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SchwarmBatterie® vs. Strom-Clouds - Der große Testbericht

16.04.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 10 minutes

Immer mehr Betreiber, darunter vor allem Energieversorger, entscheiden sich dafür, ihren Kunden eine sogenannte Strom-Cloud anzubieten. Im heutigen Strom-Cloud Testbericht sollen daher die Vor- und Nachteile der Strom- oder Solar-Clouds von E.ON und SENEC aufgezeigt und diese mit der SchwarmBatterie® von LichtBlick als Alternative verglichen werden.

Stromcloud


Was ist eine Strom-Cloud?

Bei einer Strom-Cloud, auch Solar-Cloud genannt, handelt es sich um eine Art virtuellen Speicherplatz für den erzeugten Solarstrom. In der Theorie soll es somit möglich sein, den erzeugten und nicht direkt verbrauchten (Solar-) Strom in der Strom-Cloud zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufen und verbrauchen zu können. In der Praxis jedoch ist dies nicht möglich, da das deutsche Stromnetz für eine solche Anwendung nicht ausgelegt ist. Somit wird der überschüssige Strom wie bei gewöhnlichen Stromspeichern ins Netz eingespeist, jedoch im Stromvertrag mit dem Kunden anders verrechnet. Eine Strom-Cloud, wie sie beworben wird, existiert demnach nicht.

Im heutigen Cloud-Test wird dennoch beleuchtet, was hinter der Strom- oder Solar-Cloud von E.ON und SENEC steckt und welche Berechnung – oftmals für Kunden undurchsichtig – diesen Clouds zugrunde liegt. Zeitgleich sollen deren Angebote mit dem alternativen SchwarmBatterie®-Angebot von LichtBlick verglichen werden.

E.ON SolarCloud


Die E.ON SolarCloud im Test

Erklärung: Als einer der größten deutschen Energiekonzerne bietet E.ON die sogenannte SolarCloud an. Das Angebot: Der Interessent entscheidet sich für die Installation einer E.ON Aura Solaranlage mit oder ohne Stromspeicher und kann sich anschließend für die E.ON SolarCloud anmelden. Wer sich demzufolge für die E.ON SolarCloud entscheidet, der speist den erzeugten und nicht direkt verbrauchten oder im lokalen Stromspeicher gespeicherten Solarstrom in die E.ON SolarCloud und damit das öffentliche Stromnetz ein und baut eine Art Strom-Guthaben auf. Sobald nun mehr Strom verbraucht wird als die Solaranlage produziert, kann dieses aufgebaute Stromguthaben aufgebraucht werden.

Kosten: Mit dem E.ON SolarCloud Fixpreis wird bereits zu Vertragsbeginn festgelegt, wie viel Strom-Guthaben aus der Strom-Cloud bezogen werden kann. Der tatsächliche Strompreis richtet sich jedoch nach dem E.ON SolarCloud Flexpreis, der sich auf den realen Stromverbrauch bezieht und bei einem höheren Verbrauch als der festgelegten Strommenge zu Nachzahlungen führen kann. Grundsätzlich beginnen die Preise für die E.ON SolarCloud bei 30,99€/Monat (E.ON SolarCloud) bzw. 40,99€/Monat (E.ON SolarCloud Premium) ohne lokalen Stromspeicher und 21,99€/Monat bzw. 26,99€ pro Monat mit lokalem Stromspeicher.

Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5.000 kWh und der E.ON SolarCloud 6.000 lägen die Kosten bei 39,99€/Monat bzw. 49,99€/Monat. Zusätzlicher Ökostrom kostet rund 28 ct/kWh. Ob und in welchem Maße sich dieser Preis ändert, ist zunächst nicht klar ersichtlich. E.ON berechnet die Strom-Cloud-Tarife in der Regel jedoch so, dass neben dem Paketpreis keine weiteren Stromkosten anfallen sollten. Dennoch ist das Angebot von E.ON in unserem Cloud-Test das teuerste.

E.ON Solaranlage


Nachteile der E.ON SolarCloud

In der Praxis nicht umsetzbar: Der erste Nachteil der E.ON SolarCloud ist zunächst einmal, dass eine solche Strom-Cloud in der Praxis nicht existiert, da der erzeugte Solarstrom nicht im öffentlichen Stromnetz gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden kann.

Vollständige Abgabe der EEG-Vergütung: Das nächste große Problem ist, dass die EEG-Einspeisevergütung der Verbraucher, die sich für die Strom-Cloud von E.ON entscheiden, von E.ON einbehalten wird, diese aber dennoch Steuern auf diese Einspeisevergütung zahlen müssen. Dadurch gehen weitere Einnahmen und Vorteile der Solarenergie verloren. Insgesamt sind die Preise, die den Verbraucher erwarten, nicht immer klar ersichtlich.

Angebot gilt nur für Kunden mit E.ON Aura Solaranlage und Speicher:E.ON SolarCloud-Nutzer werden dazu gezwungen, eine E.ON Aura Solaranlage zu installieren. Diese wird von E.ON vorgeschrieben und kann somit nicht vom Verbraucher selbst ausgewählt werden. Wer also auf Markenunabhängigkeit und Selbstbestimmung setzt, der ist mit der Strom-Cloud von E.ON nicht gut beraten, da er somit auf leistungsstärkere und möglicherweise sogar kostengünstigere Alternativen verzichten muss.

E.ON Aura Solaranlage


Die SENEC.Cloud 2.0 im Cloud-Test

Erklärung: Der zweite Anbieter im heutigen Strom-Cloud Testbericht ist der deutsche Energiespeicher-Hersteller SENEC, der Anfang des Jahres vom Energiekonzern EnBW übernommen wurde. Mit der SENEC.Cloud 2.0 soll es, ähnlich wie bei der E.ON SolarCloud, möglich sein, Solarstrom in der Strom-Cloud zu speichern und das aufgebaute Strom-Guthaben zu einem späteren Zeitpunkt zu verbrauchen. SENEC richtet sich mit dem Angebot, anders als E.ON, jedoch an Verbraucher, die bereits eine PV-Anlage betreiben und sich für die Installation eines SENEC-Stromspeichers entscheiden, um das Angebot der SENEC.Cloud 2.0 nutzen zu können. Demnach sind Interessenten in der Wahl der Photovoltaikanlage unabhängig und können auch mit einer bestehenden PV-Anlage an der Cloud teilnehmen.

Kosten: SENEC bietet hierfür gestaffelte Paketpreise an, die sich nach dem Stromverbrauch, der Größe der PV-Anlage sowie des Speichers und der Menge des Stromes richten, den man aus der SENEC.Cloud 2.0 beziehen darf. So liegt der Preis bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh mit einer Solaranlage von 6,7 kWp und einem 5 kWh SENEC-Stromspeicher sowie 2.000 kWh Strom aus der Cloud bei 22,95€/Monat. Die nächstgrößeren Pakete für einen Stromverbrauch von 5.000 und 6.000 kWh betragen 26,95€/Monat bzw. 31,95€/Monat. Hat man einen höheren Verbrauch als angegeben, so zahlt man rund 14 ct/kWh mehr bis zur Menge des in die Strom-Cloud eingespeicherten Stromes. Darüber hinaus benötigter Strom kostet 29 ct/kWh. SENEC wirbt damit, dass es sich hierbei um Ökostrom handelt.

SENEC.Cloud


Die Nachteile der SENEC.Cloud 2.0

In der Praxis nicht umsetzbar: Der erste Nachteil der SENEC.Cloud 2.0 im heutigen Strom-Cloud Erfahrungsbericht ist (wie auch bei der E.ON SolarCloud), dass die Strom-Cloud an sich technisch nicht umsetzbar ist.

Abgabe eines Großteils der EEG-Vergütung: Nutzer der SENEC.Cloud müssen den Großteil der EEG-Vergütung an SENEC abtreten. Allerdings kann der überschüssige Solarstrom bei einer deutlichen Überproduktion der Photovoltaikanlage, also dann, wenn die Anlage mehr Strom erzeugt als insgesamt verbraucht wird, gegen den Erhalt der übrigen EEG-Vergütung durch SENEC eingespeist werden.

Undurchsichtige Preisgestaltung: Für den Kunden ist nicht von vornherein ersichtlich, welcher Strompreis ihn erwartet, wenn der Stromverbrauch höher liegt als angegeben. Auch die Frage, ob dieser sich über die Dauer der Vertragslaufzeit ändern kann, wird nicht klar beantwortet.

LichtBlick-Schwarm


SchwarmBatterie® mit Ökostrom-Tarif für 0 Euro* von LichtBlick: Eine Alternative zur klassischen Strom-Cloud

Erklärung: Alternativ zu den im heutigen Cloud Test vorgestellten Anbietern soll mit der SchwarmBatterie® ein weiteres Angebot vorgeschlagen werden, das für alle Betreiber einer Photovoltaikanlage attraktiv sein kann. Die SchwarmBatterie® ist dabei grundsätzlich nicht mit einer klassischen Strom-Cloud zu vergleichen, da hier kein Strom in eine virtuelle Cloud eingespeist oder zwischengespeichert wird. Stattdessen aber hat die SchwarmBatterie® neben der Speicherung von Solarstrom einen anderen attraktiven Extranutzen: Sie leistet einen Beitrag zur Netzstabilisierung. Denn jeder SchwarmBatterie®-Nutzer stellt einen Teil seines Stromspeichers dem sogenannten LichtBlick-Schwarm® zur Verfügung, der die Stabilität unseres Stromnetzes gewährleistet. Das heißt: Verfügt das Stromnetz über zu viel Strom, ist die Netzfrequenz also zu hoch, wird überschüssiger Strom in einem Teil der SchwarmBatterien® gespeichert. Durch diese negative Primärregelleistung kann ein größerer Anteil erneuerbarer Energien in das Stromnetz einfließen, ohne dass ein zusätzlicher Netzausbau nötig wird.

Zeitgleich kann der Nutzer den Großteil der Kapazität seines Stromspeichers jederzeit wie gewohnt nutzen, um seinen Eigenverbrauch zu erhöhen und somit deutlich mehr Solarstrom zu verbrauchen. Dabei handelt es sich bei der SchwarmBatterie® selbst um den leistungsstarken Stromspeicher LG Chem RESU 10H, welcher bestens geeignet ist für die intelligente Nutzung im LichtBlick-Schwarm®, der unter anderem aus einer Vielzahl von SchwarmBatterien® und dezentralen Kraftwerken besteht.

Kosten: Wer sich für die SchwarmBatterie® von LichtBlick und die geeignete SchwarmBatterie®-Paketgröße entscheidet, erhält einen SchwarmBatterie®--Vertrag für 100% Ökostrom - direkt vom eigenen Dach oder von LichtBlick, zu einem Strompreis von 0 Euro. Im Komplettpaket von LichtBlick entfällt dabei auch die Grundgebühr von 9,95 Euro / Monat inkl. MwSt. Durch die passende Dimensionierung der Solaranlage und den Abtritt der EEG-Vergütung an LichtBlick können die Stromkosten somit vollständig auf 0 Euro reduziert werden.

SchwarmBatterie von LichtBlick


Die Vorteile der SchwarmBatterie®

Die SchwarmBatterie® hält, was sie verspricht: Der größte Vorteil der SchwarmBatterie® ist, dass sie einen tatsächlichen Extranutzen hat und sich somit deutlich von theoretischen Modellen wie denen der klassischen Strom-Clouds unterscheidet. Wie der Name schon sagt, wird die SchwarmBatterie® im LichtBlick-Schwarm® intelligent eingesetzt – immer dann, wenn Strom in kleinsten Mengen gespeichert werden muss, um unser Stromnetz zu entlasten. Hierdurch leisten SchwarmBatterie®-Nutzer einen weiteren wichtigen Beitrag zur Energiewende.

0 Euro* für 100% Ökostrom: Für den Fall, dass der Nutzer mehr Strom benötigt als im Stromspeicher eingespeichert, schließt dieser einen SchwarmBatterie®-Vertrag mit LichtBlick ab und erhält für seine gewählte Paketgröße 100% Ökostrom für 0 Euro. Auf diese Weise profitiert der Verbraucher gleich mehrfach von den Vorteilen des kostengünstigen und umweltfreundlichen Solarstroms und der SchwarmBatterie®. Nur, wenn der Stromverbrauch den im Paket angegeben Wert überschreitet, zahlt der Nutzer den Arbeitspreis von derzeit 27,99ct/kWh inkl. MwSt.. Sollte jedoch in absehbarer Zukunft ein steigender Strombedarf erwartet werden, zum Beispiel durch den Kauf eines Elektro-Autos, lässt sich bereits vor Vertragsbeginn ein größeres SchwarmBatterie®-Paket wählen.

Leistungsstarker Stromspeicher – Stets im Blick: Bei der SchwarmBatterie® handelt es sich um einen besonders leistungsstarken Stromspeicher: Den LG Chem RESU 10H. Der weltweit beliebte Speicher erhöht den Eigenverbrauch und trägt so dazu bei, einen Großteil des eigens erzeugten Solarstroms zu nutzen. Dank der kostenlosen SchwarmBatterie®-App haben Sie Ihre Solaranlage und auch Ihren Stromspeicher dabei stets im Blick. So können Sie sich beispielsweise über Ihre Stromproduktion, sowie Ihren Verbrauch oder den Ladestatus der Batterie informieren – von unterwegs und in Echtzeit.

Freie Wahl der PV-Anlage: Der Verbraucher ist bei der Wahl seiner Solaranlage markenunabhängig und nicht an bestimmte Hersteller gebunden. Somit kann auch nachträglich noch eine SchwarmBatterie® installiert werden. Um von der LichtBlick-Komplettlösung zu profitieren, wird die Anlage je nach Stromverbrauch ausreichend dimensioniert. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh beispielsweise sollte die Anlage eine Leistung von 7 kWp aufweisen. Hierzu wird jeder Kunde individuell beraten.


Die Vor- und Nachteile der Anbieter - Ein Fazit

Um die Vor- und Nachteile der Strom-Cloud Anbieter sowie die der SchwarmBatterie® von LichtBlick vergleichen zu können, werden in der folgenden Tabelle bestimmte Kriterien anhand eines Fallbeispiels (Solaranlage mit 10 kWp und 5000 kWh Stromverbrauch und lokalem Stromspeicher) näher beleuchtet:

SchwarmBatterie® E.ON SolarCloud SENEC.Cloud 2.0
Ø Kosten / Monat 0 € ab 39,99 € 26,95 €
Ø Rückzahlung / Monat 0 € 0 € ca. 46 €
Preissicherheit
Kompl. EEG-Vergütung
100% Ökostrom Deutsche Wasserkraft Ökostrom-Mix Ökostrom-Mix
Mindestvertragslaufzeit 2 Jahre 1 Jahr
Netzstabilisierung
Markenunabhängigkeit Solaranlage Solaranlage

Der heutige Strom-Cloud-Testhat somit gezeigt, dass die SchwarmBatterie® nicht nur eine echte Alternative zu anderen Anbietern wie E.ON und SENEC, sondern vielmehr sogar die deutlich bessere Lösung ist. Denn wer sich für die SchwarmBatterie® entscheidet, der profitiert nicht nur von den Vorteilen des eigenen Stromspeichers, sondern reduziert seine Stromkosten insgesamt auf 0 Euro*. Zusätzlich trägt die SchwarmBatterie® dazu bei, das öffentliche Stromnetz zu stabilisieren.

Bei allen drei Anbietern erhalten Kunden eigenen Angaben zufolge umweltfreundlichen Ökostrom. Doch LichtBlick ist der einzige der drei Anbieter, der garantiert reinen Ökostrom und neben diesem keinen anderen Stromtarif anbietet, der Kohle- oder Atomstrom enthält. Wer demnach vollständig auf Ökostrom aus deutscher Wasserkraft setzen und dabei keinen insgesamt umweltschädlichen Stromanbieter unterstützen möchte, der sollte zur SchwarmBatterie® von LichtBlick greifen.

**Für SchwarmBatterie®-Kunden wird die Grundgebühr aus dem separat abzuschließenden LichtBlick Stromlieferungsvertrag für Privatkunden von derzeit 9,95 EUR/Monat inkl. MwSt. auf 0 EUR rabattiert. Die PV-Anlage ist so zu dimensionieren, dass die gewählte SchwarmBatterie®-Paketgröße ausreicht, um eine vollständige Gutschrift zu erlangen. In diesem Fall werden die Stromverbrauchskosten (Netzbezug) auf 0 EUR rabattiert. Voraussetzung hierfür ist, dass die Solaranlage vom Kunden ordnungsgemäß gewartet und Instand gehalten wird und die pro Jahr ins Netz eingespeiste Menge mindestens doppelt so hoch ist wie der jeweilige Netzbezug. Netzbezug, der über die beschriebenen Voraussetzungen hinaus erfolgt, wird regulär gemäß der im LichtBlick Stromtarif geltenden Preise von derzeit 27,99ct/kWh inkl. MwSt. abgerechnet. Für die Dauer des SchwarmBatterie®-Vertrages tritt der Kunde die gesamte EEG-Vergütung, die ihm aus der Einspeisung seiner Photovoltaik-Anlage an der Lieferstelle zusteht, an LichtBlick ab.

Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.