zolar empfehlen und 300 € Prämie sichern – auch für Nicht-Kund:innen!

Photovoltaik-Ausrichtung und -Ertrag: Ist optimal ein Muss?

Interessierst du dich für die Miete oder den Kauf einer Solaranlage, gibt es vorab einige Dinge zu beachten. Denn nicht jedes Eigenheim und jedes Dach eignen sich für die Installation von Photovoltaik. Neben der Globalstrahlung haben unter anderem Faktoren wie die Ausrichtung oder der Neigungswinkel des Daches Einfluss darauf, wie rentabel deine zukünftige Solaranlage arbeiten wird.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Ausrichtungen für deine PV-Anlage in Betracht kommen und wie sich diese auf ihre Wirtschaftlichkeit auswirken.


| Tanita Belke | 7 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Welche Ausrichtungen kommen für eine PV-Anlage in Betracht?

Die Ausrichtung der Photovoltaikanlage beschreibt, zu welcher Himmelsrichtung die Solarmodule ausgerichtet sind. Gemessen wird die Ausrichtung in den meisten Fällen mit dem sogenannten Azimutwinkel. Der Begriff klingt zuerst einmal sehr komplex, dabei ist es eigentlich ganz einfach.

Denn der Azimutwinkel gibt an, wie stark die Ausrichtung des Daches von der als optimal geltenden Südausrichtung abweicht. Die optimale Südausrichtung hat einen Azimutwinkel von 0° und dient somit als Ausgangspunkt für die Angabe aller anderen Ausrichtungen. Eine vollständige Ausrichtung nach Osten hat daher einen Azimutwinkel von -90°, eine Ausrichtung nach Westen liegt bei +90°.

Einfamilienhaus mit PV-Anlage – Diese Ausrichtungen kommen in Betracht

Bei der Frage um die Ausrichtung einer PV-Anlage herrscht nach wie vor der Irrglaube, dass sich nur eine optimale Ausrichtung nach Süden lohnen würde. Dabei zeigt die Praxis, dass der Ertrag auch bei Abweichungen von dieser “optimalen” Ausrichtung nur geringfügig geschmälert wird.

Hinweis

Allgemein sollte bei der Ermittlung geeigneter Ausrichtungen deiner PV-Anlage vorab immer dein Verbrauchsprofil betrachtet werden. Lass dich also immer gut von Expert:innen zur für dich rentabelsten Gestaltung deiner Solaranlage beraten.

Wie wirken sich die verschiedenen Ausrichtungen auf den Ertrag aus?

Die Photovoltaik-Praxis zeigt, dass sich die Installation einer PV-Anlage auch dann lohnt, wenn dein Dach nicht optimal nach Süden ausgerichtet ist. Dadurch ergeben sich viele verschiedene Möglichkeiten für die Ausrichtung deiner Solaranlage. Wir fassen dir die verschiedenen Optionen kurz zusammen und erklären dir, wie sich die unterschiedlichen Ausrichtungen auf deinen Ertrag auswirken.

Optimale Ausrichtung: Süden

Aus dem vorherigen Abschnitt weißt du bereits, dass die Südausrichtung von Photovoltaikanlagen einem Azimutwinkel von 0° entspricht. Grundsätzlich gilt diese Ausrichtung als die optimale für Solaranlagen. Doch wusstest du auch, dass bei kleineren Abweichungen von +20° bis -20° kaum Ertragseinbußen messbar sind? Bei der Ausrichtung der PV-Anlage sind viele Eigenheimbesitzer:innen daher doch viel flexibler als sie anfangs denken. Und auch andere, eher suboptimale Ausrichtungen wirken sich kaum auf den Ertrag der Solaranlage aus.

Suboptimale Himmelsrichtungen

Zeigt dein Dach beispielsweise nach Südwest oder Südost, ist also in einem Azimutwinkel von 45° ausgerichtet, erzielt deine Anlage – abhängig vom Neigungswinkel – immer noch bis zu 95 Prozent des maximal möglichen Ertrags. Und auch darüber hinaus sind noch gute Erträge erzielbar. Selbst bei reiner West- oder Ostausrichtung liegt die Ertragsminderung gegenüber der Südausrichtung bei 20 Prozent.

Photovoltaikanlage mit Nordausrichtung

Auch die Installation einer PV-Anlage auf einem Dach mit Nordausrichtung kann sich lohnen. Und zwar insbesondere, wenn man das Norddach in Kombination mit einem Süddach belegt. Entscheidest du dich also sowieso für die große Investition in eine Photovoltaikanlage mit Südausrichtung, kannst du im Rahmen dieser auch direkt einige Module mehr installieren lassen, um den Ertrag dieser zu maximieren. Denn die zusätzlichen Solarmodule auf deinem Norddach wirken sich nur geringfügig auf die Gesamt-Anschaffungskosten – dafür aber sehr positiv auf den Gesamtertrag und die Rentabilität deiner PV-Anlage aus.

Wie viel Ertrag die Solarmodulen auf dem Norddach erzeugen, hängt vom Neigungswinkel ab. Denn je flacher ein Dach mit Nordausrichtung ist, desto höher der Ertrag der Module. Wir empfehlen dir dabei, nur Norddächer bis 40° zu belegen. So gehst du sicher, dass die Abweichung vom Ertrag deines Süddaches weniger als 50 Prozent betragen.

Kundenfrage: Lohnt sich Photovoltaik bei Ost-West-Ausrichtung?

Auch bei der Ost-West-Ausrichtung deiner Photovoltaikanlage nutzt du zwei Dachflächen für die Auslegung mit Solarmodulen.

Vorteil dieser Ausrichtung des Daches ist die Verteilung der Stromerzeugung über den gesamten Tag. Dadurch kannst du deinen Eigenverbrauch ganz einfach erhöhen, da du nicht nur – wie bei der Südausrichtung – mittags ein Ertragsmaximum hast, sondern kleinere Maxima verteilt auf den Vor- und Nachmittag. Dies können sich insbesondere jene Eigenheimbesitzer:innen zum Vorteil machen, die tagsüber nicht zu Hause sind und ihren Strom eher morgens und abends verbrauchen.

Insbesondere auf Flachdächern kann eine Ausrichtung nach Ost-West sogar ideal sein, da durch diese Ausrichtung die vorhandene Dachfläche optimal genutzt werden kann. In diesem Fall kann eine PV-Anlage mit Ost-West-Ausrichtung bis zu 40 Prozent mehr Ertrag erwirtschaften, als wenn sie nach Süden ausgerichtet wäre.

zolar Beraterin mit Headset im Gespräch – Photovoltaik bei Ost-West-Ausrichtung

Grad zu kWh: Wie der Neigungswinkel den Ertrag beeinflusst

Neben der Ausrichtung des Daches wird der Ertrag deiner zukünftigen Photovoltaikanlage ganz entscheidend auch durch den Neigungswinkel der Solarmodule sowie durch den Standort der Solaranlage beeinflusst. Denn diese Faktoren bestimmen, zu welchen Zeiten und in welchem Winkel die Sonne optimal auf die Module trifft.

Allgemein lässt sich dabei festhalten, dass in Deutschland in den meisten Fällen ein Neigungswinkel zwischen 30° und 40° für ein Süddach optimal ist. Denn dann treffen die Sonnenstrahlen fast im rechten Winkel auf die Solarmodule. In diesem Fall wird die Stromerzeugung über den Jahresverlauf hinweg besonders gut abgedeckt. Eine Abweichung der Neigung von bis zu 10° mehr oder weniger sorgt darüber hinaus nur für geringe Ertragseinbußen.

Du möchtest mehr über den optimalen Neigungswinkel erfahren? In unserem Blog-Artikel "Gibt es den perfekten Photovoltaik-Neigungswinkel? Wir haben die Antwort!” erfährst du alles Wichtige rund um den perfekten Neigungswinkel deiner PV-Anlage.

Ausrichtung, Neigungswinkel und Ertrag im Überblick

Im Laufe dieses Blog-Artikels hast du nun bereits erfahren, dass der Ertrag deiner Solaranlage insbesondere vom Zusammenspiel der Ausrichtung und des Neigungswinkels deines Daches beeinflusst wird. Wir haben dir die Entwicklung des Ertrags in Abhängigkeit zu Ausrichtung und Neigungswinkel in der untenstehenden Tabelle noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Tabelle zur optimalen PV-Planung –Ausrichtung, Neigungswinkel und Ertrag im Überblick

Diese zeigt einen Neigungswinkel von 0° bis 90° in Abhängigkeit zu einer Süd- bis Nordausrichtung. Anhand der Abbildung lässt sich erkennen: Je weiter dein Dach von der optimalen Südausrichtung abweicht, desto geringer ist der zu erzielende Ertrag; erkennbar du an der roten Färbung. Jedoch kannst du auch mit einem nicht genau nach Süden ausgerichtetem Dach durchaus respektable Erträge erzielen, wenn die Dachneigung stimmt – in der Tabelle erkennbar anhand der grün eingefärbten Flächen.

Fazit: die optimale Ausrichtung und lohnenswerte Ausrichtungen

Allgemein betrachtet gilt die Südausrichtung mit einem Azimutwinkel von 0° als optimale Ausrichtung für deine Solaranlage. Jedoch zeigt die Praxis, dass du auch mit weniger optimalen Ausrichtungen gute bis sehr gute Erträge erzielen kannst. Durch die stetige Weiterentwicklung der Solarmodule und ihre zunehmende Leistung lohnt sich eine Photovoltaikanlage so gut wie immer.

Jedoch solltest du dich bei der Planung deiner PV-Anlage stets von Expert:innen beraten lassen. Diese achten bei der Planung deiner Solaranlage – basierend auf deinem individuellen Verbrauchsverhalten – darauf, dass sie so rentabel wie nur möglich arbeitet.

Du möchtest dir die Photovoltaik zunutze machen und in eine grüne und unabhängige Zukunft starten? Dann prüfe noch heute die Verfügbarkeit für eine Solaranlage auf deinem Dach.