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Tesla Powerwall Testbericht-Update: unsere Erfahrungen

20.04.2020 zolar Lesezeit 8 Minuten

Seit unserem letzten Testbericht zur Tesla Powerwall hat der US-Hersteller, der sich in der Tech-Szene zunächst mit luxuriösen E-Autos einen Namen gemacht hat, einige Neuerungen an seinem Stromspeicher-Modell vorgenommen.

Seit dem erstmaligen Erscheinen des Speicher-Modells aus dem Hause Tesla im Jahr 2017 und dem Überwinden anfänglicher Lieferschwierigkeiten, mehren sich zudem Nachfrage und Erfahrungsberichte in Bezug auf die Powerwall. In unserem heutigen Artikel schildern wir unseren Gesamteindruck vom Gerät – von der Funktionstüchtigkeit über die Installation bis hin zum Monitoring und den Preis für den Batteriespeicher von Tesla.

Zunächst beginnen wir mit dem Datenblatt:

Typ: Lithium-Ionen-Batterie
Speicherkapazität (brutto): 14 kWh
Speicherkapazität (netto): 13,5 kWh
Ladeleistung: 4,6 kW
Anschluss: AC-seitig
Batteriewechselrichter: 1-phasig, integriert
Gesamtwirkungsgrad: 90,0%
Gewicht: 114 kg
Montage: Boden oder Wand
Installation: Außen- und Innenbereich
Abmessungen (in cm): 115 x 75 x 15

1. Die Verfügbarkeit

Nach anfänglichen Lieferengpässen, die durch die E-Auto-Produktion des Tesla Model 3 sowie die große Nachfrage nach Elektroautos in den USA entstanden waren, ist die Tesla Powerwall seit 2019 konstant verfügbar und kann innerhalb kürzester Zeit ausgeliefert werden. Dadurch ist mittlerweile eine flächendeckende Installation des Stromspeichers in Deutschland gewährt.

Unser Fazit zur Verfügbarkeit: Gut.

2. Die Installation

Aufgrund ihres Gewichts von 114 kg sind für den Transport, das Aufstellen sowie das eventuelle Anbringen an der Wand zwei bis drei Personen nötig. Da sich die meisten Solaranlagenbesitzer für die Installation des Speichers im Keller entscheiden, müssen dabei zunächst einige Treppen überwunden werden. Aufgrund des hohen Gewichts kann dies längere Zeit in Anspruch nehmen. Bei einem ebenerdigen Anschlussraum ist der Transport zum Bestimmungsort weniger schweißtreibend und aufwendig.

Die Powerwall lässt sich sowohl an der Wand hängend als auch als Bodenmontage installieren. Durch das kompakte und ansprechende Design ist sie eine tolle Ergänzung im Haus. Sie sollte in unmittelbarer Umgebung zum Zählerschrank installiert werden, damit Kabelwege reduziert und so die Installationskosten niedrig gehalten werden.

Bei der Elektroinstallation kann durch das neue, verbesserte Gateway die PV-Anlage direkt im Gateway angeschlossen werden und damit der erzeugte Solarstrom direkt von der Powerwall gemessen werden. Dadurch wird Platz im Zählerschrank gespart und ein zusätzlicher Stromkasten ist unnötig.
Unser Fazit zur Installation: Relativ einfach.

3. Die Kapazität

Die Tesla Powerwall hat eine Netto-Kapazität von 13,5 kWh mit einer Entladetiefe von 100%. Damit ist der Speicher für die meisten deutschen Haushalte ziemlich groß dimensioniert. Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Tesla als US-Hersteller die Größe seines Speichers auf einen höheren Stromverbrauch ausgelegt hat. US-Amerikaner haben einen circa zwei- bis dreimal so großen Energieverbrauch als die Deutschen.

Aber auch in Deutschland ist diese Speichergröße insbesondere für Häuser mit hohen Stromverbräuchen (ab 5.000 kWh) durchaus sinnvoll. Insbesondere dann, wenn die Anschaffung eines E-Autos, egal welchen Herstellers, geplant ist, sollten Speicher und Solaranlage besser etwas größer dimensioniert sein.
Unser Fazit zur Kapazität: Besonders für Häuser mit großem oder steigendem Stromverbrauch geeignet.

4. Der Preis

Der online genannte Preis für die Tesla Powerwall verspricht hohe Leistung zu vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten. Darin enthalten sind 7.200 Euro für den Stromspeicher sowie rund 1.600 Euro für „unterstützende Hardware“. Letztere setzt sich aus dem Gateway und zwei Neurio-Metern zusammen. Hinzu kommen noch Installationskosten.

So gut der niedrige Preis zunächst auch klingt – in der Realität liegt der Gesamtpreis demnach deutlich höher. Insbesondere das hohe Gewicht erfordert mehr Arbeitsaufwand für die Montage der Tesla Powerwall als dies bei herkömmlichen Stromspeichern der Fall ist. Abhängig von den technischen Begebenheiten vor Ort, dem Zählerschrank und dem Einbauort ist mit einem Gesamtpreis für die Powerwall zwischen 10.500 Euro und 11.500 Euro (inkl. MwSt.) zu rechnen.

Unser Fazit zum Preis: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für einen Stromspeicher.

5. Die Funktionstüchtigkeit

Selbst wenn der Preis des Stromspeichers für viele Solaranlagenbesitzer den Ausschlag gibt - für welchen Hersteller sie sich letztlich entscheiden, um den Ertrag ihrer PV-Anlage noch besser im Haushalt zu nutzen, hängt auch davon ab, welche Leistung der Speicher erbringt.

So funktionieren die installierten Powerwalls in der Regel problemlos und bringen die Leistung, die Tesla verspricht. Die Geräuschemissionen, die einige Betreiber an der ersten Powerwall-Generation gestört haben, wurden beseitigt und pendeln sich bei der neuesten Powerwall in etwa bei Kühlschrank-Lautstärke ein. Auch das Betriebssystem lässt sich mittlerweile auf Deutsch bedienen, was das Nutzererlebnis für viele Solaranlagenbetreiber noch einfacher und intuitiver machen dürfte.

Entgegen der Ankündigung Teslas, dass die Kommunikation zwischen Neurio-Metern, Backup Gateway und der Powerwall per Funkverbindung möglich sei, wird diese jedoch weiterhin mit Hilfe eines Datenkabels realisiert. Dadurch können mögliche Störfaktoren bei anderen Funkverbindungen im Haushalt weitestgehend umgangen werden.

Unser Fazit zur Funktionstüchtigkeit: Gut.


Tesla Theoretisch kann das Stromspeicher-Modell aus dem Hause Tesla auch in Wohnräumen installiert werden

6. Der Reservestrom

Die Tesla Powerwall verfügt über eine Funktion, die bei Netzausfall temporär Reservestrom zur Verfügung stellt. Die Betonung hierbei liegt auf Reservestrom und nicht Notstrom.

Im Reservestrom können einzelne Verbraucher wie Handys, Computer & Co. weiterhin mit Strom aus der Powerwall versorgt werden. Dabei kann eine Stromphase, zum Beispiel die Phase für den Keller des Hauses, mit Reservestrom versorgt werden.

Jedoch ist es nicht möglich, mit Reservestrom-Funktion bei Netzausfall weiterhin Verbraucher mit viel Leistung oder dreiphasige Verbraucher, wie zum Beispiel die Heizung, Wärmepumpe oder den Elektroherd, zu versorgen. Auch kann die Powerwall bei Netzausfall nur durch Solaranlagen bis 5 kWp Leistung (einphasig) nachgeladen werden. Bei Anlagen größer als 5 kWp (dreiphasig) kann die Powerwall nicht durch den Solarstrom nachgeladen werden bzw. der erzeugte Strom kann nicht das Haus versorgen. Die Reservestrom-Funktion erhöht den Aufwand bei der elektrischen Installation des Speichers.

Wer das komplette Haus auch bei Netzausfall mit Solarstrom vom Dach und aus der Batterie versorgen will, der sollte besser einen Stromspeicher mit Notstromfunktion wählen. Dabei kann das komplette Haus inklusive sämtlicher Verbraucher, zum Beispiel eine Heizung oder Wärmepumpe, weiter mit Strom versorgt werden. Bei den meisten Speichern mit Notstromfunktion kann die Solaranlage zudem das Haus versorgen und den Speicher nachladen. Hier empfiehlt sich eher der E3/DC S10 E Pro.

Unser Fazit zum Reservestrom: Für echten Notstrom gibt es technisch bessere Geräte.

7. Die Integration

Wer möchte nicht gerne wissen, wie gut die eigene Solaranlage und der Stromspeicher tatsächlich funktionieren, d.h. wie viel Ertrag sie erbringen? Tesla hat den Trend zum Monitoring – zwar etwas spät, aber immerhin – nun auch im Heimsegment erkannt und eine App auf den Markt gebracht, mit der das Tracking der Speicher-Leistung möglich ist. Wie man es von Tesla gewohnt ist, spielen insbesondere Eleganz, Design und Einfachheit eine wichtige Rolle, sodass die wichtigsten Kenndaten auf Anhieb erkennbar sind.

Ein Plus für alle Tesla-Autobesitzer: Tesla zeigt in der gleichen Tesla-App den Status für Tesla Fahrzeug und Powerwall an. Die Tesla-App lässt sich jedoch nicht mit weiteren Wechselrichtern, Ladesäulen, Wärmepumpen oder zusätzlichen Verbrauchern verbinden, wie es das Monitoring von Systemen wie SolarEdge und SMA erlaubt.

Unser Fazit zur Integration: Intuitiv und übersichtlich, aber weniger detailreich als bei der Konkurrenz.

8. Das Aussehen

Attraktivität liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das Aussehen des Gateways in der Einführungsphase 2017 zu wünschen übriggelassen hat. Inzwischen hat sich der US-Hersteller auf seinen Ruf als Anbieter von optisch ansprechenden Produkten zurückbesinnt. Sowohl die Tesla Powerwall als auch das Gateway kommen nun im selben edlen und platzsparenden Design daher, das die Verbraucher von Tesla kennen und auch erwarten.

Unser (subjektives) Design-Fazit: Sehr gut.

Speicher Simulation: So sieht die Powerwall im Inneren aus (Bild: Tesla)

9. Innenmontage vs. Außenmontage

Der Speicher kann draußen und drinnen montiert werden. Mit einem Temperaturbereich von -20 bis +50° C ist er sämtlichen Temperaturschwankungen in Deutschland gewachsen. Jedoch sollte man bedenken, dass die Leistungsfähigkeit des Akkus bei niedrigen oder hohen Temperaturen beeinträchtigt ist und er dann nicht seine volle Leistung bringen kann.

So kann zum Beispiel bei sehr niedrigen Temperaturen im Winter der Speicher schneller leer sein. Daher empfehlen wir eine Montage in einem frostfreien Raum, Keller oder Hausanschlussraum in unmittelbarer Nähe zum Zählerschrank. Somit wird nicht nur die Leistungsfähigkeit der Batterie gesteigert, sondern auch die Montagekosten niedrig gehalten.

Unser Fazit zur Montage: Besser im Innenraum installieren lassen.

Tesla Powerwall: Gesamtfazit und Zusammenfassung

Vorteile Nachteile
+ Gute Verfügbarkeit - Preis deutlich höher als von Tesla anfänglich veranschlagt
+ Unkomplizierte technische Einrichtung und Inbetriebnahme - Insbesondere wandseitige Montage und Installation wegen des Gewichts anspruchsvoll
+ Hohe Netto-Kapazität mit 13,5 kWh, die sich für E-Autos eignet - Nicht ideal für niedrige Stromverbräuche
+ Reibungsloser Betrieb, geringe Geräuschemission, Monitoring von Powerwall und Tesla-Auto in derselben App möglich - keine Integration mit anderen Wechselrichtern, Wärmepumpen etc. möglich
+ Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - Bietet keine komplette Notstrom-Lösung
+ Hochwertiges Design von Powerwall und Gateway -

Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2017 ist die Nachfrage nach der Tesla Powerwall stetig gestiegen. zolar hat die ersten Speicher bereits im September 2017 installiert. Seitdem hat sich der US-Hersteller das Feedback und die Erfahrung zur Tesla Powerwall von Kunden und Installateuren gleichermaßen zu Herzen genommen und seinen Batteriespeicher in verschiedenen Bereichen technisch weiterentwickelt.

In unserem heutigen Blogbeitrag haben wir deshalb unsere Erfahrungen mit dem technisch überarbeiteten Modell sowie den Preisen für die Powerwall geschildert. Vor allem beim Design sowie bei der Integration und im Monitoring hat Tesla sich und Kunden einen Gefallen getan. Zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis können sich Interessenten damit einen gut aussehenden Stromspeicher in den Keller, die Garage oder auch in die Wohnräume hängen.

Wer einen geringeren Stromverbrauch hat und Wert auf das komplette Monitoring des eigenen Solarsystems legt, welches Wechselrichter, Wallbox & Co. berücksichtigt, oder sich für eine Notstromlösung und noch mehr Unabhängigkeit interessiert, der fährt mit Solarlösungen von SolarEdge, Kostal oder E3/DC besser.

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