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Solaranlage mit Installation
Stromspeicher inklusive
mit Festpreisgarantie

Der zolar Ratgeber

09.12.2016 Kevin Murkisch Lesezeit 25 minutes

Lohnt sich die Installation einer Solaranlage? Wie funktioniert Photovoltaik? Aus welchen Komponenten besteht eine Solaranlage? Wie lange dauert die Installation der Solaranlage? Was ist die optimale Stromspeichergröße? Antworten auf diese und andere wichtige Fragen rund um Ihre Photovoltaikanlage und Ihren Stromspeicher haben wir für Sie in unserem Ratgeber zusammengefasst:

5 Irrtümer über Photovoltaik

5 Irrtümer über Photovoltaik

Die meisten Menschen in Deutschland sind bereits einmal mit dem Thema Solarenergie in Berührung gekommen. Sei es durch Zeitungsartikel oder Fernsehbeiträge, der Niedergang der deutschen Solarmodulhersteller hat einen faden Beigeschmack hinterlassen. Dadurch haben sich einige hartnäckige Halbwahrheiten gebildet, welche bei den Hausbesitzern viel Verwirrung gestiftet haben. Lassen Sie uns die fünf wichtigsten richtigstellen.

Die Installation einer Solaranlage lohnt sich nicht mehr.

Es lohnt sich mehr denn je. Solaranlagen waren mit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahre 2002 reine Investitionsobjekte. In den letzten fünf Jahren hat sich der Fokus allerdings immer mehr auf den Eigenverbrauch gerichtet. Möglichst viel des im Haushalt verbrauchten Stromes soll durch die Solaranlage gedeckt werden. Dabei wird weniger Strom vom Netz gekauft, wodurch die Stromkosten reduziert werden – für die meisten Haushalte durchschnittlich bis zu 50%. Die Ersparnis der Stromkosten, auf die Lebensdauer der Solarmodule gerechnet, übersteigt die Anschaffungskosten um ein Vielfaches.

Solaranlagen werden in Deutschland nicht mehr gefördert

Stimmt nicht. Solaranlagen werden in Deutschland durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert. Sie garantieren dem Anlagenbetreiber einen festen Abnahmepreis für den Solarstrom, welcher nicht im Haushalt verbraucht oder im Stromspeicher gespeichert werden kann. Zusätzlich stellt das Bundeswirtschaftsministerium seit Januar 2017 wieder einen Investitionszuschuss von 20% für Stromspeicher zur Verfügung.

Lithium-Ionen-Stromspeicher sind wenig ausgereift und nicht sicher

Lithium-Ionen-Batterien werden seit mehr als zehn Jahren millionenfach in Laptops, Handys und zunehmend Elektroautos eingesetzt. Gerade die Zulassung der Speicher für Elektroautos im Straßenverkehr unterliegt erhöhten Sicherheitsanforderungen, welche auch in den Speichern der Heimkraftwerke umgesetzt werden. Nicht ohne Grund sind Anbieter wie Tesla, Mercedes-Benz und LG Chem daran interessiert, diese Technologie nicht nur in Autos, sondern auch bei den Heimspeichern einzusetzen.

Solaranlagen eignen sich nur auf Dächern, die nach Süden ausgerichtet sind.

Das stimmt nicht. Jedes Dach ist für eine Solaranlage geeignet. Solaranlagen, die auf nach Osten oder Westen gerichteten Dächern installiert sind, erzeugen auch viel Solarstrom. Der Unterschied zu einem nach Süden ausgerichteten Dach kann zum Beispiel durch zusätzliche Solarmodule kompensiert werden.

Für die Herstellung von Solarmodulen wird mehr Energie benötigt als diese jemals erzeugen können

Auch das ist falsch. Solarmodule erzeugen über ihre Lebensdauer von 25 Jahren deutlich mehr Energie als bei ihrer Herstellung, Nutzung und Beseitigung benötigt wurde. Man spricht hier von dem kummulierten Energieaufwand. Dieser beträgt bei Polysilizium-Modulen ca. 2000 kWh. Ein Solarmodul in Deutschland produziert jedoch ca. 250 kWh Strom pro Jahr, bzw. 6250 kWh während seiner gesamten Lebensdauer.

Eigenen Strom erzeugen

Eigenen Strom erzeugen

Sie möchten Ihren eigenen Strom erzeugen. Nichts ist einfacher als das. Im Nachfolgenden erklären wir die wichtigsten Begriffe und was Sie dabei beachten müssen. Mit Hilfe einer Solaranlage und eines Stromspeichers können Sie einen Großteil des Stromes, den Sie benötigen, selbst herstellen. Dadurch werden Sie unabhängiger vom Energieversorger und zukünftig steigenden Strompreisen.

Kann ich mit einer Solaranlage und einem Stromspeicher günstiger Strom erzeugen als Strom aus dem Netz?

Ja. Schon heute ist die Erzeugung von Strom mit einer Solaranlage und dessen Speicherung günstiger als der Bezug von Ihrem Energieversorger. Der selbst erzeugte Solarstrom aus dem Stromspeicher kostet zwischen 0,10 – 0,12 € pro kWh und ist damit günstiger als der Strom der meisten Energieversorger (ca. 0,30 € pro kWh). Und das Beste ist, die Kosten sind schon heute fix für die nächsten 25 Jahre und können nicht weiter steigen. Im Gegensatz dazu sind in den letzten Jahren die Kosten der Energieversorger durchschnittlich um 3 – 5% pro Jahr gestiegen.

Was bedeutet der Begriff Eigenverbrauch?

Der Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des Stromes, der durch die Solaranlage hergestellt und von Ihnen verbraucht wird. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn tagsüber die Sonne scheint und Sie zuhause Mittagessen kochen. In dem Falle wird der Strom direkt verbraucht. Mit einem Stromspeicher können Sie jedoch deutlich mehr des erzeugten Solarstroms nutzen und auf diese Weise ihren Eigenverbrauch von durchschnittlich 30% (mit einer Solaranlage ohne Solarspeicher) auf bis zu 70% und mehr (mit Stromspeicher) erhöhen.

Was bedeutet der Begriff Autarkie?

Die Autarkie oder der Autarkiegrad bezeichnen das Verhältnis aus selbstverbrauchtem Solarstrom zur Gesamtmenge des jährlich verbrauchten Stromes im Haushalt. Bei einem Autarkiegrad von 50% und einem Gesamtverbrauch von 4000 kWh pro Jahr, haben Sie beispielsweise 2000 kWh Ihres Stromverbrauches direkt durch die Solaranlage gedeckt und 2000 kWh vom Netz bezogen.

Wann verbrauche ich meinen eigenen Solarstrom (ohne Speicher)?

Wenn die Sonne scheint, stellt Ihre Solaranlage Strom her und Sie verbrauchen diesen durch die Geräte im Haushalt selbst. Sind Sie jedoch nicht zuhause und im Haushalt wird weniger Strom verbraucht, dann speist die Solaranlage den überschüssigen Strom in das öffentliche Netz ein und Sie erhalten dafür die Einspeisevergütung. Verbrauchen Sie im Haushalt mehr Strom als die Solaranlage liefern kann, zum Beispiel, wenn es bewölkt ist oder nachts, dann beziehen Sie automatisch Strom aus dem öffentlichen Netz.

Wann verbrauche ich meinen eigenen Solarstrom (mit Speicher)?

Der Stromspeicher speichert die Solarenergie dann, wenn im Haus weniger Strom verbraucht wird als von der Solaranlage zur Verfügung steht. Vor allem tagsüber, wenn die Sonne scheint und Sie nicht zuhause sind, wird der Stromspeicher geladen. Ist dieser vollständig geladen, wird der zusätzliche Strom ins öffentliche Netz eingespeist und Sie erhalten dafür die Einspeisevergütung. Scheint die Sonne nicht mehr und Sie verbrauchen Strom, wird zunächst der Strom aus dem Stromspeicher verbraucht. Erst wenn dieser vollständig entladen ist, wird automatisch Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen. Je höher der Autarkiegrad, desto weniger Strom beziehen Sie aus dem öffentlichen Netz. Bei einer Solaranlage erreichen Sie einen Autarkiegrad von ca. 30%. Mit einem Stromspeicher können Sie diesen auf ca. 70% steigern.

Was passiert mit dem Strom, den ich nicht selbst verbrauche?

Kann der Solarstrom nicht direkt im Haushalt verbraucht bzw. im Stromspeicher gespeichert werden, dann wird dieser in das Stromnetz eingespeist. Der Zweirichtungs-Stromzähler misst die Menge des eingespeisten Stroms und der Netzbetreiber vergütet Ihnen den Strom mit aktuell 11,35 ct pro kWh. Die Vergütung erhalten Sie in monatlichen Abschlägen.

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder EEG ist die gesetzliche Grundlage für alle regenerativen Energiequellen in Deutschland. Es regelt zum Beispiel die vorrangige Einspeisung von Solar- und Windstrom gegenüber Kohle- und Atomstrom. Es beschreibt auch den Vergütungsrahmen sowie die gesetzlichen Anforderungen für den Bau von Solaranlagen.

Wie lange bekomme ich die Einspeisevergütung und wie hoch ist sie?

Bei Solaranlagen bis 10 kWp wird für den eingespeisten Strom eine Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz in Höhe von derzeit rund 11,35 ct pro kWh zzgl. MwSt. gezahlt (Stand Februar 2019). Die Laufzeit beträgt 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme. Während dieser Laufzeit ist die Höhe der Einspeisevergütung fix.

Werde ich auch Strom haben, wenn keine Sonne scheint?

Ja. Ihr Haus ist weiterhin an das öffentliche Stromnetz angebunden und Sie können zu jeder Zeit regulär Strom verbrauchen. Die Solaranlage und der Stromspeicher ersetzen nicht den Netzanschluss, sondern ergänzen diesen. Durch die Nutzung Ihres eigenen Solarstroms beziehen Sie weniger Strom aus dem öffentlichen Netz und sparen damit Kosten.

Muss ich den Stromanbieter mit der neuen Solaranlage wechseln?

Nein. Sie müssen weder den Energieversorger noch den Stromtarif wechseln. Es lohnt sich allerdings, mit Ihrem Energieversorger eine reduzierte monatliche Abschlagszahlung zu verhandeln. Denn durch die Solaranlage wird die Strommenge, die Sie beziehen, sinken und damit auch Ihre monatlichen Kosten.

Ich bin tagsüber nicht zu Hause, lohnt sich Solar auch dann für mich?

Ja. Auch wenn Sie und Ihre Familie unter der Woche tagsüber nicht zu Hause sind, lohnt sich eine Solaranlage. Sie können auch dann einen Eigenverbrauch von ca. 30% erzielen. Das bedeutet, dass Sie bis zu 30% Ihres eigen erzeugten Stromes selbst verbrauchen. Auch wenn Sie selbst nicht zu Hause sind, verbrauchen z.B. Kühlschrank, Lüftungsanlagen, etc. tagsüber Strom.

6 Tipps für den Eigenverbrauch

6 Tipps für den Eigenverbrauch

Der Eigenverbrauch ist die Menge an produzierten Solarstrom, den Sie im Haushalt selbst verbrauchen und damit nicht mehr aus dem Netz kaufen müssen. Der Eigenverbrauch bestimmt maßgeblich, wie weit die Stromkosten reduziert werden können. Mit diesen einfachen Tipps können Sie Ihren Eigenverbrauch zusätzlich steigern.

Mehr Eigenverbrauch – weniger Stromkosten – mehr Unabhängigkeit vom Stromnetz.

1. Waschmaschinen und Trockner per Zeitschaltuhren einschalten

Viele Waschmaschinen und Trockner haben eingebaute Zeitschaltuhren, mit denen Sie die Maschinen tagsüber, wenn die Sonne scheint, laufen lassen können.

2. Geräte mit einem hohen Verbrauch hintereinander laufen lassen

Schalten Sie Elektrogeräte wie Ihren Backofen, einen Fön, den Staubsauger, die Waschmaschine oder den Trockner nicht gleichzeitig, sondern hintereinander ein. Damit wird die Spitzenlast reduziert und die Solaranlage kann den Strombedarf decken.

3. Verbraucher mit Batterien möglichst tagsüber laden und Stand-by Geräte ausschalten

Geräte mit Batterien, wie zum Beispiel Mobiltelefone, Laptops und Elektrofahrzeuge sollten tagsüber geladen werden. Der schleichende Stromverbrauch von Stand-by Geräten wie dem Fernseher, Videorecorder oder dem Radio führt zu einem stetigen Basisverbrauch. Schalten Sie diese Geräte komplett aus.

4. Stromspeicher nachträglich installieren

Lithium-Ionen Stromspeicher können auch nach Installation der Solaranlage noch nachgerüstet werden. Sie speichern den erzeugten Solarstrom tagsüber und stellen diesen abends für die Verbraucher im Haushalt zur Verfügung. Damit kann der Eigenverbrauch auf bis zu 70% und mehr erhöht werden.

5. Nachrüstung eines Energiemanagementsystems

Mittlerweile gibt es intelligente Energiemanagementsysteme, welche die Verbraucher im Haushalt automatisch steuern. Prognostiziert zum Beispiel die Wettervorhersage, dass es am Nachmittag sonnig wird, so wartet der Energiemanager automatisch mit dem Anstellen der Waschmaschine. Geräte werden automatisch je nach Solarstrom-Angebot gesteuert.

6. Nachrüstung einer Luft-Wärmepumpe

Besonders geeignet zur Nachrüstung sind Luft-Wärmepumpen zur Herstellung von Warmwasser. Diese werden über einen Energiemanager angesteuert und dann angeschaltet, wenn ausreichend Solarstrom zur Verfügung steht. Bevor der Strom ins Netz eingespeist wird, wird im Eigenverbrauch Warmwasser hergestellt.

Komponenten einer Solaranlage

Komponenten einer Solaranlage

Solaranlagen werden heute millionenfach weltweit gebaut. Mit einer Lebensdauer von mehr als 25 Jahren sind Solarmodule extrem robust und zuverlässig. Die Technologie existiert seit mehr als 50 Jahren und wurde in den letzten Jahren stetig perfektioniert.

Aus welchen Komponenten besteht eine Solaranlage?

Die Solaranlage besteht aus den Solarmodulen (Photovoltaikmodule oder PV-Module), einem Montagesystem (Gestellsystem), Wechselrichter, Solarkabel und einem Zwei-Richtungszähler. Das Solarmodul ist durch das Gestellsystem auf dem Dach montiert. Es wandelt die eintreffende Sonnenstrahlung in Gleichstrom um, welche dann vom Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom umgerichtet wird. Der Wechselrichter ist am Stromkreis des Hauses angeschlossen. Anstelle des alten Stromzählers wird ein moderner Zwei-Richtungszähler angeschlossen, welcher sowohl die Einspeisung des Solarstromes ins Netz als auch den Stromverbrauch des Hauses misst.

Wie lange funktioniert eine Solaranlage?

Eine Solaranlage ist dafür ausgelegt, mindestens 25 Jahre zu funktionieren. Egal ob Sonne, Regen, Eis oder Schnee, die Solaranlage ist durch die robuste Bauweise für das Klima in Deutschland entwickelt worden. Die Hersteller der Solarmodule geben eine sogenannte Leistungsgarantie von 25 Jahren auf die Leistung der Module. Das bedeutet, dass diese auch nach 25 Jahren auf Ihrem Dach noch mindestens 80% der ursprünglichen Nennleistung erbringen müssen. Wechselrichter bzw. Stromspeicher enthalten elektronische Bauteile und haben in der Regel eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren.

Wo werden die Komponenten gefertigt?

Die meisten Solarmodule werden heutzutage in Asien, insbesondere Korea, Taiwan und China, gefertigt. Sie entsprechen mittlerweile den gleichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards wie deutsche Solarmodule und erfüllen die erforderlichen Deutschen bzw. Europäischen Technischen Normen. Stromspeicher, Wechselrichter und Gestellsysteme werden derzeit weiterhin vorrangig in Deutschland entwickelt und hergestellt. Bei der Wahl des Moduls ist es nachrangig, ob es in Deutschland oder Asien hergestellt wurde. Denn Solarmodule sind heutzutage ein absolutes Standardprodukt und die Qualitätsunterschiede zwischen den etablierten Herstellern sind nicht wahrnehmbar.

In welcher Farbe gibt es die Solarmodule?

BLAU

Standard-Solarmodule (Polysilizium) haben in der Regel blaue Solarzellen und einen grauen Aluminiumrahmen. Vom Boden aus betrachtet sind sie auf dem Dach als kompakte dunkelblaue Fläche wahrnehmbar. Polykristalline Soalrmodule sind die am häufigsten produzierten Solarmodule und damit die günstigste Option.

SCHWARZ

Design-Solarmodule (Monosilizium) haben schwarze Solarzellen und einen schwarzen Rahmen. Vom Boden aus betrachtet sind sie auf dem Dach als eine gleichmäßige schwarze Fläche sichtbar. Sie ermöglichen ein anspruchsvolles und schickes Design.

Sind schwarze Module effizienter als blaue?

Nein. Die Leistungsfähigkeit von monokristallinen (schwarzen) und polykristallinen (blauen) Solarmodulen ist nur geringfügig unterschiedlich.

Funktioniert die Solaranlage auch bei Bewölkung?

Ja. Die Solaranlage funktioniert auch, wenn es bewölkt ist und die Sonne nicht direkt auf die Module scheint. Die Anlage erzeugt dann ca. 20% der Leistung, die sie bei direkter Sonneneinstrahlung erzeugen würde. So kann die Solaranlage auch an bewölkten Tagen einen Beitrag dazu leisten, möglichst viel Strom selbst herzustellen.

Was bedeutet eigentlich kWp?

kWp steht für Kilo Watt Peak, welches die Leistungsfähigkeit der Solarmodule angibt. Ein Standardmodul hat 265 Wp, ein Hochleistungsmodul 310 Wp. Ähnlich wie PS bei Autos, steht kWp bzw. Wp für die Kraft bzw. Leistung, die ein Modul an Strom herstellen kann. Der Zusatz Peak steht hierbei für die maximale Leistung, welche ein Solarmodul unter Standardtestbedingungen erbringen kann. Je mehr kWp eine Solaranlage hat, umso mehr Leistung verfügt sie und desto mehr Strom kann sie über den Tag herstellen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen kWh und kWp?

kWh (gesprochen Kilowattstunde) gibt die Menge an Strom an, welche über eine gewisse Zeitdauer von der Solaranlage erzeugt wird. kWp gibt die Leistung der Solaranlage zu einem gewissen Zeitpunkt an. Läuft eine Solaranlage mit einer Leistung von 10 kWp an einem sonnigen Tag genau eine Stunde lang, dann hat sie 10 kWh erzeugt.

Solaranlagen in Deutschland

Solaranlagen in Deutschland erzeugen ca. 900 – 1000 kWh pro kWp installierter Leistung. Verbrauchen Sie durchschnittlich 5000 kWh Strom, sollte Ihre Solaranlage ungefähr eine Größe von 5 kWp haben.

Kann das Solarmodul warmes Wasser herstellen und heizen?

Mit dem Begriff Solarmodul meinen wir in erster Linie ein Photovoltaikmodul. Dieses stellt durch Umwandlung von Sonnenlicht Strom her. Dieser Strom kann dann natürlich auch zum Heizen für eine Elektroheizung verwendet werden oder Sie können mittels eines Heizstabes Warmwasser erzeugen. Im Gegensatz dazu stellen Solarthermiemodule durch Umwandlung von Sonnenlicht ausschließlich warmes Wasser her.

Welche Geräusche macht eine Solaranlage?

Die Solarmodule auf dem Dach sind völlig geräuschlos. Lediglich am Wechselrichter oder dem Stromspeicher können Sie ein leises Summen des Lüfters oder der Elektronik hören. Das Geräuschniveau bei modernen Wechselrichtern liegt unterhalb von 45 Dezibel, welches ungefähr dem Betrieb einer Tiefkühltruhe entspricht. Lassen Sie den Wechselrichter und den Stromspeicher im Keller oder dem Hausanschlussraum installieren, dann werden Sie keinerlei Geräusche von den Geräten in Ihrer Wohnung hören.

Stromspeicher

Stromspeicher

Stromspeicher speichern den überschüssigen Strom der Solaranlagen und stellen ihn im Haushalt dann zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter von Lithium-Ionen-Stromspeichern, wobei die Entwicklung vor allem von der Automobilindustrie im Bereich der Elektromobilität vorangetrieben wird. Stromspeicher, Batterien bzw. Energiespeicher bedeuten im hier erläuterten Zusammenhang das Gleiche. Mehr über Stromspeicher

Sicherheit

Sicherheit

Eine der wichtigsten Fragen zu Produkten, die Strom herstellen und speichern, ist Sicherheit. Solarmodule und Energiespeicher sind erprobte Produkte, welche unter sehr strengen Sicherheitsanforderungen getestet und zertifiziert werden. Insbesondere Lithium-Ionen-Batterien werden zunehmend in Elektroautos getestet und müssen dafür viel strengere Sicherheitsstandards erfüllen.

Sind Lithium-Ion-Batterien sicher?

Ja. Lithium-Ionen-Stromspeicher werden heute massenhaft bei Laptops, Handys und Elektrofahrzeugen eingesetzt und müssen verschiedene Sicherheitstest bestehen, um für den Endverbraucher zugelassen zu werden. Aus diesem Grund sind die Lithium-Ionen-Zellen in einem stabilen und feuerfesten Kunststoffgehäuse eingepackt. Das Risiko eines Brandes von Lithium-Ionen-Batterien ist extrem gering.

Wird mein Schlaf durch eine Solaranlage beeinträchtigt?

Nein. Sie werden keine Beeinträchtigung des Schlafes haben. Solaranlagen strahlen kein elektromagnetisches Feld (Schlagwort: Elektro-Smog) aus. Die Solarmodule auf dem Dach geben keine Geräusche von sich und die Solaranlage ist nachts ausgeschaltet, da keine Sonne scheint.

Sind Solarmodule Sondermüll und wie werden sie entsorgt?

Nein. Solarmodule sind kein Sondermüll. Sie bestehen vorrangig aus Silizium (Sand), Aluminium und Plastik. Solarmodule werden am Ende Ihrer Lebensdauer recycled und in ihre Einzelbestandteile zerlegt. In Deutschland müssen die Hersteller und Importeure von Solarmodulen diese laut Elektrogesetz kostenlos vom Verbraucher zurücknehmen.

Führt eine Solaranlage zu erhöhtem Elektro-Smog?

Nein. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass durch eine Solaranlage oder einen Stromspeicher die Brandgefahr in einem Haus nicht zusätzlich erhöht wird. Der Deutsche Feuerwehrverband hat mit dem Bundesverband Solarwirtschaft im Jahre 2010 „Handlungsempfehlungen für Photovoltaikanlagen“ entwickelt, um so eine möglichst hohe Transparenz für Feuerwehrleute zu schaffen. Die Feuerwehren wurden in den letzten Jahren zunehmend darin ausgebildet, wie bei einem Brand mit Solaranlagen zu verfahren ist. Zusätzlich können Solaredge Optimizer installiert werden, welche im Brandfall jedes einzelne Modul abschalten, damit keine Möglichkeit für einen elektrischen Schlag für die Feuerwehr besteht.

Könnten die Solaranlage oder der Stromspeicher von meinen Kindern unabsichtlich berührt werden?

Nein, es besteht keine Gefahr. Die Solaranlage und der Stromspeicher sind elektrische Anlagen, die gegen unabsichtliches Berühren durch Isolation geschützt sind. Genau wie Ihre elektrischen Geräte und Kabel im Haushalt besteht keine Möglichkeit, dass leitende Teile vom Menschen aus Versehen berührt werden. Auch die Solarkabel, die auf das Dach geführt werden, sind isoliert und werden zusätzlich in einem Schutzrohr an der Hauswand verlegt. Wechselrichter und Stromspeicher werden in der Regel im Hausanschlussraum installiert und sind durch isolierte Gehäuse vor Berührung gesichert.

Welche Hinweisschilder sollten für die Feuerwehr angebracht werden?

Am Hausanschlusskasten oder Hauptsicherungskasten sollte das Hinweisschild „Photovoltaikanlage“ angebracht werden. Zusätzlich sollte ein Übersichtsplan mit technischen Details zur Anlage leicht zugänglich bzw. sichtbar aufbewahrt werden. Im Brandfall sollte dieser für die Feuerwehr leicht auffindbar sein, damit sie die Anlage spannungsfrei schalten kann und eventuelle Gefahren durch die Photovoltaik-Anlage schnell einschätzbar sind.

Installation von Solaranlagen und Stromspeichern

Installation

Die Installation von Solaranlagen und Stromspeichern muss von zertifizierten Handwerken durchgeführt werden. Insbesondere der Anschluss der Elektrokomponenten sollte durch einen erfahrenen Monteur ausgeführt werden. Glücklicherweise haben viele Fachbetriebe in Deutschland bereits umfassende Erfahrung mit der Installation von Solaranlagen. Für die Montage der Stromspeicher bieten viele Hersteller vorab eine Zertifizierung des Handwerkers an.

Wie lange dauert die Installation der Solaranlage und des Speichers?

Die Installation der Anlage für ein Einfamilienhaus dauert in der Regel einen vollen Arbeitstag. Bei größeren Anlagen oder aufgrund technischer Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers kann die Installation auch bis zu 2 Tage beanspruchen.

Wie lange werde ich keinen Strom im Haushalt haben?

4 – 6 Stunden. Lediglich bei der Installation der elektrischen Komponenten im Hausanschlussraum muss der Strom im Haus für ein paar Stunden abgeschaltet werden.

Benötige ich einen neuen Stromzähler?

Ja. Ein digitaler Zweirichtungs-Zähler muss installiert werden. Dieser misst sowohl den ins Netz eingespeisten Strom als auch den vom Netz bezogenen Strom. In manchen Haushalten wurde vom Netzbetreiber oder den Stadtwerken bereits ein Zweirichtungszähler installiert.

Benötige ich einen neuen Zählerschrank?

Wurde noch kein neuer Zähler installiert oder handelt es sich um eine ältere Elektroinstallation, so ist es unter Umständen möglich, dass auch der Zählerschrank erneuert werden muss. Sie benötigen einen weißen DIN Zählerschrank mit mindestens 10 freien Hutschienensteckplätzen. Sollte dieser nicht vorhanden sein, so muss der alte Zählerschrank ausgetauscht werden.

Muss ich an dem Tag der Installation zu Hause sein?

Ja. Damit die Monteure Zugang zum Dach und zu den Hausanschlussräumen haben, müssen Sie am Tag der Installation zu Hause sein. Stellen Sie sicher, dass Sie von der Solarfirma am Ende der Installation eine umfangreiche Einweisung in den Betrieb der Anlage erhalten.

Muss mein Haus-Elektriker am Tag der Installation auch vor Ort sein?

Nein. Teil jedes Installationsteams ist ein zertifizierter Elektriker, der sämtliche elektrischen Installationen für die Solaranlage fachgerecht bei Ihnen ausführt und die Solaranlage nach den gültigen Vorschriften an das Stromnetz anschließt.

Benötige ich einen neuen Stromanschluss vom Stadtwerk / Netzbetreiber?

Nein. Sie benötigen keinen neuen Stromanschluss von Ihrem Netzbetreiber. Die Solaranlage wird an den bestehenden Stromanschluss angeschlossen.

Dach

Dach

Die Planung der Solaranlage beginnt beim Dach. Mittlerweile gibt es für jede Dachform und jedes Dachmaterial ein passendes Befestigungssystem. Dachparallele Systeme, wie zum Beispiel Dachhaken für Ziegel-Schrägdächer, sind preisgünstiger als aufgeständerte Systeme. Auch auf Carports, Garagen oder Flachdächern können Solaranlagen installiert werden. Entscheidend ist, dass die Statik des Gebäudes und der Zustand der Dachkonstruktion die Solaranlage tragen kann.

Auf welchen Dächern darf eine Solaranlage installiert werden?

Prinzipiell dürfen in Deutschland auf allen Dächern Solaranlagen installiert werden. In den meisten Bundesländern benötigen Solaranlagen nicht einmal eine Baugenehmigung.

Kann eine Solaranlage auf einer Garage oder einem Carport installiert werden?

Ja. In den meisten Bundesländern ist die Installation von Solaranlagen auf Carports oder Garagen möglich. Auch ist dafür in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich, wenn gewisse Mindesthöhen eingehalten werden.

Kann eine Solaranlage auf einem Gartenhaus/Laube installiert werden?

Nein. Eine netzgekoppelte Solaranlage nach dem EEG kann nur an einem Haus mit einem Zugang zum öffentlichen Stromnetz und Zähler errichtet werden.

Unsere Empfehlung

Da Gartenhäuser und Lauben nur einen sehr geringen Strombedarf haben, empfehlen wir, eine kleine 24V netzferne Anlage (Inselanlage) zu installieren, welche Sie in jedem Baumarkt kostengünstig erwerben können.

Welche Dächer sind für Solaranlagen geeignet?

Prinzipiell ist jedes Dach für die Installation von Solarmodulen geeignet. Am besten eignen sich Dächer, die Richtung Süden bzw. Osten oder Westen ausgerichtet sind und so im natürlichen Lauf der Sonne liegen. Für jedes Dachmaterial wie zum Beispiel Ziegel, Metall, Schiefer oder Bitumen gibt es spezielle Befestigungssysteme. Auf Flachdächern werden Gestellsysteme mit Ballastierung verwendet, welche die Dachhaut nicht durchdringen. Auch auf Carports oder Garagen können Solaranlagen montiert werden.

Ist die Statik meines Daches ausreichend, um Solarmodule zu installieren?

Für die Mehrheit der in Deutschland gebauten Einfamilienhäuser ist die Statik des Daches in der Regel ausreichend zur Installation einer Solaranlage. Jedoch kann es bei einigen Dächern mit hoher Wind- /Schneelast oder bei älteren Dächern sein, dass das Tragverhalten durch einen Statiker überprüft werden muss. Es liegt in der Haftung des Hausbesitzers, in jedem Fall sicherzustellen, dass das Dach eine ausreichende statische Tragfähigkeit für die Solarmodule hat. Am besten lassen Sie sich dies von Ihrem Architekten oder Statiker schriftlich bestätigen.

Mein Dach ist nach Norden ausgerichtet, funktioniert die Solaranlage da auch?

Prinzipiell eignen sich alle Dächer und Dachflächen für die Installation von Solarmodulen. Am besten geeignet sind jedoch Dächer, die Richtung Süden bzw. Osten oder Westen ausgerichtet sind und so im natürlichen Lauf der Sonne liegen. Auch Dächer, die Richtung Norden ausgerichtet sind, können sich für die Installation von Solarmodulen eignen. Entscheidend ist hier der Neigungswinkel des Daches. Ist dieser sehr flach, bis ca. 15 Grad, lohnt sich auch die Installation von Solarmodulen. Ist dieser größer als 15 Grad, ist der Energieertrag oft sehr niedrig, sodass sich ein wirtschaftlicher Betrieb der Module nicht mehr lohnt.

Mein Dach ist durch Bäume verschattet, funktioniert die Solaranlage da auch?

Die Solaranlage wandelt die Einstrahlung der Sonne in Strom um. Damit die Anlage viel Strom während des ganzen Jahres herstellt, ist es wichtig, dass die Dachfläche möglichst wenig von umliegenden Bäumen, Gebäuden oder Dachgiebeln verschattet ist. Eine temporäre Verschattung, zum Beispiel durch einen Baum in östlicher Richtung, mindert zwar den Stromertrag in den Morgenstunden, hat aber keinen Einfluss auf die Stromproduktion während des Tages. Es muss daher immer individuell geklärt werden, wie viel Strom eine Solaranlage produzieren kann.

Ich habe ein Flachdach, kann dort auch Solarmodule installiert werden?

Ja. Auch auf Flachdächern können problemlos Solarmodule installiert werden. Dafür werden Gestellsysteme verwendet, welche mit Gewichten beschwert werden und sich oberhalb der Dichtungsebene befinden. Die Dachhaut wird nicht durchdrungen und die Gefahr eines Lecks ausgeschlossen.

Ich plane, mein Dach zu renovieren, kann ich jetzt schon eine Solaranlage installieren lassen?

Wir empfehlen Ihnen, zuerst das Dach zu renovieren und im Zuge der Renovierung gleich die Solaranlage installieren zu lassen. Lassen Sie Ihren Bauplaner die Montage der Solaranlage gleich mit der Solarfirma koordinieren. Damit sparen Sie Kosten bei der Installation.

Garantie, Wartung und Service

Garantie, Wartung und Service

Solaranlagen und Stromspeicher sind sehr wartungsarme elektrische Systeme. Jedoch ist eine regelmäßige Wartung zu empfehlen, damit eventuelle Anlagenfehler, eine falsche Konfiguration oder Materialmängel frühzeitig erkannt werden. Auch eine laufende Überprüfung der Stromproduktion ist sinnvoll. Sollte ein Materialmangel vorliegen, so ist dieser in der Regel von den langen Garantiezeiten der Hersteller gedeckt und der Installateur kümmert sich beim Hersteller um den Austausch mit einem entsprechenden Ersatzgerät.

Wie lang ist die Produktgarantie der einzelnen Komponenten?

Die Hersteller der Solarmodule geben eine Garantie von 25 Jahren auf die Leistung der Solarmodule. Das bedeutet, dass die Solarmodule auch nach 25 Jahren auf Ihrem Dach noch mindestens 80% der ursprünglichen Nennleistung erbringen müssen. Zusätzlich geben die Hersteller 10 Jahre Produktgarantie auf die Verarbeitung der Module. Wesentlich länger als die gesetzliche Mindestgarantiedauer. Die Wechselrichter haben eine Herstellergarantie von 5 Jahren. Aufgrund der elektronischen Bauteile im Wechselrichter ist davon auszugehen, dass dieser nach 10 bis 15 Jahren ersetzt werden muss. Jedoch wird die Wechselrichtertechnologie in 15 Jahren wesentlich günstiger und effizienter sein, sodass sich die Umrüstung auf ein neues Gerät nach einigen Jahren bereits lohnt.

Das Gestellsystem hat eine Herstellergarantie von 10 Jahren. Die Lebensdauer ist natürlich erheblich länger. So hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Systeme eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren besitzen. Der Stromspeicher hat eine Leistungsgarantie von 10 Jahren auf das Batteriemodul. Das bedeutet, dass die Batterie nach 10 Jahren noch 80% ihrer ursprünglichen Kapazität besitzt. Der Stromspeicher hat eine gesetzliche Garantie von 2 Jahren auf elektronische Bauteile.

Muss die Solaranlage und der Stromspeicher gewartet werden?

Ja. Die Solaranlage sollte regelmäßig, jedoch mindestens einmal pro Jahr, von einem Fachmann gewartet werden. Dabei wird folgendes überprüft:

  1. Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Solarmodule
  2. Festigkeit des Montagesystems, der Dachhaken und der Modulklemmen
  3. Überprüfung von Verbinder, Kabeln und Isolierungen
  4. Auswertung von Fehlerprotokollen des Wechselrichters und Stromspeichers
  5. Test von Sicherungen und Schalter

Kann ich nicht ein Teil der Wartung selber übernehmen?

Ja, das ist möglich. Sie können Teile der Wartung selbst übernehmen, wie zum Beispiel die Sichtkontrolle der Solarmodule, eine Überprüfung der Festigkeit des Gestellsystems oder die Auswertung der Fehlerprotokolle der Wechselrichter. Sollten Sie dabei einen Fehler feststellen, so kontaktieren Sie Ihre Solarfirma zur Behebung des Problems. Sollten Sie keine Probleme mit der Anlage nach ca. einem Jahr haben, so können Sie den Wartungszyklus problemlos auf zwei bis drei Jahre erhöhen.

Müssen die Solarmodule gereinigt werden?

Nein. In der Regel müssen die Solarmodule nicht gereinigt werden. Die Module sind mehr als 12° angewinkelt, sodass der Regen eventuellen Staub und Verunreinigungen wegspült. In Gebieten mit einem sehr hohen Staubanteil in der Luft, beispielsweise durch Landwirtschaft oder Pollen, kann eine Reinigung den Ertrag steigern. Jedoch übersteigen die Kosten der Reinigung meist den zusätzlichen Gewinn, sodass es sich lohnt, einfach auf den nächsten Regen zu warten.

Wie erfahre ich, wieviel Energie meine Anlage erzeugt?

Mithilfe der Anlagenüberwachung können Sie den Ertrag Ihrer Anlage ganz bequem am Computer oder vom Handy aus überprüfen. Anhand einfacher Kennzahlen und Diagramme können Sie auch Ihren Stromverbrauch, die Menge des eingespeisten und bezogenen Stromes ablesen.

Photovoltaik Förderungen

Photovoltaik Förderungen

Bei dem Kauf von Solaranlagen und Stromspeichern gibt es unterschiedliche Arten der Förderung, deren Ziel es ist, die Verbreitung erneuerbarer Energien zu unterstützen. Mehr über Photovoltaik Förderung

Genehmigungen, Anträge, Meldungen

Genehmigungen, Anträge, Meldungen

Solaranlagen und Stromspeicher unterliegen prinzipiell einer Reihe von gesetzlichen Regelungen und Verordnungen. Jedoch gibt es für Anlagen im Einfamilienhausbereich sowie für den Eigenverbrauch eine Reihe von Ausnahmen und Sonderregelungen, die den Bau der Anlagen vereinfachen. So muss zum Beispiel in den meisten Bundesländern in der Regel keine Baugenehmigung beantragt werden, da die Anlagen als Teil der technischen Gebäudeausrüstung aufgefasst und damit verfahrensfreie Bauvorhaben sind.

Benötige ich eine Genehmigung zum Anschluss der Solaranlage?

Ja. Sie müssen einen Antrag über den Anschluss einer Solaranlage beim Netzbetreiber stellen. Dieser Antrag sichert Ihnen auch die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz für den ins Netz eingespeisten Solarstrom zu.

Welche anderen Anmeldungen müssen gemacht werden?

Nach erfolgreichem Netzanschluss muss die Solaranlage an das zentrale Melderegister, das PV-Meldeportal, der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Die Anmeldung muss immer von Ihnen als Anlagenbetreiber vorgenommen werden.

Benötige ich eine Baugenehmigung für die Installation der Solaranlage?

In der Regel benötigen Sie keine Baugenehmigung. Solaranlagen auf Dachflächen werden in den meisten Bundesländern als Teil der technischen Gebäudeausrüstung aufgefasst und sind damit verfahrensfreie Bauvorhaben. Jedoch kann es landesspezifische Besonderheiten für Solaranlagen auf Garagen oder Carports geben. Stehen diese in der Nähe zur Grenze des Nachbargrundstückes oder überschreiten eine definierte Maximalhöhe, dann kann unter Umständen eine Baugenehmigung notwendig werden. Auch bei Flachdächern kann es landespezifische Anforderungen geben.

Muss ich meine Nachbarn über den Bau der Anlage informieren?

Da für die Errichtung von Solaranlagen in der Regel keine Baugenehmigung notwendig ist, müssen Sie Ihre Nachbarn nicht informieren bzw. benötigen auch nicht deren Zustimmung. Sollte jedoch eine Baugenehmigung erforderlich sein, so müssen Sie eventuell die schriftliche Zustimmung Ihrer Nachbarn zum Bau der Solaranlage einholen.

Nulleinspeiseanlagen

Nulleinspeiseanlagen

Nulleinspeiseanlagen sind Solaranlagen, welche keinen überschüssigen Strom an das Stromnetz einspeisen. Durch eine spezielle Steuerung des Wechselrichters wird die Leistung der Solaranlage so gesteuert, dass genau so viel Strom hergestellt wird wie durch die Verbraucher im Haushalt oder durch das Laden des Stromspeichers benötigt wird. Die Solaranlage bekommt keine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und unterliegt demnach keinerlei Pflichten des EEG.

Wann lohnen sich Nulleinspeiseanlagen?

Nulleinspeiseanlagen lohnen sich nur bei der Installation eines Stromspeichers und einem hohen Eigenverbrauch.

Was sind die Vorteile?

Die Vorteile der Nulleinspeiseanlage sind:

  1. Keinerlei Abrechnungen mit dem Netzbetreiber,
  2. Keine monatlichen Vorsteueranmeldungen beim Finanzamt,
  3. Keine jährliche Steuererklärung beim Finanzamt,
  4. Keine Umsatzsteuer, zahlbar auf den Eigenverbrauch,
  5. Betreiben der Solaranlage ohne die Pflichten des EEG und des Steuerrechts.

Dadurch sparen Sie Kosten, welche gerade bei einem hohen Eigenverbrauch substanziell sein können.

Was sind die Nachteile?

Die Nachteile der Nulleinspeiseanlage sind:

  1. Keine Rückerstattung der MwSt. vom Kaufbetrag der Solaranlagen und Stromspeicher,
  2. Keine Einspeisevergütung des überschüssigen eingespeisten Stroms,
  3. Überschüssiger Strom wird abgeregelt.

Gerade in den Sommermonaten steht viel überschüssiger Strom zur Verfügung, welcher nicht durch die Verbraucher im Haushalt oder den Batteriespeicher verbraucht werden kann. Jedoch kann der überschüssige Strom durch dynamische Verbraucher, wie zum Beispiel einen Heizstab oder zusätzlichen Stromspeicher, genutzt werden. Dadurch wäre keine Abregelung notwendig.

Verzichte ich dann komplett auf die Einspeisevergütung?

Ja, durch die Entscheidung, eine Nulleinspeiseanlage zu betreiben, erhalten Sie keine Einspeisevergütung. Sie können Ihre Anlage jedoch zu einem späteren Zeitpunkt zum EEG anmelden und dann die Einspeisevergütung erhalten.

Benötige ich dann überhaupt noch eine Genehmigung zum Bau der Anlage?

Ja, auch bei Nulleinspeiseanlagen muss der Netzbetreiber seine Genehmigung für den Anschluss der Anlage geben.

Sollte ich dann einen möglichst großen Speicher kaufen, um den überschüssigen Strom im Sommer zu speichern?

Nein, die optimale Größe des Speichers ist entscheidend. Es macht keinen Sinn, viel Geld für einen sehr großen Speicher auszugeben. Viel wichtiger ist es,die optimale Größe des Speichers abhängig von der Größe der geplanten Solaranlage und des Stromverbrauchs zu ermitteln.

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zolar hilft Ihnen bei der Ermittlung der optimalen Speichergröße. Fordern Sie unverbindlich ein Angebot für einen Stromspeicher an und wir ermitteln für Sie die richtige Speichergröße.

Tags: PV-Anlage
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