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Der Lebenszyklus eines Solarmoduls

Steigende Strompreise und der wachsende Wunsch nach mehr Unabhängigkeit lassen viele Eigenheimbesitzer:innen über den Umstieg auf Solarenergie nachdenken. Denn im besten Fall versorgt eine Solaranlage deinen Haushalt bis zu drei Jahrzehnte lang mit grünem Solarstrom vom eigenen Dach.


| Tanita Belke | 6 Min. Lesezeit

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zolar Installateure mit Solarmodul beim Kunden - PV Mehrwertsteuer zurück?

Der Lebenszyklus eines Solarmoduls

Von der Herstellung bis zum Recycling

Der größte sichtbare Teil einer Solaranlage sind dabei die auf der Dachfläche montierten Solarmodule, die eine entscheidende Aufgabe übernehmen: die Umwandlung des auftreffenden Sonnenlichts in elektrischen Strom.

Doch wie sieht eigentlich der gesamte Lebenszyklus eines PV-Moduls aus? Wir zeigen dir, welche 5 Stationen ein Solarmodul durchläuft.

Herstellung

Am Anfang steht die Produktion des Solarmoduls. Zahlreiche Hersteller auf der ganzen Welt entwickeln aktuell im Bereich der PV mehr neue Technologien denn je. Dabei steht mittlerweile insbesondere der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund – so auch bei der Produktion der Solarmodule. Denn insbesondere der Energieaufwand schwankt dabei je nach Hersteller und Produktionsstätte.

Der Energieaufwand für die Herstellung eines Solarmoduls hängt dabei insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • Art der Solarmodule
  • Material der Solarzellen
  • Herstellungsland
  • Produktionsbedingungen

Bei der Betrachtung der Herstellung von Solarmodulen lohnt sich auch ein Blick auf die energetische Amortisation. Auch bekannt als Energierückzahlungszeit beschreibt dieser Wert den Zeitraum, den eine Solaranlage für die Gewinnung derselben Menge an erneuerbarer Energie braucht, welche für die Herstellung der Komponenten aufgewendet werden musste.

Die Dauer dieses Zeitraums wird davon beeinflusst, welche Art von Energieträger bei der Produktion zum Einsatz kommt. In China ist der Anteil fossiler Energie am genutzten Strommix zum Beispiel deutlich höher als in Deutschland. Hierzulande setzen viele Hersteller zum Teil schon auf die eigene Solarstromproduktion, die daraufhin für die Herstellung der Solarmodule verbraucht wird.

Darüber hinaus sind die Transportwege von in Deutschland hergestellten Solarmodulen deutlich kürzer, was deren Ökobilanz ebenfalls verbessert. Bei all dem solltest du allerdings im Hinterkopf behalten, dass viele der verbauten Teile trotz allem von chinesischen Herstellern stammen.

Laut des Fraunhofer ISE1 lag die energetische Amortisationszeit von in Europa hergestellten Solarmodulen im Jahr 2020 – abhängig vom Einsatzort – zwischen 0,97 und 1,16 Jahren. Solarmodule, die in China hergestellt wurden, hatten eine höhere Energierückzahlungszeit zwischen 1,05 und 1,28 Jahren.

Dabei gilt: Je größer zukünftig der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix der Herstellungsländer sein wird, desto kürzer die energetische Amortisation der PV-Module.

Installation

Sind die Solarmodule fertig produziert, werden sie weltweit ausgeliefert, um vor Ort auf den Dächern von Eigenheimen oder im Rahmen größerer PV-Projekte verbaut zu werden.

Dadurch werden in ganz Deutschland Solarmodule, Wechselrichter, Stromspeicher und viele weitere PV-Komponenten installiert, um so vielen Menschen wie möglich zukünftig eine unabhängigere und grüne Stromproduktion durch Solarenergie zu ermöglichen.

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Solarstrom-Produktion

Sind die Solarmodule erstmal auf den Dächern der Solaranlagen-Betreiber:innen installiert, produzieren sie über die nächsten Jahrzehnte hinweg zuverlässig nachhaltigen Solarstrom für den eigenen Haushalt. In der Regel geben die Hersteller auf ihre (modernen) Solarmodule 25 bis 30 Jahre Leistungsgarantie. Aber auch nach Ablauf dieser Zeit erzielen die Module noch über 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung und versorgen dich noch viele weitere Jahre mit nachhaltigem Strom.

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Instandhaltung und Wartung

Während der Laufzeit deiner Solaranlage liegt dann der Fokus auf Wartung und Instandhaltung. Dabei nehmen diese Faktoren während der Lebensdauer deiner Solarmodule sehr viel weniger Zeit in Anspruch, als viele vermuten.

Denn die PV-Module deiner Solaranlage verfügen über eine selbstreinigende Eigenschaft. Das bedeutet, dass sie in der Regel gar nicht gereinigt werden müssen, da dies von ganz alleine passiert. Durch äußere Einflüsse wie Regenschauer und Schnee werden leichte Verschmutzungen auf der Oberfläche deiner Photovoltaikmodule in den meisten Fällen einfach abgewaschen.

Wohnst du in einer sehr ländlichen Region, in der es zu stärkeren und hartnäckigen Verschmutzungen deiner Solarmodule kommt, kann sich eine professionelle Reinigung deiner Solaranlage dennoch lohnen. In diesem Fall vermeidest du spätere Ertragseinbußen deiner Solaranlage.

Beobachtest du kleinere Störungen oder Ertragseinbußen deiner Solaranlage, kann dies häufig bereits durch eine Fehlerbehebung aus der Ferne behoben werden. Die Expert:innen bei zolar kümmern sich in diesem Fall jederzeit um dein Anliegen und können die Daten deiner Solaranlage ganz einfach aus der Ferne abrufen und mögliche Fehlerquellen ausfindig machen.

Entsorgung und Recycling

Der letzte Schritt im Lebenszyklus deiner Solarmodule ist ihre fachgerechte Entsorgung. Wir erklären dir, was du dabei beachten solltest.

Allgemein gelten Solaranlagen in Deutschland als Sondermüll und gehören daher nicht in den Haushaltsmüll. Mono- und polykristalline Solarmodule können aber den normalen Recycling-Weg gehen, um so darin enthaltene wertvolle Rohstoffe wiederverwendbar zu machen.

Allgemein kannst du bis zu 20 Solarmodule deiner privaten PV-Anlage einfach beim kommunalen Wertstoffhof ab- und so in den Recyclingkreislauf übergeben. Dabei musst du dich allerdings vorab selbst um die Organisation der Demontage deiner Solarmodule kümmern.

Eine weitere Option ist die Nutzung von “PV Cycle”. Dabei handelt es sich um einen Rücknahme- und Recyclingservice mit einem Netzwerk von Sammelstellen, Abfalltransporteuren und Recyclinganbietern in ganz Europa. Die gemeinnützige Organisation sammelt PV-Module an zertifizierten Sammelstellen bei Großhändler:innen, Installateur:innen sowie bei teilnehmenden Herstellern ein und transportiert sie zu Recyclinganlagen. Du kannst dich also jederzeit bei deinem Solarmodul-Hersteller erkundigen, ob er sich am “PV Cycle”-Programm beteiligt.

Wusstest du schon? Auch der deutsche Hersteller Meyer Burger legt bei der Produktion der PV-Komponenten viel Wert auf Nachhaltigkeit und versucht Abfälle, Umweltverschmutzung und CO2-Emissionen zu vermeiden. Durch den Verzicht auf giftige Bestandteile wie Blei, wird die Entsorgung der Solarmodule von Meyer Burger somit deutlich umweltschonender.

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Fazit

Mit einer Solaranlage auf dem eigenen Dach kannst du dich für viele Jahre unabhängiger von steigenden Strompreisen machen und ganz nebenbei deine laufenden Kosten deutlich minimieren. Bei der Erzeugung deines eigenen grünen Solarstroms haben insbesondere die PV-Module eine wichtige Rolle – denn diese sind bis zu 30 Jahre lang für die Umwandlung des Sonnenlichts in elektrischen Strom für deinen Haushalt zuständig.

Um den Lebenszyklus eines Solarmoduls besser nachvollziehen zu können, haben wir dir alle Schritte von der Produktion bis hin zum Recycling kurz zusammengefasst. Ist dein Interesse geweckt? Dann prüfe noch heute die Verfügbarkeit für deine Solaranlage von zolar und profitiere auch du von nachhaltig erzeugtem Strom durch Solarmodule auf deinem Dach.

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