Entwicklung der EEG-Einspeisevergütung

20.07.2018 – Kevin Murkisch – Lesezeit: 4 Minuten

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz war weltweit eines der ersten seiner Art und sollte dazu dienen, Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik oder Windenergie bei der Einspeisung in das Stromnetz zu bevorzugen und diese dadurch langfristig wettbewerbsfähig zu machen. Eine festgeschriebene EEG-Einspeisevergütung sollte als Anreiz dienen, den Ausbau schnellstmöglich voranzutreiben.

Tatsächlich war das EEG extrem erfolgreich, was den Ausbau der erneuerbaren Energien angeht. Schließlich ist vor allem die Solarenergie mittlerweile nicht mehr nur wettbewerbsfähig: Photovoltaik ist heutzutage die kostengünstigste Möglichkeit der Stromerzeugung und liegt mit rund 10 Cent/kWh preislich deutlich vor dem Strom aus dem öffentlichen Netz mit durchschnittlich 29 Cent/kWh.

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EEG-Einspeisevergütung über die Jahre gesunken

Das liegt vorrangig an den massiv gesunkenen Preisen für die Komponenten einer Photovoltaikanlage. Kostete ein kWp Leistung im Jahre 2006 noch rund 6.500 Euro, so liegt der Wert heute bei rund 1.200 Euro. Das entspricht einem Preisverfall von über 75%. Doch in ähnlichem Maße wie die Komponentenpreise fiel auch die EEG-Einspeisevergütung.

So manch ein Interessent einer PV-Anlage fragt sich daher, ob sich der Kauf einer Solaranlage überhaupt noch lohnt, wenn die Einspeisevergütung für den nicht verbrauchten Solarstrom immer weiter sinkt. Tatsächlich sank die Einspeisevergütung von rund 57,4 Cent/kWh im Jahr 2004 auf lediglich 12,2 Cent/kWh im Jahr 2017. In diesem Fall beziehen wir uns dabei nur auf Kleinanlagen mit bis zu 30 kWp Leistung, bzw. 10 kWp Leistung nach der EEG-Novelle im Jahr 2012.

EEG-Vergütung
 

Eigenverbrauch lautet jetzt das Zauberwort

Doch wer sich für den kauf einer Photovoltaikanlage interessiert, der sollte sich nicht von der sinkenden EEG-Einspeisevergütung abschrecken lassen. Denn die Wahrheit ist: Die EEG-Einspeisevergütung wird eigentlich nicht mehr gebraucht. Das mag zunächst absurd klingen. Doch Tatsache ist, dass Solaranlagen mittlerweile so günstig geworden sind, dass sich die Einspeisung in das öffentliche Netz nicht mehr lohnt. Eigenverbrauch lautet nun das Zauberwort.

Denn heute gilt: Je mehr des eigens erzeugten Solarstroms verbraucht wird, desto mehr Geld wird gespart. Wer also früher eine Solaranlage gekauft hat, um bestenfalls 100% des Solarstromes in das öffentliche Netz einzuspeisen, der versucht heute, möglichst viel des günstigen Öko-Stroms selbst zu verbrauchen. Aus den reinen Rendite-Objekten sind somit die kostengünstigsten Alternativen für den Stromverbrauch geworden.

Hauskraftwerk
 

Die EEG-Einspeisevergütung wird nicht mehr gebraucht

Viele unserer Kunden sind daher schon seit langer Zeit darauf aus, so wenig Solarstrom in das Netz einzuspeisen wie möglich und lassen sich dafür neben der eigenen Photovoltaikanlage auch gleich den passenden Stromspeicher installieren. Denn dieser macht es möglich, bis zu 70% des Strombedarfs mit Solarstrom zu decken. Manche erzielen gar einen Eigenverbrauch von 90% und mehr und konnten ihre jährlichen Stromkosten somit praktisch auf Null senken.

Die steigende Unabhängigkeit mit einem Stromspeicher hat auch noch einen weiteren Vorteil. Denn je höher der Eigenverbrauch ausfällt, desto weniger Sorgen muss man sich vor steigenden Stromkosten in der Zukunft machen. Die Strompreise des öffentlichen Netzes liegen mit durchschnittlich 29 Cent/kWh schon heute deutlich über dem des Solarstroms und werden in der Zukunft weiter steigen, während die Einspeisevergütung sinkt. Das macht den Eigenverbrauch zusätzlich besonders attraktiv.

Hauskraftwerk
 

Degressionsrate mit “atmendem Deckel”

Wer also einen möglichst hohen Eigenverbrauch erzielen und dennoch von einer noch verhältnismäßig hohen Einspeisevergütung profitieren möchte, der sollte schnell handeln. Denn die EEG-Vergütungssätze sind mit einem atmenden Deckel ausgestattet, haben also eine monatliche Degressionsrate von 0,5%. Diese passt sich aber je nach installierter Photovoltaik-Leistung der vergangenen 12 Jahre an. Je mehr Leistung installiert wird, desto höher ist die Degressionsrate.

Wird jedoch zu wenig Leistung installiert, wird die Vergütung entweder weniger gekürzt, bleibt gleich oder steigt sogar. Doch aufgrund der aktuell hohen Zubauzahlen ist davon nicht auszugehen. Doch selbst, wenn man (optimistisch) mit einer monatlichen Degressionsrate von 0,5% plant, so wird deutlich, dass die Einspeisevergütung bis 2028 auf lediglich 6,5 Cent / kWh sinken könnte. Bezieht man die derzeit hohen Zubauzahlen mit ein, so ist es allerdings auch denkbar, dass es in den kommenden 5 Jahren keine Einspeisevergütung mehr geben wird.

Hauskraftwerk
 

Fazit

Zwar ist die EEG-Einspeisevergütung in den letzten Jahren massiv gesunken, doch sollten sich Interessenten einer PV-Anlage darüber keine Gedanken machen. Denn der erzeugte Solarstrom ist mittlerweile so günstig, dass sich eine Einspeisung ökonomisch ohnehin nicht mehr lohnt.

Wer mit seiner Solaranlage wirklich Geld sparen möchte, der sollte auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch setzen und somit vom kostengünstigen Solarstrom profitieren. Lassen auch Sie sich noch heute Ihr individuelles, kostenloses und für Sie unverbindliches Angebot für den Kauf und die Installation einer Photovoltaikanlage erstellen!

 
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