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Tesla Powerwall Stromspeicher: Test und Erfahrungen

Seit unserem letzten Testbericht zur Tesla Powerwall hat der US-Hersteller, der sich in der Tech-Szene zunächst mit luxuriösen E-Autos einen Namen gemacht hat, einige Neuerungen an seinem Stromspeicher-Modell vorgenommen.

Seit dem erstmaligen Erscheinen des Speicher-Modells aus dem Hause Tesla im Jahr 2017 und dem Überwinden anfänglicher Lieferschwierigkeiten, mehren sich aktuell Nachfrage und Erfahrungsberichte in Bezug auf die Powerwall. In unserem heutigen Artikel schildern wir unseren Gesamteindruck von der Tesla Powerwall und stellen dir geeignete Alternativen aus dem zolar Produkt-Portfolio vor. Denn gerade in Bezug auf die Preisgestaltung und die Notstrom-Fähigkeit sehen wir bei der Tesla Powerwall noch Verbesserungsbedarf.


| Tanita Belke | 9 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Zunächst beginnen wir mit dem Datenblatt der Tesla Powerwall:

ProduktmerkmalWert
TypLithium-Ionen-Batterie
Speicherkapazität (brutto)14 kWh
Speicherkapazität (netto)13,5 kWh
Ladeleistung4,6 kW
AnschlussAC-seitig
Batteriewechselrichter1-phasig, integriert
Wirkungsgrad90 Prozent
Gewicht114 kg
MontageBoden oder Wand
InstallationAußen- und Innenbereich
Abmessungen (in mm)1.150 x 753 x 147

Die Verfügbarkeit

Nach anfänglichen Lieferengpässen, die durch die E-Auto-Produktion des Tesla Model 3 sowie die große Nachfrage nach Elektroautos in den USA entstanden waren, ist die Tesla Powerwall seit 2019 konstant verfügbar. Dadurch ist mittlerweile eine flächendeckende Installation des Stromspeichers in Deutschland gewährt.

Unser Fazit zur Verfügbarkeit: Gut.

Tesla Powerwall
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Die Installation

Aufgrund ihres Gewichts von 114 kg sind für den Transport, das Aufstellen sowie das eventuelle Anbringen an der Wand zwei bis drei Personen nötig. Da sich die meisten Solaranlagenbesitzer für die Installation des Speichers im Keller entscheiden, müssen dabei zunächst einige Treppen überwunden werden. Aufgrund des hohen Gewichts kann dies längere Zeit in Anspruch nehmen. Bei einem ebenerdigen Anschlussraum ist der Transport zum Bestimmungsort weniger schweißtreibend und aufwendig.

Die Powerwall lässt sich sowohl an der Wand hängend als auch als Bodenmontage installieren. Durch das kompakte und ansprechende Design ist sie eine tolle Ergänzung im Haus. Sie sollte in unmittelbarer Umgebung zum Zählerschrank installiert werden, damit Kabelwege reduziert und so die Installationskosten niedrig gehalten werden.

Bei der Elektroinstallation kann durch das neue, verbesserte Gateway die PV-Anlage direkt im Gateway angeschlossen werden und damit der erzeugte Solarstrom direkt von der Powerwall gemessen werden. Für das mindestens 400x600 mm große Gateway wird jedoch zusätzlicher Platz an der Wand benötigt, der unbedingt mit eingeplant werden sollte. Vorteilhaft an der Installation des Gateways ist, dass Platz im Zählerschrank gespart wird und kein zusätzlicher Stromkasten nötig ist.

Unser Fazit zur Installation: Der Transport des Geräts an die richtige Stelle erfordert viel Kraft, die Installation selbst unkompliziert.

Die Kapazität

Die Tesla Powerwall hat eine Netto-Kapazität von 13,5 kWh. Damit ist der Speicher für die meisten deutschen Haushalte ziemlich groß dimensioniert. Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Tesla als US-Hersteller die Größe seines Speichers auf einen höheren Stromverbrauch ausgelegt hat. US-Amerikaner haben einen circa zwei- bis dreimal so großen Energieverbrauch als die Deutschen.

Aber auch in Deutschland ist diese Speichergröße insbesondere für Häuser mit hohen Stromverbräuchen (ab 5.000 kWh) durchaus sinnvoll. Insbesondere dann, wenn die Anschaffung eines E-Autos, egal welchen Herstellers, geplant ist und genug Platz auf dem Dach vorhanden ist, sollten Speicher und Solaranlage besser etwas größer dimensioniert sein.

Unser Fazit zur Kapazität: Besonders für Häuser mit großem oder steigendem Stromverbrauch geeignet.

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Der Preis

Der Gesamtpreis der Tesla Powerwall fällt – im Gegensatz zu ähnlichen Stromspeichern auf dem Markt – relativ hoch aus. Insbesondere das hohe Gewicht erfordert mehr Arbeitsaufwand für die Montage als dies bei vergleichbaren Stromspeichern der Fall ist. Abhängig von den technischen Begebenheiten vor Ort, dem Zählerschrank und dem Einbauort ist mit einem Gesamtpreis für die Powerwall von rund 14.800 Euro (inkl. MwSt.) zu rechnen. Unsere Alternative dazu stellt eine BYD-KOSTAL-Anlage dar, welche mit 0,7 kWh weniger Kapazität rund 4.000 Euro weniger kostet als das Speicher-Modell von Tesla.

Unser Fazit zum Preis: Verglichen mit Stromspeichern anderer Hersteller fällt der Preis für die Tesla Powerwall eher hoch aus.

Die Funktionstüchtigkeit

Selbst wenn der Preis des Stromspeichers für viele Solaranlagenbesitzer den Ausschlag gibt – für welchen Hersteller sie sich letztlich entscheiden, um den Ertrag ihrer PV-Anlage noch besser im Haushalt zu nutzen, hängt auch davon ab, welche Leistung der Speicher erbringt.

So funktionieren die installierten Powerwalls in der Regel problemlos und bringen die Leistung, die Tesla verspricht. Die Geräuschemissionen, die einige Betreiber an der ersten Powerwall-Generation gestört haben, wurden beseitigt und pendeln sich bei der neuesten Powerwall in etwa bei Kühlschrank-Lautstärke ein. Auch das Betriebssystem lässt sich mittlerweile auf Deutsch bedienen, was das Nutzererlebnis für viele Solaranlagenbetreiber noch einfacher und intuitiver machen dürfte.

Entgegen der Ankündigung Teslas, dass die Kommunikation zwischen Neurio-Metern, Backup Gateway und der Powerwall per Funkverbindung möglich sei, wird diese jedoch weiterhin mit Hilfe eines Datenkabels realisiert. Dadurch können mögliche Störfaktoren bei anderen Funkverbindungen im Haushalt weitestgehend umgangen werden.

Unser Fazit zur Funktionstüchtigkeit: Gut.

Tesla Powerwall im Test von zolar

Der Reservestrom

Die Tesla Powerwall verfügt über eine Funktion, die bei Netzausfall temporär Reservestrom zur Verfügung stellt. Die Betonung hierbei liegt auf Reservestrom und nicht Notstrom.

Im Reservestrom können einzelne Verbraucher wie Handys, Computer und Co. weiterhin mit Strom aus der Powerwall versorgt werden. Dabei kann eine Stromphase, zum Beispiel die Phase für den Keller des Hauses, mit Reservestrom versorgt werden.

Jedoch ist es nicht möglich, mit Reservestrom-Funktion bei Netzausfall weiterhin Verbraucher mit viel Leistung oder dreiphasige Verbraucher, wie zum Beispiel die Heizung, Wärmepumpe oder den Elektroherd, zu versorgen. Auch kann die Powerwall bei Netzausfall nur durch Solaranlagen bis 5 kWp Leistung (einphasig) nachgeladen werden.

Bei Anlagen größer als 5 kWp (dreiphasig) kann die Powerwall nicht durch den Solarstrom nachgeladen werden bzw. der erzeugte Strom kann nicht das Haus versorgen. Die Reservestrom-Funktion erhöht außerdem den Aufwand bei der elektrischen Installation des Speichers.

Wer das komplette Haus auch bei Netzausfall mit Solarstrom vom Dach und aus der Batterie versorgen will, der sollte besser einen Stromspeicher mit Notstromfunktion wählen. Dabei kann das komplette Haus inklusive sämtlicher Verbraucher, zum Beispiel eine Heizung oder Wärmepumpe, weiter mit Strom versorgt werden

Unser Fazit zum Reservestrom: Für echten Notstrom gibt es technisch bessere Geräte.

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Die Integration

Wer möchte nicht gerne wissen, wie gut die eigene Solaranlage und der Stromspeicher tatsächlich gemeinsam funktionieren, d.h. wie viel Ertrag sie erbringen? Tesla hat den Trend zum Monitoring nun auch im Heimsegment erkannt und eine App auf den Markt gebracht, mit der das Tracking der Speicher-Leistung möglich ist. Wie man es von Tesla gewohnt ist, spielen insbesondere Eleganz und Design auch hier eine wichtige Rolle, sodass die wichtigsten Kenndaten auf Anhieb erkennbar sind.

Ein Plus für alle Tesla-Autobesitzer: Tesla zeigt in der gleichen Tesla-App den Status für Tesla Fahrzeug und Powerwall an. Die Tesla-App lässt sich jedoch nicht mit weiteren Wechselrichtern, Ladesäulen, Wärmepumpen oder zusätzlichen Verbrauchern verbinden, wie es das Monitoring von Systemen wie SMA erlaubt.

Unser Fazit zur Integration: Intuitiv und übersichtlich, aber weniger detailreich als bei Anbietern wie SMA, welche im Gegensatz zu Tesla bereits alle Verbraucher abbilden können.

Das Aussehen

Attraktivität liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das Aussehen des Gateways in der Einführungsphase 2017 zu wünschen übriggelassen hat. Inzwischen hat sich der US-Hersteller auf seinen Ruf als Anbieter von optisch ansprechenden Produkten zurückbesonnen. Sowohl die Tesla Powerwall als auch das Gateway kommen nun im selben edlen Design daher, das die Verbraucher von Tesla kennen und auch erwarten.

Unser (subjektives) Design-Fazit: Sehr gut.

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Innenmontage vs. Außenmontage

So kann zum Beispiel bei sehr niedrigen Temperaturen im Winter der Speicher schneller leer sein. Daher empfehlen wir eine Montage in einem frostfreien Raum, Keller oder Hausanschlussraum in unmittelbarer Nähe zum Zählerschrank. Somit wird nicht nur die Leistungsfähigkeit der Batterie gesteigert, sondern auch die Montagekosten niedrig gehalten.

Unser Fazit zur Montage: Besser im Innenraum installieren lassen.

Gesamtfazit und Zusammenfassung

VorteileNachteile
+ Gute Verfügbarkeit- Preis deutlich höher als von Tesla anfänglich veranschlagt; preislich überzeugt die Kombination aus BYD und KOSTAL deutlich
+ Unkomplizierte technische Einrichtung und Inbetriebnahme- Insbesondere wandseitige Montage und Installation wegen des Gewichts anspruchsvoll
+ Hohe Netto-Kapazität mit 13,5 kWh, die sich für E-Autos eignet- Nicht ideal für niedrige Stromverbräuche
+ Reibungsloser Betrieb, geringe Geräuschemission, Monitoring von Powerwall und Tesla-Auto in derselben App möglich- keine Integration mit anderen Wechselrichtern, Wärmepumpen oder anderen Komponenten möglich
+ Hochwertiges Design von Powerwall und Gateway- Bietet keine komplette Notstrom-Lösung

Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2017 ist die Nachfrage nach der Tesla Powerwall stetig gestiegen. Seitdem hat sich der US-Hersteller das Feedback und die Erfahrung zur Tesla Powerwall von Kunden und Installateuren gleichermaßen zu Herzen genommen und seinen Batteriespeicher in verschiedenen Bereichen technisch weiterentwickelt.

In unserem heutigen Blogbeitrag haben wir deshalb unsere Erfahrungen mit dem technisch überarbeiteten Modell sowie den Preisen für die Powerwall geschildert. Vor allem beim Design sowie bei der Integration und im Monitoring hat Tesla sich und Kunden einen Gefallen getan.

Wer einen geringeren Stromverbrauch hat und Wert auf das komplette Monitoring des eigenen Solarsystems legt, welches Wechselrichter, Wallbox und Co. berücksichtigt, für den eignen sich alternative Solarlösungen von KOSTAL besser. Diese bieten darüber hinaus eine bessere Notstromlösung und damit mehr Unabhängigkeit. Diese Speicher werden für zolar Neukunden nur im Solaranlagen-Komplettpaket angeboten, eine Nachrüstung der Speicher für Neukunden ist nicht möglich.

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