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PV-Ertrag – so viel Strom produziert deine Photovoltaikanlage

Deine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, den du in deinem Haushalt nutzen kannst. Daher ist es für dich wichtig zu wissen, wie viel Strom sie am Tag und pro Jahr produziert und wie sich die Stromerzeugung über den jeweiligen Zeitraum verteilt. Denn der Ertrag ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit deiner Photovoltaikanlage.

Was es mit dem Begriff Ertrag auf sich hat, wie viel Strom du mit deiner Anlage erzeugen kannst und welche Faktoren darauf Einfluss haben, zeigen wir dir in diesem Beitrag.


| Andreas Kühl | 12 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Was ist der Ertrag einer Photovoltaikanlage?

Die durch die Sonneneinstrahlung erzeugte Energiemenge in einem bestimmten Zeitraum – in der Regel pro Jahr – bezeichnen wir als Ertrag einer PV-Anlage. Dieser schwankt entsprechend der Sonneneinstrahlung im Verlauf des Tages bzw. Jahres. Er ist damit die wichtigste Kenngröße für die Stromerzeugung der Anlage. Als Einheit für diese Kenngröße wird der Begriff Kilowattstunden (kWh) verwendet, welche ebenso für die Angabe des Stromverbrauchs verwendet wird.

Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach – Ertrag einer Photovoltaikanlage

Bereits während der Planung deiner Photovoltaikanlage können wir den Ertrag anhand einiger Parameter abschätzen. Da wir an dieser Stelle mit Durchschnittswerten rechnen, kann die tatsächliche Stromerzeugung je nach Sonnenscheindauer davon abweichen und in jedem Jahr unterschiedlich ausfallen. Nach der Inbetriebnahme kannst du im Monitoring Portal deines Wechselrichter-Herstellers aber auch ablesen, wie viel Strom deine PV-Anlage erzeugt.

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Einflussfaktoren auf den Ertrag einer PV-Anlage

Der wichtigste Faktor für den Ertrag deiner PV-Anlage ist natürlich die Nennleistung der PV-Anlage. Je höher die installierte Leistung ist, umso höher wird der Ertrag ausfallen. Es gibt aber noch weitere wichtige Kriterien, die sich auf den Ertrag auswirken:

  • An jedem Standort der Photovoltaikanlage ändert sich die Globalstrahlung, also die auftreffende Sonnenstrahlung. Im Norden ist sie geringer als im Süden.
  • Die genannten Werte gelten immer nur für die Ausrichtung nach Süden. Bei einer Ausrichtung nach Westen oder Osten erreicht der Ertrag nur noch 80 Prozent des Wertes und nach Norden gerichtet nur noch ca. 55 bis 60 Prozent.
  • Je nach Neigungswinkel der PV-Anlage kann sich der Ertrag ebenfalls noch verändern.
  • Zur kompletten PV-Anlage gehören neben den Modulen auch der Wechselrichter und Kabel, die zusammen den Anlagenwirkungsgrad bestimmen. Wechselrichter haben einen Wirkungsgrad von 95 bis 98 Prozent.
  • Das Wetter ist in jedem Jahr anders. Daher kann in einem Jahr der Ertrag höher ausfallen und im nächsten Jahr wieder sinken.
  • Der Ertrag der Anlage sinkt, wenn Schatten auf einzelne Module fällt. Das kann eine bauliche Ursache haben, wie eine Dachgaube, ein Schornstein oder eine Satellitenschüssel. Eine andere Ursache für Verschattungen sind Bäume oder Sträucher, die mit der Zeit so groß werden, dass sie die Module verdunkeln.
  • Auch Schnee, der nicht von den Modulen abrutscht, ist ein Faktor, der den Ertrag der Photovoltaikanlage reduzieren kann.

Wie viel Ertrag pro kWp bringt eine Solaranlage?

Um verschiedene Anlagen unterschiedlicher Größen miteinander vergleichen zu können, verwendet man den „spezifischen Ertrag“. Dieser dient zur Ermittlung von Mittelwerten für Deutschland und setzt den erzeugten Strom innerhalb eines Jahres oder Monats ins Verhältnis zur Nennleistung der jeweiligen Anlage.

Je nach Lage, Ausrichtung und Neigung der Photovoltaikanlage kannst du in Deutschland pro Kilowattpeak (kWp) installierter Leistung innerhalb eines Jahres mit einem spezifischen Ertrag von 900 kWh im Norden bis zu 1.100 kWh im Süden rechnen. Bei steigender Abweichung von der Süd-Ausrichtung reduziert sich der spezifische Ertrag entsprechend.

Welche Ausrichtung sich eignet und wirklich lohnenswert ist, muss immer individuell geprüft werden. Denn Solaranlagen lohnen sich auch dann, wenn sie von der Süd-Ausrichtung abweichen. Unsere Fachberater:innen prüfen daher genau, ob deine Solaranlage für dich wirtschaftlich rentabel ist.

Solarmodule in Reihe – Solarertrag pro Kilowattpeak

Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage im Jahr?

Wie viel Strom eine Solaranlage im Jahr produziert, hängt neben der Ausrichtung insbesondere von der installierten Leistung ab. Nehmen wir den oben genannten Ertrag einer Solaranlage im Süden, können wir mit rund 1.000 kWh pro kWp installierter Leistung rechnen. Gehen wir nun von einer durchschnittlich großen 10-kWp-Solaranlage aus, kann diese im Jahr bis zu 10.000 kWh Solarstrom erzeugen.

Jährlicher Solar-Ertrag pro Quadratmeter

Der auf die Modulfläche bezogene Ertrag hängt von der Leistung und Größe der verwendeten Module ab. Wir zeigen dir, wie du den Ertrag pro Quadratmeter ganz einfach berechnen kannst:

  • Nennleistung eines Moduls: 420 Wp = 0,42 kWp
  • Jährlicher Ertrag pro Modul: 0,42 kWp x 1.000 kWh/kWp = 420 kWh
  • Die Fläche des Moduls beträgt ca. 1,99 Quadratmeter

Jährlicher Ertrag pro Quadratmeter: 420 kWh ÷ 1,99 m² = 211 kWh/m²

Wenn du die mit Modulen belegbare Fläche deines Daches kennst, kannst du mit dieser Angabe abschätzen, wie viel Strom du auf deinem Dach im Jahr maximal erzeugen kannst.

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Photovoltaik-Ertrag im Jahresverlauf in Deutschland

Im Verlauf eines Jahres ändert sich der Ertrag deiner PV-Anlage je nach Jahreszeit, Sonnenstand und Wetter. Wenn es im Herbst und Winter grau, neblig und regnerisch ist, die Sonne relativ tief steht und wenig scheint, ist der Ertrag am geringsten. Mit zunehmender Sonnenscheindauer im Frühling steigt der Ertrag und erreicht in den Sommermonaten Juni und Juli den Höchstwert. Anschließend sinkt die Sonnenscheindauer und der monatliche Ertrag geht entsprechend wieder zurück.

Grafik zur Stromerzeugung im Jahresverlauf – PV-Ertrag in Deutschland

Anhand dieser Grafik lässt sich der Photovoltaik-Ertrag im Jahresverlauf in Deutschland gut nachvollziehen.

Photovoltaik-Ertrag im Jahresverlauf in Deutschland

Bleiben wir bei unserem oben genannten Beispiel einer 10-kWp-Solaranlage, welche im Jahr rund 10.000 Kilowattstunden grünen Strom produziert, können wir so auch ganz einfach den potenziellen Ertrag dieser Anlage im Monat ermitteln. Rechnen wir den Jahresertrag durch 12, erhalten wir einen durchschnittlichen monatlichen Solar-Ertrag von rund 833 kWh.

Wie du aber anhand der oben gezeigten Grafik erkennen kannst, sieht die Realität anders aus. Denn durch die unterschiedlich hohe Globalstrahlung im Jahresverlauf variiert auch die monatliche Stromproduktion deiner PV-Anlage im Jahresverlauf. Die starken Sommermonate gleichen somit in Bezug auf den Ertrag der Solaranlage die schwächeren Wintermonate aus.

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Stromerzeugung der PV-Anlage im Tagesverlauf

Der Ertrag einer PV-Anlage im Tagesverlauf folgt dem Lauf der Sonne. Mit Sonnenaufgang beginnt die Stromerzeugung und sie endet mit dem Untergang der Sonne. Das Maximum der Stromerzeugung ist dabei abhängig von der Ausrichtung deiner Solaranlage:

AusrichtungStromerzeugung
SüdenBei dieser Ausrichtung erzeugt die Anlage zur Mittagszeit am meisten Strom.
OstenHier verschiebt sich das Maximum der Stromerzeugung in den Vormittag.
WestenBei Ausrichtung nach Westen verschiebt es sich in den Nachmittag und Abend.
NordenBei diffusem Licht erzeugt eine Anlage mit Nord-Ausrichtung genauso viel Energie wie andere Dachausrichtungen.

Von diffusem Licht spricht man immer dann, wenn das Sonnenlicht nicht auf direktem Weg die Erde erreicht. Die Diffusstrahlung oder auch Streustrahlung liegt also immer dann vor, wenn die Sonnenstrahlen durch Wolken, Nebel oder Luftverschmutzung gebrochen werden.

So spielt also auch das Wetter eine große Rolle. Ist der Himmel morgens bedeckt oder ist es neblig, kann sich das Maximum der Stromerzeugung auf einen späteren Tagesabschnitt verschieben. Generell – und wenig überraschend – ist der Ertrag an einem grauen Herbsttag deutlich geringer als einem sonnigen Sommertag.

Grafik zur Stromerzeugung im Tagesverlauf – PV-Ertrag in Deutschland

Diese Grafik zeigt die Stromerzeugung einer PV-Anlage mit Südausrichtung. In diesem Fall wird in der Mittagszeit am meisten Solarstrom produziert.

Unser oben genanntes Rechenbeispiel können wir natürlich auch in Bezug auf den Solar-Ertrag pro Tag fortführen. Dafür teilen wir den jährlichen Ertrag einer 10-kWp-Anlage durch 365 und erhalten einen durchschnittlichen Ertrag von rund 27 kWh pro Tag.

PV-Ertrag im Jahresverlauf

Dir reichen die Angaben für den jährlichen, monatlichen und täglichen Stromertrag noch nicht? Häufig erhalten wir auch die Frage nach dem Solar-Ertrag pro Stunde. Dafür teilen wir den jährlichen Ertrag der 10-kWp-Solaranlage von 10.000 kWh durch 8.760 Stunden, die das Jahr hat. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Solarstrom-Produktion von 1,14 kWh pro Stunde.

Wie bei allen anderen Werten in diesem Artikel handelt es sich hierbei jedoch nur um Durchschnittswerte, die im Jahres- und Tagesverlauf stark variieren können und nie konstant sind. Denn in der Nacht produziert eine Solaranlage – wie du dir bereits denken kannst – aufgrund der ausbleibenden Sonneneinstrahlung keinen Solarstrom.

Fallbeispiel: Wie viel Strom produziert eine 8-kWp-Photovoltaikanlage am Tag?

Weiter oben in unserem Artikel haben wir dir bereits gezeigt, wie du die Menge des von deiner Solaranlage erzeugten Solarstroms pro kWp ermitteln kannst. Mithilfe dieser Rechnung lässt sich bestimmen, dass eine nach Süden ausgerichtete 8-kWp-Photovoltaikanlage im Jahr rund 8.000 kWh Solarstrom produziert.

Möchtest du nun den Ertrag dieser Solaranlage mit einer Nennleistung von 8 kWp pro Tag bestimmen, teilst du diesen Wert durch 365 und erhältst einen durchschnittlichen Solarstromertrag von knapp 22 kWh pro Tag.

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Fallbeispiel: Wie viel Strom produziert eine 10-kWp-Photovoltaikanlage im Winter?

Wie du anhand der oben aufgeführten Grafik erkennen kannst, ist die Solarstromproduktion im Sommer deutlich höher als im Winter. Daher fragen sich viele Eigenheimbesitzer:innen, ob sich eine Solaranlage im Winter überhaupt lohnt.

Wir fassen dir den durchschnittlichen Solar-Ertrag einer 10-kWp-Photovoltaikanlage im Winter kurz zusammen:

  • Dezember: ca. 137 kWh
  • Januar: ca. 205 kWh
  • Februar: ca. 316 kWh

In den dunklen Wintermonaten werden somit insgesamt fast 660 kWh Solarstrom erzeugt. Im Gegensatz zu den Sommermonaten ist dies natürlich verhältnismäßig wenig. Wenn du auch im Winter tagsüber nicht zuhause bist und den Strom erst dann benötigst, wenn es schon dunkel ist, dann lohnt sich die Integration eines Stromspeichers für dich besonders. Dieser kann dir dabei helfen, auf diese Weise auch im Winter deinen Eigenverbrauch hochzuhalten.

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Tipps für einen hohen Photovoltaik-Ertrag

Du möchtest wissen, in welcher Art und Weise du einen hohen Photovoltaik-Ertrag sicherstellen kannst? Bereits während der Planung deines Solar-Projektes gibt es einige Punkte, die du beachten solltest. Wir stellen dir die wichtigsten Tipps für einen hohen Solar-Ertrag kurz vor.

  • Die Anlagengröße
    Insbesondere die Wahl der Anlagengröße entscheidet über den späteren Ertrag. Die Dimensionierung deiner Anlage sollte dabei immer auf Basis deines Verbrauchs ermittelt werden. Da dieser durch die steigende Elektrifizierung und potenzielle weitere Verbraucher in Zukunft höchstwahrscheinlich steigen wird, solltest du deine Solaranlage immer etwas größer planen, als du sie zum jetzigen Zeitpunkt benötigen würdest. In den meisten Fällen raten wir aufgrund der gesunkenen Solarmodul-Preise sogar zur Maximalbelegung.
  • Auswahl der Solarmodule
    Neben der Anlagengröße beeinflusst natürlich auch die Auswahl der passenden Solarmodule den Ertrag deiner Solaranlage. Vergleiche dazu vorab Kennzahlen wie die Nennleistung sowie den Wirkungsgrad unterschiedlicher Hersteller und Modelle. Weitere Informationen zur Auswahl des passenden Solarmoduls erhältst du in unserem Solarmodule-Vergleich.
  • Auswahl des Wechselrichters
    Auch der Wechselrichter hat Einfluss auf den Solar-Ertrag deiner PV-Anlage. Hierbei kannst du gut den Umwandlungswirkungsgrad betrachten. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie effektiv der Wechselrichter den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt.
  • Ausrichtung und Neigungswinkel
    Die Ausrichtung und der Neigungswinkel einer Solaranlage hängen immer ganz individuell vom jeweiligen Projekt ab. Lass dich also vorher ausführlich in Bezug auf die Rentabilität deines möglichen PV-Projektes beraten. So kannst du einschätzen, ob sich die Investition in eine Solaranlage auf dem Dach deines Eigenheimes mit den gegebenen Voraussetzungen überhaupt lohnt.
  • Verschattung vermeiden
    Werden die Solarmodule auf deinem Dach durch Bäume, Sträucher, Schornsteine oder andere Störelemente verschattet, kann dies später zu deutlichen Ertragseinbußen führen. Daher solltest du deine Photovoltaikanlage immer mit Expert:innen planen, die ein Auge auf die langfristige Vermeidung von Verschattungen haben, und dadurch den Ertrag deiner zukünftigen Solaranlage maximieren.
  • Starke Verschmutzung vermeiden
    Neben Verschattungen können auch hartnäckige Verschmutzungen zu Ertragseinbußen führen. In den meisten Fällen reicht bei leichten Verschmutzungen jedoch der Selbstreinigungseffekt der Solarmodule aus, sodass Verschmutzungen durch Regen und Schnee von allein entfernt werden. Wohnst du in einer sehr ländlichen Region, in unmittelbarer Nähe zu landwirtschaftlichen Betrieben oder hat deine Solaranlage einen sehr geringen Neigungswinkel, kann bei starken Verschmutzungen eine professionelle Reinigung nötig sein, um Mindererträge zu vermeiden.
zolar Berater beim Kunden im Gespräch – Tipps für einen hohen PV-Ertrag

Fazit

Der Ertrag deiner Solaranlage entscheidet darüber, wie rentabel diese arbeiten kann. In diesem Artikel haben wir dir erklärt, wie viel Strom eine durchschnittliche Solaranlage im Jahresverlauf erzeugt und welche Faktoren den Solar-Ertrag beeinflussen.

  • Der Ertrag einer PV-Anlage wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Diese Einheit gibt an, wie viel Strom deine Anlage erzeugt.
  • Neben dem Standort, der Ausrichtung sowie dem Neigungswinkel deiner PV-Anlage haben auch Faktoren wie der Anlagenwirkungsgrad, die Wetterverhältnisse und Verschattungen einen Einfluss auf deinen Solar-Ertrag.
  • Pro Kilowattpeak installierter Leistung kannst du in Deutschland mit einem durchschnittlichen Jahresertrag von rund 1.000 kWh rechnen.
  • Im Tages- und Jahresverlauf variiert der Ertrag – je nach Sonneneinstrahlung – sehr stark. Abends oder an dunklen und herbstlichen oder winterlichen Tagen mit Niederschlag erzeugt eine Solaranlage deutlich weniger Solarstrom als in den sonnenreichen Frühlings- und Sommermonaten.
  • Bereits bei der Planung deiner Anlage kannst du ihren späteren Ertrag berechnen. Die Auswahl der Komponenten, die Ausrichtung und der Neigungswinkel sowie die Vermeidung von Verschattungen und starken Verschmutzung können Einfluss auf diesen haben.
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