effektivität der Module und beschreibt das Verhältnis von Sonnenlicht zu erzeugter Energie. Allgemein gilt: Je höher der Wirkungsgrad, desto effektiver arbeitet die Solarzelle. So lässt sich an diesem Wert ablesen, wie gut die Solarzelle die als Licht zur Verfügung stehende Energie verwertet. Da der Wirkungsgrad von der Temperatur abhängt, wird dieser bei steigender Temperatur sinken. Aktuell liegt der Wirkungsgrad von monokristallinen Zellen bei ungefähr 20-22 %.

Zelltyp Wirkungsgrad
Monokristallin 20 - 22 %
Polykristallin 15 - 20 %
Amorphes Silizium 8 %

Temperaturverhalten:

Die Bedeutung des Wirkungsgrades von Solarmodulen haben wir dir im vorherigen Absatz bereits erklärt. Und da sich Hitze nennenswert auf diesen auswirkt, solltest du dich bei der Planung deiner PV-Anlage natürlich auch immer über den Temperaturkoeffizienten der verschiedenen Module informieren und diese miteinander vergleichen.

Garantie:

In Bezug auf die Garantie von Solarmodulen solltest du dir zwei Begriffe merken: Produkt- und Leistungsgarantie. Die Produktgarantie schließt Materialschäden, Kosten für Reparaturen sowie – wenn nötig – den Austausch von defekten Solarmodulen ein. Die Leistungsgarantie verspricht dagegen auch nach jahrelangem Betrieb deiner PV-Anlage eine gewisse Mindestleistung. Die übliche Mindestgarantie liegt aktuell bei 10 Jahren Produkt- sowie 20 Jahren Leistungsgarantie. Die von uns angebotenen Module von Trina und JA Solar besitzen eine Produktgarantie von 12 bis 15 Jahren sowie eine Leistungsgarantie von 20 Jahren. Anbieter wie zum Beispiel LG und Meyer Burger gewährleisten dagegen sogar Produkt- und Leistungsgarantien von 25 bis 30 Jahren.

Kosten eines Solarmoduls:

Während der Planung sind natürlich auch die Kosten für die Solaranlage sowie für die einzelnen Module ausschlaggebend. Die Preise für Solarmodule sind in den letzten Jahren stark gesunken. Grund dafür ist unter anderem der hohe Wettbewerb auf dem Markt sowie die steigende Produktionskapazität. Mittlerweile ist die Technologie so weit ausgereift, dass die Preise nur noch moderat sinken. Je nach Hersteller und Qualität variieren die Preise der verschiedenen Solarmodule natürlich recht deutlich. Am leichtesten lassen sie sich jedoch anhand der Kosten in Euro pro Wattpeak vergleichen. Aktuell kostet ein Solarmodul für den Privatkunden rund 40 bis 65 Cent pro Wattpeak. Umgerechnet kannst du also bei Standard-Modulen mit einer Leistung von 380 Wattpeak mit etwa 152 Euro rechnen, Premium Module mit 380 Wattpeak von deutschen Herstellern sind dagegen für rund 247 Euro erhältlich.

Das Design:

Solltest du viel Wert auf Ästhetik und Design legen, gibt es neben den Standard-Solarmodulen auch so genannte All-Black-Module. Diese bestechen durch ihre dunkle Folierung mit ihrer schlichten, schwarzen Optik. Allerdings musst du bei der Wahl für das bessere Design kleinere Leistungseinbußen in Kauf nehmen. Das solltest du bei der Auswahl deiner PV-Module bedenken.

Die Produktionsstätte:

Der Großteil der Modelle wird heutzutage in Asien gefertigt, da sich dort meist deutlich höhere Produktionszahlen erzielen. Auf die Qualität der Module hat das in der Regel jedoch keinen Einfluss. Viele Modelle werden immer noch in Deutschland entwickelt und mit deutscher Technologie gefertigt. Zudem müssen die Produkte sämtlichen aktuellen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Interessenten müssen somit keine Sorgen haben, auf die bewährte Qualität „Made in Germany" verzichten zu müssen. Aktuell wächst aber auch der deutsche Markt wieder und immer mehr Hersteller produzieren die Solarmodule in Deutschland.


Solarmodule kaufen


So kannst du dich über Solarmodule informieren

Allgemein lässt sich sagen, dass es nicht das eine passende Modul für alle Photovoltaik-Interessenten gibt. Vielmehr muss für jeden Kunden ganz individuell das passende Modul ermittelt werden. Es kommt immer darauf an, was dir bei der Auswahl der einzelnen Komponenten deiner PV-Anlage wichtig ist.

Neben dem Budget spielen natürlich auch die Größe und Beschaffenheit deines Daches eine entscheidende Rolle bei der Wahl deiner Solarmodule. Der von dir beauftragte Fachbetrieb übernimmt im ersten Schritt bereits eine Vorauswahl durch die von ihm angebotenen Module. Im zweiten Schritt kannst du daraufhin die hier vorgestellten Produkteigenschaften der verschiedenen Solarmodule miteinander vergleichen.

Im zolar Solarmodule-Vergleich erfährst du Genaueres über die von uns angebotenen Solarmodule. Dort haben wir die wichtigsten Eckdaten der verschiedenen Module anschaulich für dich zusammengefasst. Lass dich aber gerne auch ausführlich von unseren zolar Experten beraten. Diese können dir hilfreiche Tipps dazu geben, welches der angebotenen Solarmodule am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Fazit

Du hast während der Auswahl der passenden Solarmodule den Überblick verloren? Kein Problem. Wir haben dir die wichtigsten Tipps für den Kauf deiner Solarmodule zusammengefasst. Vom Wirkungsgrad über das Temperaturverhalten bis hin zur Garantie weißt du jetzt ganz genau, welche Produkteigenschaften du vergleichen musst und wie du dich am besten informieren kannst.

Du möchtest dich zu unserem Solarmodul-Angebot beraten lassen oder dir ein unverbindliches Angebot einholen? Unsere Solarexperten beraten dich individuell.


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