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Solarmodule kaufen – darauf musst du achten

08.10.2021 Tanita Belke Lesezeit 6 Minuten

Das Angebot an Solarmodulen wächst stetig. Unterschiedliche Hersteller, Größen, Zellarten – da verliert man während der Planung einer Photovoltaikanlage gerne mal den Überblick. Wir zeigen dir in diesem Artikel, was du über Solarmodule wissen – und worauf du beim Kauf achten musst.

Solarmodule sind neben dem Wechselrichter zentraler Bestandteil deiner Photovoltaikanlage. Du solltest dich also im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, um das für dich und deine Bedürfnisse passende Modell auszuwählen. Wir erklären dir hier, wie Solarmodule eigentlich funktionieren und nach welchen Kriterien du das passende Modul auswählen kannst.


Das erwartet dich in diesem Artikel:

  1. Aufbau und Funktionsweise von Solarmodulen
  2. Diese Produkteigenschaften solltest du beachten
  3. So kannst du dich über Solarmodule informieren
  4. Fazit


Aufbau und Funktionsweise von Solarmodulen

Solarmodule – auch PV-Module oder Photovoltaikmodule genannt – sind für die Umwandlung der Solarenergie in Strom zuständig. Sie bestehen aus vielen kleinen Solarzellen, die innerhalb des Modulrahmens miteinander verschaltet sind. Allgemein werden dabei drei Zelltypen unterschieden:

  1. Monokristalline Zellen
  2. Polykristalline Zellen
  3. Amorphe Zellen

Heutzutage werden größtenteils die monokristallinen Zellen verwendet, da diese einen wesentlich höheren Wirkungsgrad besitzen als die polykristallinen Zellen. Was der Wirkungsgrad von Solarmodulen aussagt, erklären wir dir im Absatz zu den Produkteigenschaften genauer. Monokristalline Zellen werden aus dem Halbleiter Silizium, welcher aus Quarzsand gewonnen wird, hergestellt. Die wichtigste Eigenschaft dieses Elements ist die hohe Leitfähigkeit bei Energiezufuhr – im Fall der Photovoltaik-Technologie ist diese Energiezufuhr Licht.

Treffen also die elektromagnetischen Strahlen der Sonne – welche aus Photonen bestehen – auf das Silizium der Solarzelle, werden Elektronen innerhalb der Solarzelle gelöst und es entsteht ein Stromfluss. Die frei gewordenen Elektronen werden über feine Metallkontakte auf den Zellen zu den sogenannten Busbars transportiert. Diese Leiterbahnen sammeln die Elektronen und führen den Strom gebündelt aus dem Modul ab. Allgemein gilt dabei: Je mehr Busbars ein Solarmodul besitzt, desto besser können sich die Elektronen verteilen und desto höher ist dadurch die Leitfähigkeit.

Der Nachteil an einer hohen Anzahl von Busbars ist jedoch, dass diese auf der Solarzelle Fläche einnehmen, auf der kein Strom erzeugt werden kann. Deshalb ist es wichtig, den passenden Mittelweg zwischen Leitfähigkeit und Energieerzeugung zu wählen. Aktuell entwickelt sich der Trend trotzdem zu mehr Busbars oder alternativ zu Solarmodulen, bei denen die Busbars auf der Modulrückseite verlegt sind.


Diese Produkteigenschaften solltest du beachten

Bei der Entscheidung für das passende Solarmodul ist die Auswahl häufig bereits von den verschiedenen Fachbetrieben eingegrenzt. Auch wir haben in unserem zolar Online-Konfigurator bereits eine Vorauswahl getroffen, die dir die Entscheidung erleichtern wird. Als weitere Entscheidungshilfe dient die Betrachtung von Produkteigenschaften wie Wirkungsgrad, Temperaturverhalten und Verarbeitung, die deinen Stromertrag maßgeblich beeinflussen werden. Bei der Entscheidungsfindung hilft es also, die verschiedenen Solarmodule in Bezug auf diese und einige weitere Eigenschaften vorab miteinander zu vergleichen. Lass dich zum Thema Solarmodule auch gerne ganz individuell mit Blick auf deine Solarstrom-Erzeugung und -Nutzung von uns beraten.


Unsere Experten beraten dich gerne bei der Wahl der richtigen Solarmodule

Wirkungsgrad:

Den Begriff des Wirkungsgrades haben wir anfangs bereits in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Zellarten genannt. Der Wirkungsgrad stellt eine weitere wichtige Kennzahl bei der Betrachtung von Solarmodulen dar. Er gibt Aufschluss über die Effektivität der Module und beschreibt das Verhältnis von Sonnenlicht zu erzeugter Energie. Allgemein gilt: Je höher der Wirkungsgrad, desto effektiver arbeitet die Solarzelle. So lässt sich an diesem Wert ablesen, wie gut die Solarzelle die als Licht zur Verfügung stehende Energie verwertet. Da der Wirkungsgrad von der Temperatur abhängt, wird dieser bei steigender Temperatur sinken. Aktuell liegt der Wirkungsgrad von monokristallinen Zellen bei ungefähr 20-22 %.

Zelltyp Wirkungsgrad
Monokristallin 20 - 22 %
Polykristallin 15 - 20 %
Amorphes Silizium 8 %

Temperaturverhalten:

Die Bedeutung des Wirkungsgrades von Solarmodulen haben wir dir im vorherigen Absatz bereits erklärt. Und da sich Hitze nennenswert auf diesen auswirkt, solltest du dich bei der Planung deiner PV-Anlage natürlich auch immer über den Temperaturkoeffizienten der verschiedenen Module informieren und diese miteinander vergleichen.


Garantie:

In Bezug auf die Garantie von Solarmodulen solltest du dir zwei Begriffe merken: Produkt- und Leistungsgarantie. Die Produktgarantie schließt Materialschäden, Kosten für Reparaturen sowie – wenn nötig – den Austausch von defekten Solarmodulen ein. Die Leistungsgarantie verspricht dagegen auch nach jahrelangem Betrieb deiner PV-Anlage eine gewisse Mindestleistung. Die übliche Mindestgarantie liegt aktuell bei 10 Jahren Produkt- sowie 20 Jahren Leistungsgarantie. Die von uns angebotenen Module von Trina, Longi und JA Solar besitzen eine Produktgarantie von 12 bis 15 Jahren sowie eine Leistungsgarantie von 20 Jahren. Anbieter wie zum Beispiel LG und Meyer Burger gewährleisten dagegen sogar Produkt- und Leistungsgarantien von 25 bis 30 Jahren.


Kosten eines Solarmoduls:

Während der Planung sind natürlich auch die Kosten für die Solaranlage sowie für die einzelnen Module ausschlaggebend. Die Preise für Solarmodule sind in den letzten Jahren stark gesunken. Grund dafür ist unter anderem der hohe Wettbewerb auf dem Markt sowie die steigende Produktionskapazität. Mittlerweile ist die Technologie so weit ausgereift, dass die Preise nur noch moderat sinken. Je nach Hersteller und Qualität variieren die Preise der verschiedenen Solarmodule natürlich recht deutlich. Am leichtesten lassen sie sich jedoch anhand der Kosten in Euro pro Wattpeak vergleichen. Aktuell kostet ein Solarmodul für den Privatkunden rund 46 bis 75 Cent pro Wattpeak. Umgerechnet kannst du also bei Standard-Modulen mit einer Leistung von 370 Wattpeak mit etwa 175 Euro rechnen, Premium Module mit 400 Wattpeak sind dagegen für rund 300 Euro erhältlich.


Das Design:

Solltest du viel Wert auf Ästhetik und Design legen, gibt es neben den Standard-Solarmodulen auch so genannte All-Black-Module. Diese bestechen durch eine Folierung auf der Rückseite mit ihrer schlichten, schwarzen Optik. Allerdings musst du bei der Wahl für das bessere Design kleinere Leistungseinbußen in Kauf nehmen. Das solltest du bei der Auswahl deiner PV-Module bedenken.


Solarmodule kaufen

So kannst du dich über Solarmodule informieren

Allgemein lässt sich sagen, dass es nicht das eine passende Modul für alle Photovoltaik-Interessenten gibt. Vielmehr muss für jeden Kunden ganz individuell das passende Modul ermittelt werden. Es kommt immer darauf an, was dir bei der Auswahl der einzelnen Komponenten deiner PV-Anlage wichtig ist.

Neben dem Budget spielen natürlich auch die Größe und Beschaffenheit deines Daches eine entscheidende Rolle bei der Wahl deiner Solarmodule. Der von dir beauftragte Fachbetrieb übernimmt im ersten Schritt bereits eine Vorauswahl durch die von ihm angebotenen Module. Im zweiten Schritt kannst du daraufhin die hier vorgestellten Produkteigenschaften der verschiedenen Solarmodule miteinander vergleichen.

Im zolar Solarmodule-Vergleich erfährst du Genaueres über die von uns angebotenen Solarmodule. Dort haben wir die wichtigsten Eckdaten der verschiedenen Module anschaulich für dich zusammengefasst. Lass dich aber gerne auch ausführlich von unseren zolar Experten beraten. Diese können dir hilfreiche Tipps dazu geben, welches der angebotenen Solarmodule am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt.


Fazit

Du hast während der Auswahl der passenden Solarmodule den Überblick verloren? Kein Problem. Wir haben dir die wichtigsten Tipps für den Kauf deiner Solarmodule zusammengefasst. Vom Wirkungsgrad über das Temperaturverhalten bis hin zur Garantie weißt du jetzt ganz genau, welche Produkteigenschaften du vergleichen musst und wie du dich am besten informieren kannst.

Du möchtest dich zu unserem Solarmodul-Angebot beraten lassen oder dir ein unverbindliches Angebot einholen? Unsere Solarexperten beraten dich individuell.


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