zolar empfehlen und 300 € Prämie sichern – auch für Nicht-Kund:innen!

Was ist eine Wallbox mit intelligenter Steuerung?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Ladestationen, die sich zur Montage am Eigenheim eignen. Für Besitzer:innen einer PV-Anlage, die möglichst viel Solarstrom selbst nutzen wollen, ist es wichtig, auf die Funktion des dynamischen Überschussladens zu achten. So können sie mehr Strom aus der PV-Anlage selbst verbrauchen und fahren mit ihrem Elektroauto klimafreundlicher.

In diesem Beitrag stellen wir dir die unterschiedlichen Ladestationen, die Funktionen einer intelligenten Steuerung und die Vorteile der Verbindung mit einer Photovoltaikanlage vor.


| Andreas Kühl | 8 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Diese Wallboxen gibt es

Wird eine Ladestation an der Garagen- oder Außenwand eines Gebäudes montiert, spricht man von einer Wallbox. Besitzt du ein Eigenheim, sorgst du mit ihr oder einer freistehenden Ladestation für ein sicheres, bequemes und schnelles Laden deines Elektrofahrzeuges.

Theoretisch könntest du dein E-Auto auch an einer Haushalts- oder Drehstromsteckdose laden. Aber dann besteht das Risiko einer Überlastung der Sicherungen und des Haushaltsnetzes, die nicht für die hohe Leistung und lange Nutzungsdauer ausgelegt sind. Auch der Ladevorgang dauert auf diese Weise relativ lange. Außerdem besteht die Gefahr von Brandschäden. Daher solltest du diese Steckdosen nicht für das Laden deines Elektroautos verwenden.

Eine Wallbox sorgt durch die separaten Sicherheitseinrichtungen und eine eigene Zuleitung vom Sicherungskasten für einen höheren Schutz.

Ladestationen haben entweder einen einphasigen oder dreiphasigen Anschluss, den sogenannten Stark- oder Drehstromanschluss. Einphasig sind höchstens Sicherungen mit 20 A erlaubt, in diesem Fall beträgt die Ladeleistung maximal 4,6 kW. Bei einem dreiphasigen Anschluss sind sie mit 3-mal 16 A oder 3-mal 32 A abgesichert. Die maximale Ladeleistung beträgt dann entsprechend 11 oder 22 kW. Die tatsächliche Ladeleistung hängt aber vom jeweiligen Auto ab.

E-Auto wird mit Solarstrom geladen – Diese Wallboxen gibt es

Den Betrieb einer Ladestation musst du immer beim lokalen Stromnetzbetreiber anmelden. Dessen Genehmigung für ihren Betrieb benötigst du aber erst ab einer Anschlussleistung von mehr als 11 kW.

Im Prinzip ist eine Wallbox also ein Ladegerät oder eine Ladestation für zu Hause, das an der Wand befestigt ist und über entsprechende Sicherheitseinrichtungen verfügt. Es gibt auch eine mobile Wallbox bzw. Ladestation – also ein tragbares Ladegerät, mit dem du aus jeder Steckdose einen sicheren Ladepunkt machen kannst. So hast du unterwegs immer eine Lademöglichkeit parat, mit der du dein Elektroauto mit einer Leistung von bis zu 22 kW laden kannst. Mobile Ladestationen verfügen daher häufig über verschiedene Adapter für die unterschiedlichen Steckdosen.

Standard-Wallboxen beginnen ihren Ladevorgang mit dem Einstecken des Steckers in das Fahrzeug. Sie stellen die nötige Ladeleistung bereit und sorgen für Sicherheit mit den notwendigen Schutzeinrichtungen. Diese Art von Wallbox bietet nur die Möglichkeit des ungesteuerten Ladens.

Eine intelligente Wallbox ist über LAN oder WLAN mit dem Netzwerk des Hauses verbunden und kann mit dem Energiemanagementsystem der Solaranlage kommunizieren. Sie bietet dir damit zusätzliche Funktionen zur Steuerung, zum Beispiel über eine App.

So funktioniert eine Wallbox mit intelligenter Steuerung

Eine herkömmliche Wallbox kommuniziert mit dem Fahrzeug, damit sie den Ladestrom an den Zustand der Batterie anpassen kann. Die Wallbox mit intelligenter Steuerung weiß, wann die PV-Anlage mehr Strom erzeugt, als im Haushalt verbraucht wird und lädt mit diesem überschüssigen Strom das Elektroauto.

Dazu ist es notwendig, dass sie mit dem Energiemanagement der Solaranlage kommunizieren kann. Dies geschieht über eine Modbus/TCP- oder RS485-Schnittstelle.

Ein intelligentes Strommessgerät erfasst den aktuellen Verbrauch im Haushalt und die Erzeugung der PV-Anlage. Sobald die Erzeugung höher als der Verbrauch ist, beginnt die Wallbox automatisch mit dem Ladevorgang.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Solaranlage die minimal notwendige Ladeleistung für dein Elektroauto liefert. Dieser beträgt bei einphasigem Laden 1,4 kW und bei dreiphasigem Laden 4,1 kW. Liegt der Überschuss der PV-Anlage darunter, lädt die Wallbox nicht oder sie benötigt zusätzlichen Strom aus dem Netz, damit der Ladevorgang beginnen kann.

Je nach Typ der Wallbox, kannst du einstellen, ob dein E-Auto nur mit Solarstrom, eventuell auch mit Unterstützung des Heimspeichers, oder zusätzlich mit Strom aus dem öffentlichen Netz geladen werden soll. Damit stellst du sicher, dass die Batterie vollständig geladen ist, wenn es für dich erforderlich ist.

Die Kommunikation der Wallbox mit dem Energiemanagementsystem des Hauses oder mit dem Wechselrichter hilft dir, den Eigenverbrauch aus deiner PV-Anlage zu erhöhen.

Kunde mit Tablet informiert sich – intelligente Steuerung deiner Wallbox

Smarte Ladestationen und Photovoltaikanlagen

Elektroautos fahren mit Solarstrom besonders sauber und günstig. Für dich als Betreiber:in einer Photovoltaikanlage ist es daher attraktiv, den Strom vom Dach deines Hauses auch zum Laden deines Elektroautos zu nutzen. Er ist für dich günstiger als Strom aus dem Netz und du fährst noch klimafreundlicher.

Eine smarte Wallbox kommuniziert mit dem Energiemanagementsystem oder direkt mit dem Wechselrichter deiner PV-Anlage. Sie beginnt den Ladevorgang entweder ab einem festgelegten Schwellenwert für den überschüssigen Solarstrom oder sie passt die Ladeleistung dynamisch an die verfügbare Energie vom Dach an. Haushaltsgeräte werden immer vorrangig mit Strom versorgt. Den überschüssigen Strom kannst du anschließend für das Laden deines E-Autos nutzen.

Auf diese Weise hast du die Möglichkeit, den Eigenverbrauch des Stroms aus deiner PV-Anlage um bis zu 30 Prozent zu erhöhen.

Verfügbarkeit prüfen

Was kostet eine intelligente Wallbox?

Die Kosten für eine smarte Wallbox liegen nur wenig über einer einfachen, nicht kommunikationsfähigen Wallbox. Je nach Ausstattung, Funktionsumfang und Komfort liegt ihr Preis zwischen 1.500 und 2.500 Euro (zuzüglich Installation).

Eine intelligente Wallbox benötigt neben einem Stromanschluss auch eine Netzwerkverbindung per LAN oder WLAN. Daher ist der Installationsaufwand höher als bei einer einfachen Wallbox.

Paar mit E-Auto vor einem Haus – Kosten für eine intelligente Wallbox

Förderungen von intelligenten Wallboxen

Um die Verbreitung der Elektromobilität zu unterstützen, hat die KfW ein bundesweites Förderprogramm für den Kauf und die Installation einer Wallbox/von Wallboxen aufgelegt. Aufgrund der großen Nachfrage ist das Fördervolumen jedoch inzwischen ausgeschöpft.

  • Alternativ bieten derzeit auch einige Bundesländer eine Förderung für die Errichtung einer Wallbox am privaten Eigenheim an.
  • Für die rein private Nutzung ist aktuell (Stand: Oktober 2022) nur noch in Baden-Württemberg eine Förderung mit dem „BW-e-Solar-Gutschein“ erhältlich.
  • In Bayern erhalten Arbeitgeber:innen die Förderung zur Errichtung einer Wallbox für die Dienstwagen ihrer Mitarbeitenden. Auch Betreibende eines Hotels, einer Ferienwohnung oder eines Campingplatzes können die Förderung beantragen.
  • Selbständige und kleine oder mittlere Unternehmen in Berlin erhalten einen Zuschuss für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und entsprechender Ladestationen.
  • Einzelunternehmer:innen und Freiberufler:innen in Niedersachsen erhalten eine Förderung für die Errichtung einer nicht-öffentlich zugänglichen Wallbox.
  • In Nordrhein-Westfalen erhalten vermietende und mietende Privatpersonen, Wohnungseigentumsgemeinschaften, freiberuflich Tätige und Einzelunternehmer:innen einen Zuschuss für den Erwerb und den Anschluss von nicht-öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur.

Einige Kommunen und regionale Energieversorger bieten ebenfalls einen Zuschuss für den Kauf und Anschluss einer privaten Ladestation.

Übrigens: Bei einigen Förderangeboten darf die Ladeleistung nicht mehr als 11 kW betragen. Daher solltest du auf die zulässige Ladeleistung bei der in Frage kommenden Förderung achten. Diese Grenze galt auch für die Förderung durch die KfW.

Verfügbarkeit prüfen

Mit smarten Ladestationen die Energiewende unterstützen

Eine smarte Ladestation hilft dir, mehr Solarstrom deiner PV-Anlage selbst zu verbrauchen. Sie sorgt, unterstützt durch ein Heim-Energiemanagementsystem, dafür, dass dein Elektroauto vorrangig mit Solarenergie lädt. Strom, den deine Geräte im Haushalt nicht benötigen, lädt dein Auto und trägt dazu bei, dass du klimafreundlich und günstig unterwegs bist. Dadurch steigt dein Eigenverbrauch von Solarstrom und du benötigst auch im Straßenverkehr weniger konventionelle Energie.

Mutter und Tochter in der Haustür – Mit smarten Ladestationen Energiewende unterstützen

Vorteile und Nachteile der intelligenten Wallbox

VorteileNachteile
Optimierung Eigenverbrauch der PV-AnlageHöhere Investitionskosten
Integration in ein Smart-Home-SystemZusätzlicher Anschluss über LAN oder WLAN an Wechselrichter bzw. Energiemanagement erforderlich
Integrierter Stromzähler
Zukunftsfähig durch Update über Internet

Fazit

  • Es gibt stationäre und mobile Wallboxen. Bei einer Standard-Wallbox fängt der Ladevorgang an, sobald du den Stecker in das Auto gesteckt hast. Intelligente Ladestationen lassen sich über ein Heim-Energiemanagementsystem steuern.
  • Intelligente Ladestationen eignen sich besonders gut für das Überschussladen von Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage. Sie erhöhen den Eigenverbrauch aus Strom von der Solaranlage um bis zu 30 Prozent.
  • Die Kosten für eine Wallbox mit intelligenter Steuerung liegen, je nach Anforderung, nur wenig über den Kosten für ungesteuerte Ladestationen. Beim Einbau kommen nur noch die Kosten für das Einrichten einer Kommunikationsverbindung per LAN oder WLAN hinzu.
  • Das Förderangebot der KfW ist ausgeschöpft. In den Bundesländern und Kommunen gibt es noch vereinzelte Zuschüsse für private Ladestationen.
  • Viele intelligente Wallboxen bieten neben dem Überschussladen auch folgende Funktionen: Ladezeiten programmieren, Ladevorgänge mit dem Arbeitgeber abrechnen und Updates einspielen.
Verfügbarkeit prüfen