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Photovoltaik-Förderung Baden-Württemberg

05.03.2018 zolar Lesezeit 7 Minuten

Aktualisiert am 04.01.2021: Fortsetzung der Förderung netzdienlicher PV-Speicher

Wichtiger Hinweis: Baden-Württemberg startet in die zweite Runde des Förderprogramms. Voraussetzung ist eine Zustimmung des Finanzausschusses - wird die Fortsetzung bewilligt, sollen für den Zeitraum vom 1. März 2021 bis maximal 31. Dezember 2022 erneute 10 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt werden. Weitere Informationen zur Fortsetzung des Förderprogramms und der Antragstellung sollen Ende Februar 2021 veröffentlicht werden. Wir halten dich auf dem Laufenden!

Baden-Württemberg

Die Förderung von „netzdienlichen Photovoltaik-Batteriespeichern"


Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg möchte den Bau von zusätzlichen Photovoltaik-Anlagen anreizen und dabei die Belastung der Verteilnetze senken. Mit dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" werden daher zukünftig Investitionen in stationäre Stromspeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden PV-Anlage gefördert. Dabei kann es sich um zwei Arten von Stromspeichern handeln:

  1. Einen „Heimspeicher", der in Verbindung mit einer PV-Anlage von bis zu 30 kWp Leistung installiert wird.
  2. Einen „Gewerbespeicher", der in Verbindung mit einer PV-Anlage von mehr als 30 kWp Leistung installiert wird.


Gefördert werden dabei sowohl natürliche wie juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts, als auch rechtsfähige Personengesellschaften, die den mit einer PV-Anlage erzeugten Strom vollständig oder aber teilweise einspeisen.

Stromspeicher


Voraussetzungen hierfür sind:

Es wird nur jeweils ein Batteriespeichersystem gefördert. Weiter kann die Förderung nur dann gewährt werden, wenn das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt.


Weitere technische Anforderungen sind:

  1. Die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage am Netzanschlusspunkt beträgt bei PV-Anlagen mit

    a) bis zu 30 kWp Leistung 50% und

    b) mehr als 30 kWp Leistung 60% der installierten Leistung der PV-Anlage.

  2. Die Wechselrichter verfügen über geeignete und offen gelegte Schnittstellen zur Fernparametrierung und Fernsteuerung, der der Anlagenbetreiber zustimmen muss.

  3. Die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme existierenden gültigen Anwendungsregeln und Netzanschlussrichtlinien für Batteriespeicher sind einzuhalten.

  4. Die elektronischen Schnittstellen des Batteriemanagementsystems und die verwendeten Protokolle sind offenzulegen.

  5. Für die Batterien des Batteriespeichersystems liegt eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren vor.

  6. Der sichere Betrieb des Batteriespeichersystems und der Batterie ist durch die Einhaltung entsprechender Normen zu gewährleisten und die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen sowie nachzuweisen.

Solaranlage


Die Förderungsbedingung seit dem 01.02.2019

Das Land Baden-Württemberg erweitert sein Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher". Die Erweiterung setzt sich dabei aus 6 Punkten zusammen:


1. Verknüpfung mit Elektromobilität

Wenn du in deinem Haus einen „netzdienlichen/lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkt", kurz: eine Elektro-Ladesäule, installieren möchtest, so erhältst du hierfür zukünftig einen Bonus in Höhe von 500 Euro.


2. Photovoltaik-Anlagen von 10 - 14 kWp

Wenn du dich für den Kauf einer Solaranlage mit 10 bis 14 kWp installierter Nennleistung entscheidest, so erhältst du zukünftig 400 Euro zusätzlich.


3. Prognosebasiertes Managementsystem

Der bisherige Bonus für prognosebasierte Batteriemanagementsysteme entfällt. Stattdessen ist ein solches prognosebasiertes Batteriemanagementsystem zukünftig Fördervoraussetzung für Vorhaben mit Solaranlagen mit einer installierten Nennleistung von bis zu 10 kWp.


4. Mindestinstallationsverhältnis

Die Förderung erfolgt zukünftig „bis zum Faktor 1,2". Das heißt, dass der Einbau eines größeren Speichers zukünftig erlaubt ist. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird jedoch nicht gefördert.


5. Fördernehmer

Zukünftig können auch Landwirte, also „Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind", von der Förderung für Stromspeicher profitieren.


6. Wirkleistungsbegrenzung

Ist deine Solaranlage mit einer technischen Einrichtung zur Fernsteuerbarkeit ausgestattet (§ 9 Abs. 1 S. 1 Nr.1 EEG), entfällt für dich die bisherige Wirkleistungsbegrenzung auf 60 Prozent der installierten Leistung (für PV-Anlagen > 30 kWp) bzw. auf 50 Prozent der installierten Leistung (für PV-Anlagen < 30 kWp). Für Photovoltaik-Anlagen, die über keine solche technische Einrichtung zur Fernsteuerbarkeit verfügen, gilt die bisherige Wirkleistungsbegrenzung jedoch weiterhin.

Förderung


Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird pro Batteriespeicher in Euro je Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers als Investitionszuschuss gewährt, ist aber auf maximal 30% der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems begrenzt.


Die Höhe der Förderung beträgt:

1. Für Stromspeicher mit PV-Anlage mit bis zu 30 kWp

2018:

300 Euro / kWh, minimale Förderhöhe: 600 Euro, maximale Förderhöhe: 7.500 Euro

2019:

200 Euro / kWh, minimale Förderhöhe: 400 Euro, maximale Förderhöhe 5.000 Euro

2. Für Stromspeicher mit PV-Anlage mit mehr als 30 kWp

2018:

400 Euro / kWh, minimale Förderhöhe: 7.500 Euro, maximale Förderhöhe: 60.000 Euro

2019:

300 Euro / kWh, minimale Förderhöhe: 5.000 Euro, maximale Förderhöhe: 45.000 Euro

Bonus:

Verfügt das Energiemanagementsystem über Erzeugungs- und/oder Verbrauchsprognosen, die über eine Hersteller- oder Händlererklärung nachgewiesen werden können, kann pro Batteriespeicher ein Bonus in Höhe von 250 Euro gewährt werden.


Umsetzung und Antragsstellung

Nach der Bewilligung muss das Projekt binnen neun Monaten umgesetzt werden. Die Förderungssumme wird in einer Summe ausgezahlt, nachdem der Verwendungsnachweis vorgelegt und geprüft wurde. Das Förderungsprogramm ist mit dem KfW-Förderprogramm "Erneuerbare Energien - Speicher" kombinierbar, wenn die Fördersumme aus Tilgungszuschuss der KfW-Förderung und Zuschuss des Förderungsprogramms die Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems nicht überschreiten. 

Alle notwendigen Antragsformulare sowie weitere Informationen findest du hier.


Photovoltaik-Förderung Stuttgart

Neben Förderungen des Bundeslandes Baden-Württemberg, bietet die Landeshauptstadt Stuttgart eine eigene Förderung für den Ausbau der Photovoltaiknutzung – auch bekannt als Stuttgarter Solaroffensive - an. Das seit dem 13. November 2020 aktive Förderprogramm bezuschusst den Bau von Photovoltaik-Anlagen, Stromspeichern und vorgelagerter Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.

Das Förderprogramm für Stuttgart kann auf verschiedene Vorhaben angewandt und sogar mit bestehenden Förderprogrammen kombiniert werden, sofern diese das zulassen. Auf die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten soll an dieser Stelle eingegangen werden.


Förderfähige Maßnahmen

Die Solaroffensive in Stuttgart umfasst bauliche Maßnahmen von Solaranlagen an Gebäuden, auch bei einer Installation in Kombination mit solarthermischen Anlagen. Dabei werden folgende Maßnahmen von der Förderung umfasst:

1. Begleitende Maßnahmen bei der Installation auf Dach- und Fassadenanlagen
2. Steckerfertige Photovoltaikanlagen (sogenannte Balkonmodule)

Förderfähig sind Kosten für Planung, Installation und Inbetriebnahme, sofern die Maßnahmen nicht vor der Antragstellung bereits beauftragt oder begonnen wurden. Photovoltaikmodule selbst sind nicht förderfähig.

Weitere nicht förderfähige Maßnahmen sind:

1. In Eigenleistung durchgeführte Arbeiten
2. Solaranlagen (oder Teile von diesen), welche gesetzlich verpflichtend zu errichten sind
3. Solarthermie-Anlagen

Die Förderung von Photovoltaikanlagen in Stuttgart

Das Förderprogramm für Solaranlagen in Stuttgart umfasst verschiedene Kostenpunkte. Wer in Stuttgart eine Solaranlage kaufen möchte, kann folgende Kosten für die Installation mit der Förderung bezuschussen lassen:

1. Gerüstarbeiten
2. Elektrische Installationen
3. Einrichtung des Zählerplatzes
4. Prüfung der Statik des Gebäudes
5. Baumaßnahmen an der Dachhaut
6. Verlegung von Bauteilen
7. Blitzschutz und Funkrundsteuerempfänger

Die Höhe der Fördersätze für den Bau von Photovoltaikanlagen in Stuttgart kann eine Bezuschussung von bis zu 50 Prozent der oben genannten Punkte erreichen. Maximal können 50.000 Euro je Antrag berücksichtigt werden. Wer die Förderung in Anspruch nehmen möchte, sollte auf die Voraussetzungen der Höchstfördersätze achten:

1. 350 Euro pro kWp Leistung bei Solaranlagen auf dem Dach oder an der Fassade
2. 450 Euro pro kWp Leistung bei Photovoltaikanlagen an der Fassade oder auf dem Dach über einer Dachbegrünung

Dem Antrag auf Bezuschussung durch die Stuttgarter Solaroffensive ist ein entsprechender Nachweis beizulegen.

Förderung von Stromspeichern in Stuttgart

In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage, können in Stuttgart auch Fördermittel für die Neuinstallation netzdienlicher Stromspeicher beantragt werden. Voraussetzung für den Erhalt von Fördergeldern, ist die Erhöhung des Eigenverbrauchs durch die Installation des Speichers. Wenn du bereits eine Solaranlage betreibst und deinen Eigenverbrauch erhöhen möchtest oder planst, eine Solaranlage zu kaufen, kannst du mit Hilfe der Förderung in Stuttgart einen Stromspeicher in deine Planung miteinbeziehen. Für Stromspeicher liegt die Bezuschussung bei einem Satz von maximal 20.000 Euro je Antrag. Die Höhe der Fördermittel steht in Abhängigkeit zur installierten Speicherkapazität und beläuft sich auf 300 Euro/kWh nutzbarer Speicherkapazität. Je kWp Leistung, werden maximal 0,8 kWh des Speichers gefördert.

Förderung vorgelagerter Ladeinfrastruktur für E-Autos

Zusätzlich zu den Förderungen für PV-Anlage und Stromspeicher in der Solaroffensive Stuttgarts, können auch Kosten für die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bezuschusst werden. Dies gilt ausschließlich für Vorrichtungen in Gewerbebauten, Parkieranlagen oder Geschossbauten und die Errichtung muss in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage stehen. Nicht förderfähig sind Wallboxen und Ladesäulen. Kosten für Kabeltrassen, der Zuleitung zur Unterverteilung, Wanddurchbrüche oder der Einbau von Zähler- und Schaltschränken können geltend gemacht werden. Die Fördersätze belaufen sich auf maximal 30.000 Euro je Antrag und setzen sich wie folgt zusammen:

1. 1.000 Euro (netto) pauschal je neu errichtetem Ladepunkt (ausgestattet mit Ladesäule oder Wallbox), sofern dessen Versorgung durch die zu fördernde vorgelagerte Ladeinfrastruktur gewährleistet wird.
2. Maximal 250 Euro (netto) je Ladepunkt, für den zwar noch keine Wallbox oder Ladesäule installiert wurde, welcher aber durch die vorgelagerte Ladeinfrastruktur versorgt werden könnte. Um diese Förderung zu erhalten, muss mindestens ein Ladepunkt mit einer Wallbox oder Ladesäule in der Gesamtanlage ausgestattet sein.

Wie reiche ich meinen Antrag auf Förderung ein?

Die Bewilligungsstelle ist das Amt für Umweltschutz, dort findest du auch das Antragsformular für die Förderung in Stuttgart. Zusätzlich dazu benötigt du folgende Unterlagen:

1. Die Angebote der ausführenden Firmen
2. Sofern hierzu eine Förderung beantragt wird: Ein schriftlicher Nachweis zur Statik
3. Sofern hierzu eine Förderung beantragt wird: Ein schriftlicher Nachweis der Bedarfsdeckung der Ladesäule, bzw. Wallbox
4. durch eine Photovoltaikanlage, sowie ein Übersichtsplan mit allen versorgten Ladepunkten
5. Sofern erforderlich: das schriftliche Einverständnis des Eigentümers

Du interessierst dich für die Photovoltaik-Förderung in einem anderen Bundesland? Dann findest du unter https://www.zolar.de/photovoltaik-foerderung weitere Informationen!

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