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Photovoltaik-Ertrag – so viel Strom erzeugt deine PV-Anlage

Deine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, den du in deinem Haushalt nutzen kannst. Daher ist es für dich wichtig zu wissen, wie viel Strom sie am Tag und pro Jahr produziert und wie sich die Stromerzeugung über den jeweiligen Zeitraum verteilt. Der Ertrag ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit deiner Photovoltaikanlage. Was es mit dem Begriff Ertrag auf sich hat, wie viel Strom du mit deiner Anlage erzeugen kannst und welche Faktoren darauf Einfluss haben, zeigen wir dir in diesem Beitrag.


| Tanita Belke | 6 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Was ist der Ertrag einer Photovoltaikanlage?

Die durch die Sonneneinstrahlung erzeugte Energiemenge in einem bestimmten Zeitraum – in der Regel pro Jahr – bezeichnen wir als Ertrag einer PV-Anlage. Dieser schwankt entsprechend der Sonneneinstrahlung im Verlauf des Tages bzw. Jahres. Er ist damit die wichtigste Kenngröße für die Stromerzeugung der Anlage. Als Einheit für diese Kenngröße wird der Begriff Kilowattstunden (kWh) verwendet, welche ebenso für den Stromverbrauch verwendet wird.

In der Planung deiner Photovoltaikanlage können wir den Ertrag anhand einiger Parameter abschätzen. Je nach Sonnenscheindauer kann die tatsächliche Stromerzeugung davon abweichen und in jedem Jahr unterschiedlich ausfallen. Nach der Inbetriebnahme kannst du im Monitoring Portal deines Wechselrichter-Herstellers ablesen, wieviel Strom deine PV-Anlage erzeugt.

Um verschiedene Anlagen mit unterschiedlicher Größen miteinander vergleichen zu können, verwendet man den “spezifischen Ertrag”. Dieser setzt den erzeugten Strom innerhalb eines Jahres oder Monats ins Verhältnis zur Nennleistung der jeweiligen Anlage.

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Stromerzeugung der PV-Anlage im Tagesverlauf

Der Ertrag einer PV-Anlage im Tagesverlauf folgt dem Lauf der Sonne. Mit Sonnenaufgang beginnt die Stromerzeugung und sie endet mit dem Untergang der Sonne. Das Maximum der Stromerzeugung ist dabei abhängig von der Ausrichtung deiner Solaranlage:

Darüber hinaus spielt das Wetter eine große Rolle. Ist der Himmel morgens bedeckt oder ist es neblig, kann sich das Maximum der Stromerzeugung auf einen späteren Tagesabschnitt verschieben. Generell ist der Ertrag an einem grauen Herbsttag deutlich geringer als einem sonnigen Sommertag.

PV-Ertrag im Jahresverlauf

Im Verlauf eines Jahres ändert sich der Ertrag deiner PV-Anlage je nach Jahreszeit, Sonnenstand und Wetter. Wenn es im Herbst und Winter grau, neblig und regnerisch ist, die Sonne relativ tief steht und wenig scheint, ist der Ertrag am geringsten. Mit zunehmender Sonnenscheindauer im Frühling steigt der Ertrag und erreicht in den Sommermonaten Juni und Juli den Höchstwert. Anschließend sinkt die Sonnenscheindauer und der monatliche Ertrag geht entsprechend wieder zurück.

Grafik zum Ertrag einer PV-Anlage im Jahresverlauf von zolar

Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage in Deutschland?

Je nach Lage, Ausrichtung und Neigung der Photovoltaikanlage kannst du in Deutschland pro Kilowattpeak (kWp) installierter Leistung innerhalb eines Jahres mit einem spezifischen Ertrag von 900 bis 1100 kWh rechnen. Bei steigender Abweichung von der Süd-Ausrichtung reduziert sich der spezifische Ertrag entsprechend.

Damit kannst du den möglichen Ertrag einer PV-Anlage, die nach Süden ausgerichtet ist, relativ einfach abschätzen:

Eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 8 kWp erzeugt im Jahr rund 8.000 kWh Strom.

Der auf die Modulfläche bezogene Ertrag hängt von der Leistung und Größe der verwendeten Module ab. Ein durchschnittliches PV-Modul mit einer Nennleistung von 360 Wp erzeugt im Jahr 360 kWh:

  1. Nennleistung eines Moduls: 400 Wp = 0,4 kWp
  2. Jährlicher Ertrag pro Modul: 0,4 kWp x 1.000 kWh/kWp = 400 kWh
  3. Die Fläche des Moduls beträgt ca. 1,9 Quadratmeter.

Jährlicher Ertrag pro Quadratmeter: 400 kWh : 1,9 m² = 210,5 kWh/m²

Wenn du die mit Modulen belegbare Fläche deines Daches kennst, kannst du mit dieser Angabe abschätzen, wie viel Strom du auf deinem Dach im Jahr maximal erzeugen kannst.

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Einflussfaktoren auf den Ertrag einer PV-Anlage

Solarmpdule von zolar - Pv-Ertrag im Tagesverlauf

Der wichtigste Faktor für den Ertrag deiner PV-Anlage ist natürlich die Nennleistung der PV-Anlage. Je höher die installierte Leistung ist, umso höher wird der Ertrag ausfallen. Es gibt aber noch weitere wichtige Kriterien, die sich auf den Ertrag auswirken:

  1. An jedem Standort der Photovoltaikanlage ändert sich die Globalstrahlung, die auftreffende Sonnenstrahlung. Im Norden ist sie geringer als im Süden. Daher liegt der spezifische Ertrag im Norden eher bei 900 und im Süden Deutschlands bei 1.100 kWh/kWp.
  2. Die genannten Werte gelten immer nur für die Ausrichtung nach Süden. Bei einer Ausrichtung nach Westen oder Osten erreicht der Ertrag nur noch 80 Prozent des Wertes und nach Norden gerichtet nur noch ca. 55 bis 60 Prozent.
  3. Je nach Neigungswinkel der PV-Anlage kann sich der Ertrag ebenfalls noch verändern.
  4. Zur kompletten PV-Anlage gehören neben den Modulen auch der Wechselrichter und Kabel, die zusammen den Anlagenwirkungsgrad bestimmen. Wechselrichter haben einen Wirkungsgrad von 95 bis 98 Prozent.
  5. Das Wetter ist in jedem Jahr anders. Daher kann in einem Jahr der Ertrag höher ausfallen und im nächsten Jahr wieder sinken.
  6. Der Ertrag der Anlage sinkt, wenn Schatten auf einzelne Module fällt. Das kann eine bauliche Ursache haben, wie eine Dachgaube, ein Schornstein oder eine Satellitenschüssel. Eine andere Ursache für Verschattungen sind Bäume oder Sträucher, die mit der Zeit so groß werden, dass sie die Module verdunkeln.
  7. Schnee, der nicht von den Modulen abrutscht, ist ein weiterer Faktor, der den Ertrag der Photovoltaikanlage reduziert.

Den Ertrag deiner PV-Anlage im Blick behalten

Sobald die PV-Anlage fertig montiert ist, hast du nur noch wenig Einfluss auf den Ertrag. Es ist jedoch zu empfehlen, dass du die Stromerzeugung im Blick behältst. Denn so fällt schnell auf, ob dieser deutlich unter dem geplanten Niveau liegt oder nicht. Mögliche Verschattungsquellen wie der Schornstein, Bäume oder Nachbarhäuser sollten im Vorfeld bedacht worden sein, um spätere Ertragseinbußen ausschließen. Falls der geringere Ertrag auf ein defektes Bauteil zurückgeht, wende dich an die Kundenbetreuung deines Solarteurs, damit dieser nach der Ursache sucht und den Fehler beseitigt.

zolar Berater beim Kunden im Gespräch - wie viel Strom produziert eine PV-Anlage

Fazit

Den Ertrag deiner Photovoltaikanlage, also die jährlich produzierte Strommenge, kannst du in Deutschland gut überschlägig abschätzen. Für eine genaue Abschätzung des jährlichen Ertrags erstellen wir für dich gerne ein Angebot, in dem wir deinen Standort sowie die Ausrichtung und den Neigungswinkel deines Daches berücksichtigen.

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