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Was bringt eine Solaranlage im Winter?

16.10.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 7 minutes

Am 27. Oktober 2019 werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Diese Zeitumstellung bedeutet für viele dabei vor allem eins: Die dunkle Jahreszeit beginnt. Zwar fällt der astronomische Winteranfang 2019 erst auf den 22. Dezember, doch nimmt die Anzahl der Sonnenstunden bereits ab Ende Oktober deutlich ab. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger.

Viele, die sich für eine Solaranlage interessieren, stellen sich daher die Frage: Bringt mir eine PV-Anlage im Winter überhaupt etwas? Immerhin benötigt ein Photovoltaik-Modul Sonne, um kostengünstigen und umweltfreundlichen Solarstrom zu produzieren. Wie also funktioniert die Solarstromproduktion, wenn im Winter weniger Sonne scheint? Diese Fragen wollen wir im heutigen Artikel beantworten.

Solaranlage im Winter


Globalstrahlungswerte im Jahresverlauf

Um die Frage zu beantworten, wie viel Solarstrom eine Photovoltaikanlage im Winter produziert, müssen wir zunächst einen Blick auf die Globalstrahlungswerte werfen. Die sogenannte Globalstrahlung bezeichnet die Gesamtheit der Sonnenstrahlung, die auf die Erdoberfläche trifft. Sie setzt sich aus der Direktstrahlung und der Diffusstrahlung zusammen, welche die Erde auf direktem Weg oder über Streuung erreichen.

Die Globalstrahlung wird dabei in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Sonne trifft auf die Erdoberfläche. Die geografischen Unterschiede in Deutschland sind dabei deutlich spürbar. Während in Süddeutschland im Jahr 2018 Werte von bis zu 1.335 kWh/m² erreicht wurden, erzielten manche Orte im Norden teils lediglich Werte von 1.084 kWh/m² im Jahr.

PV-Anlage im Winter

Ein Blick auf die Monatssummen zeigt, dass nicht nur geografische Unterschiede bestehen. Auch spielt die Jahreszeit - wie erwartet - eine wichtige Rolle. So waren die Monate Mai bis Juli im Jahr 2018 diejenigen mit den höchsten Globalstrahlungswerten. Je nach Region wurden hier bis zu 212 kWh/m² im Monat gemessen. Der Sommermonat Juli war dabei im vergangenen Jahr der sonnenreichste, mit einem Mittelwert von 198 kWh/m².

Doch schon im August nahmen die Werte ab und sanken bis Dezember auf einen Mittelwert von 14 kWh/m². Bereits ab Januar 2019 stiegen die Monatssummen jedoch wieder konstant an und erreichten bis zum Frühlingsbeginn im März durchschnittlich 75 kWh/m². Bis Juni 2019 verdreifachte sich die Globalstrahlung gar und erreichte vor allem im Nordosten Deutschlands Maximalwerte von bis zu 224 kWh/m². Damit war der Juni 2019 der sonnenreichste der letzten 30 Jahre.

Photovoltaik im Winter


Jährliche Solarstromproduktion

Was aber bedeutet das? Wie hoch fällt die jährliche Solarstromproduktion insgesamt aus? Unbestritten ist, dass eine Solaranlage im Sommer mehr Strom produziert als im Winter. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage nicht auch im Winter lohnt. Folgendes Rechenbeispiel soll dies verdeutlichen, denn die Solarenergie ist einfach skalierbar.

Möchten Sie beispielsweise die zuvor genannten Globalstrahlungswerte direkt in Solarstrom umwandeln, so benötigen Sie lediglich eine Solaranlage mit einer Leistung von 1.000 Watt, also einem Kilowattpeak (1 kWp). Je nach Leistung entspricht dies in der Regel vier bis sechs Solarmodulen, die auf dem Dach eine Fläche von 8 bis 10 Quadratmetern einnehmen. Geht man nun von der zuvor genannten jährlichen Globalstrahlung von 1.335 kWh/m² aus, so würde eine solche Solaranlage rund 1.335 kWh Solarstrom im Jahr produzieren.

Mit jedem weiteren Kilowattpeak lässt sich der Ertrag dabei entsprechend vergrößern. So erzeugt eine PV-Anlage mit zwei Kilowattpeak Leistung 2.670 kWh, eine 3 kWp-Anlage schon 4.005 kWh Solarstrom im Jahr. Demzufolge kann eine durchschnittliche private Solaranlage mit 9 bis 10 kWp Leistung in unserem Beispiel zwischen 12.015 kWh und 13.350 kWh Solarstrom im Jahr produzieren. Selbstverständlich können verschiedenste Faktoren den tatsächlichen Ertrag beeinflussen, doch dienen die genannten Beispiele durchaus als Richtwerte.

Solarstrom im Winter


Solarstromproduktion in der dunklen Jahreszeit

Zwar sind vor allem die sonnenreichen Frühlings- und Sommermonate für die hohen Erträge einer Solaranlage verantwortlich, doch sollten auch die Herbst- und Wintermonate nicht unterschätzt werden. Um dies zu verdeutlichen, werfen wir wieder einen Blick auf die durchschnittlichen Globalstrahlungswerte des Jahres 2018. So lag diese in Deutschland über das gesamte Jahr bei einem Wert von 1.207 kWh/m².

Davon entfielen 362 kWh/m² auf die Monate September bis März. Das entspricht rund 30 Prozent des Jahreswerts. Für Solaranlagenbetreiber bedeutet dies: Mit einer 10 kWp-Solaranlage können Sie in der dunklen Jahreszeit immer noch bis zu 3.620 kWh Solarstrom produzieren. Das entspricht immerhin dem durchschnittlichen Stromverbrauch eines Drei-Personen-Haushalts im Jahr.

Tipp: Laub und dünnere Schneedecken können den Ertrag Ihrer Solaranlage unter Umständen vermindern. Achten Sie daher darauf, dass die Solarmodule in den Herbst- und Wintermonaten davon frei bleiben. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die vorhandene Solarstrahlung optimal genutzt werden kann. So können Sie mit Ihrer Solaranlage auch im Winter einen Eigenverbrauch von bis zu 35 Prozent erzielen.

Photovoltaikanlage


Stromspeicher im Winter besonders wichtig

Aufgrund der niedrigeren Solarstromproduktion im Winter sollten Sie jedoch zusätzlich den Kauf eines PV-Speichers in Betracht ziehen. Denn dieser macht es möglich, den tagsüber erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu verbrauchen. Sind Sie beispielsweise tagsüber nicht zu Hause, müsste ein großer Teil des überschüssigen Stroms andernfalls in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Das wäre jedoch nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Sicht falsch. Denn aufgrund der stark gesunkenen Photovoltaik-Preise und der Einspeisevergütung ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch mittlerweile sinnvoller als die Einspeisung. Je mehr Solarstrom Sie verbrauchen, desto mehr Geld sparen Sie. Vor allem an kurzen Wintertagen kann ein Stromspeicher daher dazu beitragen, Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent zu erhöhen - und Ihren Geldbeutel zu schonen.

Eine durchschnittlich große Familie kann so durch die Kombination aus Photovoltaik-Anlage mit Solarspeicher bis zu 1.500 Euro im Jahr sparen. Dabei sind nicht nur Solarmodule zuletzt immer günstiger geworden. Auch die Preise für Stromspeicher gingen in der Vergangenheit um mehr als 40 Prozent zurück. Somit haben sich die meist mit Lithium-Ionen-Batterien versehenen Solarspeicher in der Regel nach wenigen Jahren amortisiert.

KOSTAL Wechselrichter


BYD und KOSTAL - Die effizienteste Lösung

Eines der beliebtesten Stromspeicher-Systeme ist dabei ohne Zweifel die BYD B-Box mit KOSTAL Hybrid-Wechselrichter. Das liegt nicht nur an dem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, auch sind viele Interessenten von der Effizienz des Systemes überzeugt. Schließlich wurde das System kürzlich bereits zum zweiten Mal von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zum Testsieger in Sachen Effizienz gekürt.

Der besondere Vorteil entsteht dabei durch die Kombination eines hochleistungsfähigen Stromspeichers mit einem Hybrid-Wechselrichter. Denn dieser macht es möglich, den erzeugten Solarstrom direkt im Stromspeicher zwischenzuspeichern. Anschließend kann der gespeicherte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt und im Haushalt verbraucht werden. Der Hybrid-Wechselrichter vereint somit die Funktionen eines PV-Wechselrichters mit denen eines Batterie-Wechselrichters.

Zusätzliche Komponenten werden dadurch unnötig, was nicht nur Geld, sondern auch Platz spart. Zudem ist das System dadurch besonders effizient. Denn die von der Solaranlage produzierte elektrische Energie kann direkt in den Lithium-Ionen-Akkus eingelagert werden, ohne zuvor in Wechselstrom umgewandelt zu werden. Eine mehrfache Umwandlung wird dadurch verhindert, Verluste auf diese Weise minimiert.

Stromverbrauch


Effizienter Strom verbrauchen - Geld sparen

Wer seinen Eigenverbrauch erhöhen und somit möglichst viel des erzeugten Stromes selbst verbrauchen möchte, der sollte dabei vor allem im Winter einige wichtige Punkte beachten. So ermöglicht Ihnen ein Stromspeicher zwar, den tagsüber erzeugten Solarstrom auch am Abend zu nutzen. Doch es macht durchaus Sinn, große Verbraucher wie beispielsweise Ihre Waschmaschine dann laufen zu lassen, wenn die Solarstromproduktion am höchsten ist - also wenn die Sonne scheint.

Moderne Geräte verfügen dabei in der Regel über Zeitschaltuhren, die dafür sorgen, dass sich das Gerät tagsüber zu einer bestimmten Zeit einschaltet. Alternativ können spezielle Energiemanagementsysteme heutzutage problemlos feststellen, wann die höchste Leistung der Solaranlage am jeweiligen Tag zu erwarten ist. Die Systeme übernehmen dann eigenständig die Programmierung der Verbraucher und tragen so zu einem effizienteren Stromverbrauch bei.

Nicht zu unterschätzen ist der Stand-By-Betrieb vieler elektronischer Geräte. Zwar verbrauchen Fernseher, Stereo-Anlage, Spielekonsole, Küchengeräte & Co. allein nur wenige Mengen an Strom. Doch summiert können diese vor allem in einem großen Einfamilienhaus zu wahren Stromfressern werden. Achten Sie daher darauf, dass die Geräte mit Hilfe von schaltbaren Steckdosen physisch vom Stromnetz getrennt werden, wenn sie nicht genutzt werden.

Solaranlage


Fazit

Viele Interessenten fragen sich immer noch, ob sich der Kauf einer Solaranlage rechnet. Denn sie fürchten, dass die Solarstromproduktion im Winter nicht ausreicht, um einen sinnvollen Beitrag zur Kostenersparnis zu leisten. Doch die hier vorgestellten Beispiele zeigen, dass diese Sorge unbegründet ist. Zwar nimmt die Solarstromproduktion im Winter durchaus ab, doch werden in den Herbst- und Wintermonaten immer noch rund 30 Prozent der gesamten Menge an Solarstrom im Jahr produziert.

Vor allem in Verbindung mit einem Stromspeicher lässt sich somit durchaus auch im Winter ein ausreichender Eigenverbrauch erzielen. Wer seinen Stromverbrauch zusätzlich an die aktuellen Bedingungen anpasst, der kann seinen Bedarf an Reststrom aus dem öffentlichen Netz dadurch deutlich verringern und bares Geld sparen. Wenn auch Sie von den Vorteilen einer Solaranlage mit Speicher profitieren wollen, dann lassen Sie sich noch heute Ihr individuelles, kostenloses und unverbindliches Angebot erstellen!

Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.