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Einfach Strom sparen - 8 Stromspartipps von zolar

29.10.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 8 Minuten

Am 30.10.2019 jährt sich der vor allem bei Kindern beliebte Weltspartag bereits zum 94. Mal. Ins Leben gerufen wurde der Weltspartag einst, um den Spargedanken zu fördern und das Sparen auch in breiteren Bevölkerungsschichten zu etablieren. Heute hat der von den europäischen Sparkassen begangene Feiertag in vielen Gründungsländern an Bedeutung verloren, ist jedoch für die finanzielle Bildung in Schwellen- und Entwicklungsländern immer noch von immenser Bedeutung.

Anlässlich des Weltspartags 2019 möchten wir die Gelegenheit nutzen und die Aufmerksamkeit auf ein auch hierzulande immer wichtiger werdendes Thema lenken. Denn die Frage, wie man Strom sparen und auf diese Weise seine Kosten reduzieren kann, wird aufgrund der steigenden Energiekosten immer wichtiger. Schließlich gilt Deutschland als Land der Häuslebauer. Mehr als 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es hierzulande, Tendenz steigend.

Doch der Traum vom Eigenheim hat nicht nur Vorteile, denn ein großes Haus bringt oftmals auch einen höheren Stromverbrauch mit sich. So verbraucht ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus rund 3.000 bis 4.400 kWh Strom, in einem Ein- oder Zweifamilienhaus erhöht sich dieser Wert jedoch bereits auf 4.100 bis 5.200 kWh. In unserem heutigen Artikel haben wir daher die 8 besten Tipps zum Strom sparen für dich zusammengetragen.

Solaranlage


1. Eine Solaranlage kaufen

Du möchtest Stromkosten sparen? Nichts einfacher als das. Mit der eigenen Photovoltaik-Anlage produzierst du kostengünstigen und umweltfreundlichen Solarstrom, den du anschließend direkt im Haushalt verbrauchen kannst. Pro Kilowattpeak (kWp) installierter Anlagenleistung kannst du dabei mit einer jährlichen Solarstromerzeugung von 900 bis 1.100 kWh rechnen - abhängig von Standort, Ausrichtung und Neigung des Daches.

Durchschnittlich 35 Prozent deines Strombedarfs lassen sich auf diese Weise nur mit einer PV-Anlage decken. Sobald die Sonne scheint, sparst du somit bares Geld, denn die Photovoltaik ist mittlerweile längst zur kostengünstigsten Energiequelle geworden. Lediglich 8 bis 10 Cent kostet dich die erzeugte Kilowattstunde umgerechnet, verglichen zu durchschnittlich 30 Cent aus dem öffentlichen Stromnetz.

Möglich wurde dies durch die steigende Nachfrage und die dadurch sinkenden Preise der Komponenten einer Solaranlage. Da auch die EEG-Einspeisevergütung stark gesunken ist, hat die Photovoltaikanlage als reines Renditeobjekt immer mehr an Bedeutung verloren. Heute ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch das Ziel. Denn je mehr kostengünstigen Solarstrom du erzeugst, desto weniger Strom musst du aus dem öffentlichen Netz beziehen - und sparst somit bares Geld.

Stromspeicher


2. Einen Stromspeicher kaufen

Wenn du eine Solaranlage kaufen möchtest, solltest du daher auf jeden Fall auch den Kauf eines Stromspeichers in Betracht ziehen. Denn ein solcher macht es möglich, den erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. So kannst du auch dann Strom verbrauchen, wenn die Solaranlage keinen produziert - beispielsweise in der Nacht. Dadurch lässt sich dein Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent erhöhen.

Dank einer Solaranlage mit Speicher kann ein Vier-Personen-Haushalt auf diese Weise jährlich bis zu 1.500 Euro sparen. Doch ein PV-Speicher hat noch weitere Vorteile. So sind viele Modelle heutzutage für den Notstrom-Betrieb ausgelegt und können den Betreiber selbst dann mit Strom versorgen, wenn das öffentliche Stromnetz einmal ausfallen sollte. Somit bist du vor temporären Stromausfällen geschützt und sitzt bis zur vollständigen Entladung des Solarspeichers nicht im Dunkeln.

Manche Geräte gehen sogar noch weiter. So sind Stromspeicher mit Inselstrom-Funktion dazu in der Lage, deine Solaranlage vom öffentlichen Stromnetz zu trennen und ein autarkes Hausstromnetz aufzubauen. Auf diese Weise kann deine Solaranlage bei einem Stromausfall weiterhin Solarstrom produzieren, der anschließend von dir verbraucht oder im Stromspeicher gespeichert werden kann. Unabhängiger vom Stromnetz geht es nicht.

Energieeffizienz


3. Energiespargeräte kaufen

Der nächste Schritt zur Stromersparnis ist die Anschaffung von energiesparenden Elektrogeräten. Die größte Strommenge fällt dabei in der Regel beim Kochen, Kühlen und der Unterhaltung an. Geräte wie dein Kühlschrank, Herd oder Wasserkocher sind demnach neben Fernsehern, Computern oder anderen Unterhaltungsgeräten die größten Stromfresser. Nutzt du deinen Strom zur Erzeugung von heißem Wasser, so steigt der Stromverbrauch zusätzlich.

Wenn du nun also Energie sparen möchtest, so solltest du über eine Umrüstung nachdenken. Diese zieht zwar zunächst Investitionskosten nach sich, verspricht dir aber eine hohe Ersparnis in den darauffolgenden Jahren. Möchtest du nicht all deine Elektrogeräte auf einmal austauschen, so achte zumindest darauf, den energieeffizienteren Modellen bei einer Neuanschaffung stets den Vorrang zu geben, da du sonst unnötig Energie verbrauchst.

Achte daher beim Kauf vor allem auf den auf dem Effizienzlabel angegeben Stromverbrauch und vergleiche diesen mit anderen Modellen. Lasse dich dabei nicht von den Effizienzklassen auf deinen Altgeräten in die Irre führen, denn diese haben sich in den letzten Jahren stetig verändert. Vernachlässige den Kaufpreis und wähle lieber ein möglichst energiesparendes Modell. Denn nur so kannst du auf lange Sicht Strom und damit auch Geld sparen.

Stand-By-Modus


4. Vollständige Abschaltung statt Stand-By-Modus

Als Verbraucher ist man es heute gewohnt, dass das Meiste auf Knopfdruck funktioniert. Fernseher, Radio, Unterhaltungselektronik - viele dieser Geräte stehen im Stand-By-Modus dauerhaft unter Strom. Das ist bequem, aber auch teuer. So verbraucht allein dein Fernseher im Stand-By jährlich bis zu 100 kWh Energie, was bei einem Strompreis von 30 Cent bereits 30 Euro entspricht.

Experten raten daher dazu, den Großteil der Geräte vollständig abzuschalten. Was aber tun, wenn der Fernseher, wie heute oftmals üblich, gar keinen Einschaltknopf mehr besitzt? Hier bieten sich schaltbare Steckerleisten an, in denen die Geräte ganz einfach eingestöpselt und auf Knopfdruck vom Stromnetz getrennt werden können. Die Leisten eignen sich somit für alle Geräte, die nicht dauerhaft am Stromnetz hängen müssen.

Alternativ lassen sich selbstverständlich auch die Stromstecker der einzelnen Geräte ziehen. Das ist zwar umständlicher, spart jedoch das Geld für die Anschaffung der Steckerleisten. Egal für welche Option du dich entscheidest, Geld sparst du ohnehin. So geht das Verbraucherportal Verivox davon aus, dass ein Vier-Personen-Haushalt durch die vollständige Abschaltung der Geräte im Durchschnitt mehr als 115 Euro im Jahr sparen kann.

Energiesparlampen


5. Bei der Beleuchtung sparen

Generell solltest du das Licht ausschalten, sobald sich niemand mehr im Raum befindet. Achte jedoch auch darauf, beim Kauf neuer Lampen einen Blick auf das Effizienzlabel zu werfen. In der Regel reichen Lampen mit 6 oder 12 Watt Leistung bereits aus, um ein Zimmer ausreichend auszuleuchten. Greife außerdem zu Energiesparlampen oder LEDs, die eine hohe Leuchtstärke bei geringem Stromverbrauch aufweisen.

Um die Stromkosten weiter zu reduzieren, solltest du in deinem Treppenhaus zudem über die Anbringung einer Abschaltautomatik nachdenken. Ein weiterer Punkt, den viele Eigenheimbesitzer vernachlässigen, ist die Wahl der Wandfarbe. Achte hier jedoch darauf, einen möglichst hellen Wandanstrich zu wählen, da das Licht so besser reflektiert wird als bei dunklen Wänden. Auf diese Weise kannst du deinen Sparerfolg zusätzlich erhöhen.

Kühlschrank


6. Kühl- und Gefrierschränke richtig betreiben

Kühl- und Gefrierschränke zählen zu den größten Stromfressern in einem jeden Haushalt. Um die Leistung der Geräte nicht noch negativ zu beeinflussen, solltest du diese entsprechend betreiben und pflegen. Lasse die Geräte nicht zu lange offen stehen und stelle weder warme Speisen noch Getränke in die Geräte. Dies führt zur Bildung von Wasser und Eis, welche den Energieverbrauch der Geräte in die Höhe treiben.

Aus diesem Grund empfiehlt sich ein regelmäßiges Abtauen der Geräte, damit diese so sparsam wie möglich laufen. Achte in diesem Zusammenhang auch darauf, deinen Kühlschrank niemals in der Nähe von Geräten aufzustellen, die Wärme abstrahlen. Dadurch könnte das Gerät beim Erreichen der Kühlleistung behindert werden, was sich negativ auf den Stromverbrauch auswirken würde.

Photovoltaikanlage


7. Beim Kochen und Backen Strom sparen

Auch beim Backen und Kochen gibt es einige Dinge zu beachten, die sich auf deinen Energieverbrauch auswirken können. So solltest du beim Kochen zunächst die richtigen Töpfe wählen. Achte darauf, dass diese exakt auf die entsprechenden Kochplatten passen und der Deckel stets fest verschlossen bleibt. Ohne Deckel strömt ein großer Teil der erzeugten Wärme aus dem Topf heraus, wodurch sich der Stromverbrauch um rund ein Drittel erhöht.

Des Weiteren solltest du die Kochplatten bereits einige Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten. Die Restwärme der Platte hält noch einige Zeit an und kann so ohne weiteren Stromverbrauch mitgenutzt werden. Dieser Tipp gilt dabei auch beim Backen: Schalte den Backofen knapp 10 Minuten vor dem Ende ab und verzichte auf das Vorheizen, um bares Geld zu sparen.

Übrigens: Die Annahme, dass der Backofen vorgeheizt werden muss, ist zwar weit verbreitet, aber in den meisten Fällen falsch. Denn die Zeitersparnis fällt in der Regel nur minimal aus, die Energieverschwendung ist dafür umso größer. Nur in wenigen Ausnahmefällen wie bei Bisquit- und Brandteig oder aber Soufflés ist ein Vorheizen vonnöten, die meisten anderen Gerichten lassen sich jedoch problemlos ohne Vorheizen in den Ofen schieben. Auf diese Weise kannst du bis zu 20 Prozent Energie sparen.

PV-Anlage


8. Waschmaschine und Geschirrspüler richtig betreiben

Auch die Waschmaschine und der Geschirrspüler können deinen Stromverbrauch erhöhen. Oberste Regel ist daher: Achte stets darauf, die Geräte immer vollständig zu beladen und wähle - wenn vorhanden - das Energiesparprogramm. Besitzt du eine thermische Solaranlage, so solltest du die Waschmaschine an diese anschließen. Dadurch muss diese weniger Wasser aufheizen und verbraucht entsprechend weniger Energie.

Je niedriger die Waschtemperatur ist, desto niedriger fällt auch der Stromverbrauch aus. Achte daher darauf, eine niedrigere Temperatur zu wählen und die Vorwäsche auszuschalten, um einen unnötigen Energieverbrauch zu verhindern. Moderne Waschmittel sind in der Regel auf die Nutzung bei niedrigen Temperaturen ausgelegt, sodass die klassische 60 Grad-Wäsche längst nicht mehr notwendig ist.

zolar


Fazit

Die hier vorgestellten Tipps sollen dir dabei helfen, ein Bewusstsein für deinen eigenen Energieverbrauch zu entwickeln und auf diese Weise Stromkosten zu sparen. Dabei handelt es sich lediglich um eine Auswahl, die Möglichkeiten zur Energieersparnis sind vielfältig. Mache dir einmal selbst Gedanken darüber, wann und wie du Energie verbrauchst. Vielleicht fallen dir weitere Einsparpotenziale auf.

Eine Solaranlage ist dabei oftmals der erste Schritt in Richtung Ersparnis. Denn durch die Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms musst du weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen und sparst dadurch bares Geld. Mit einem zusätzlichen Stromspeicher lassen sich bis zu 80 Prozent und mehr deines Strombedarfs decken. Durch den möglichst hohen Eigenverbrauch als Ziel kann Energieverschwendung da sogar richtig Spaß machen.

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Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.