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Was passiert mit der PV-Anlage bei Netzausfall?

09.11.2017 Kevin Murkisch Lesezeit 5 minutes

Wenn man eine Solaranlage auf dem Dach betreibt, dann produziert man mit Hilfe der Sonnenenergie seinen eigenen Strom. Dadurch gelingt es, einen gewissen Prozentsatz der benötigten Energie in Form von Eigenverbrauch zu decken und auf diese Weise unabhängiger vom Netzanbieter und den steigenden Stromkosten zu werden.

Dennoch sind Solaranlagen im Regelfall an das öffentliche Netz angeschlossen. Schließlich kann so der überschüssige Strom in das Stromnetz eingespeist und dafür die EEG-Einspeisevergütung erhalten, aber auch fehlender Strom gegen Entgelt bezogen werden, der nicht von der Solaranlage zur Verfügung gestellt werden konnte.

Solaranlage


Anschluss an das öffentliche Stromnetz

Manch ein Solaranlagenbetreiber fragt sich daher womöglich, was geschieht, wenn es zu einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes kommt. Ist es weiterhin möglich, Solarstrom zu erzeugen, diesen zu nutzen und so auch weiterhin mit Energie versorgt zu werden? Diese und weitere Fragen sollen in diesem Beitrag beantwortet werden. Zwar kommt ein Stromausfall, wie beispielsweise in den USA, in Deutschland statistisch gesehen äußerst selten vor, doch sorgt vor allem die steigende Anzahl von Wetterextremen für Unmut bei den Verbrauchern. Während es im Winter zu erhöhtem Schneefall kommen kann, der Strommasten oder Hochspannungsleitungen beschädigt, kommt es im Sommer und Herbst vermehrt zu starken Regenfällen.

Diese Regenfälle können die Seen und Flüsse in hohem Maße anschwellen lassen und so für Sturmfluten sorgen. So kam es erst im Jahre 2013 zu einem Hochwasser im gesamten Mitteleuropa, welches in sieben Ländern für starke Überflutungen sorgte. Auch in Deutschland standen weite Teile des Landes unter Wasser und wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

Doch selbst nachdem das Wasser zurückgegangen war und die Aufräumarbeiten beginnen konnten, dauerte es mehrere Tage oder Wochen, bis die Stromversorgung ganzheitlich wiederhergestellt werden konnte.

Stromnetzausfall


Was passiert bei einem Netzausfall?

Nur wenige wissen, dass auch eine Solaranlage sich im Falle eines weitreichenden Stromausfalles automatisch und unverzüglich vom Netz trennt. Das kann für Unverständnis sorgen. Denn auch wenn der Solarstrom gerade zu diesem Zeitpunkt also besonders gut gebraucht werden könnte, kann er zunächst nicht genutzt werden. Dies geschieht vorrangig zum Schutz aller, die zu diesem Zeitpunkt Arbeiten am öffentlichen Netz vornehmen, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Wie aber lässt es sich ermöglichen, dass der von der Solaranlage erzeugte Ökostrom auch bei einem Netzausfall genutzt werden kann? Die Antwort ist einfach: Mit einem passenden Stromspeicher lassen sich Ersatz-, bzw. Notstromsysteme, aber auch der Inselbetrieb realisieren.

Der Unterscheid zwischen den Systemen ist dabei relativ schnell erklärt. Not- und Ersatzstromsysteme können den von der Solaranlage erzeugten und im Stromspeicher gespeicherten Strom nutzen, um einzelne oder aber alle Verbraucher des Haushaltes weiter mit Strom zu versorgen. Dies geschieht so lange, bis der im Speicher vorhandene Solarstrom vollständig aufgebraucht ist. Ist der Speicher jedoch entladen, steht kein Strom mehr zur Verfügung.

Anders bei einem Inselsystem. Zwar kann auch hier für eine Weiterversorgung sämtlicher Verbraucher im Haushalt gesorgt werden, doch ist diese nicht auf die Kapazität des Speichers begrenzt, da dieser auch bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes weiterhin von der Solaranlage aufgeladen werden kann. Die Anlage läuft dann vollkommen netzunabhängig, also im Inselbetrieb, wodurch ein Autarkiegrad von nahezu 100% erreicht wird.
PV-Anlage


E3 / DC S10-Modelle

Jedoch sind längst nicht alle Stromspeichersysteme für den Inselbetrieb geeignet. Zwar bieten viele Hersteller eine Not-, bzw. Ersatzstrom-Lösung an (hier sollen vor allem die LG Chem RESU-Modelle genannt werden), doch nur wenige können auch vollständig netzunabhängig arbeiten. Ein Beispiel für einen wahren Alles-Könner in Sachen Eigenversorgung stellen allerdings die auch "Hauskraftwerk" genannten Energiespeicher der E3/DC S10-Reihe dar. Dieser Stromspeicher kann bei Bedarf ein vollständiges und autarkes Stromnetz aufbauen, ohne dass zusätzliche Geräte benötigt werden. Sämtliche Erzeugung ist integriert, auch weitere Wechselrichter sind demnach unnötig. Auf diese Weise werden alle drei Phasen des Haushaltes mit Strom versorgt.

E3DC S10 Die E3/DC S10-Modelle sind für den Ersatzstrom und Inselbetrieb ausgelegt


BYD B-Box mit SMA Sunny Island

Doch nicht nur die E3 / DC S-10 Modelle sind dazu in der Lage, ein Inselstromsystem aufzubauen. Auch die B-Box-Serie von BYD ist in Verbindung mit dem Sunny Island von SMA inselstromfähig. Der Batterie-Wechselrichter steuert dabei den Lade- und Entladevorgang des Stromspeichersystems und macht es so möglich, dieses auch bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes weiterhin mit dem von der Solaranlage erzeugten Solarstrom aufzuladen. Bei der BYD B-Box handelt es sich dabei um einen modularen Stromspeicher, dessen Kernelement die sogenannten B-Plus-Module sind, von denen jedes eine Kapazität von 2,5 kWh aufweist und mit einem eigenen Batteriemanagementsystem ausgestattet ist. Bis zu 4 Module finden dabei in einem Gehäuse Platz.

BYD B-Box Auch die BYD B-Box kann bei Netzausfall Inselstrom gewährleisten


Auf diese Weise können bis zu 10 kWh in einem Gehäuse zum Einsatz kommen. Weiter können bis zu 8 Gehäuse in Kombination miteinander verbunden werden, wodurch sich die maximale Kapazität in 2,5 kWh-Schritten auf bis zu 80 kWh erweitern lässt. Das Stromspeichersystem eignet sich somit für jegliche Anforderungen, von einer kleinen Solaranlage, bis hin zu einem mittelgroßen Solarpark.

Die allpolige Trennung, die für die Errichtung des Inselsystems zwingend notwendig ist, wird durch den SMA Sunny Island gewährleistet. Auf diese Weise können alle drei Phasen des Haushaltes weiterhin mit Strom versorgt werden, ohne an die Kapazität des Stromspeichers gebunden zu sein. Dieser kann im Inselbetrieb schließlich auch weiterhin durch die Solaranlage aufgeladen werden und stellt so dauerhaft Strom zur Verfügung.

Notstrom


Fazit

Kommt es aufgrund unterschiedlichster Ursachen zu einem weitreichenden Netzausfall, stellen auch Solaranlagen im Regelfall die Stromproduktion ein, um die Gesundheit der am Stromnetz arbeitenden Menschen nicht zu gefährden. Einige Stromspeicher wie die E3/DC S10-Modelle, aber auch die BYD B-Box-Reihe ermöglichen es jedoch, die Anlage vollständig vom öffentlichen Netz zu trennen und eine autarke Energieversorgung zu realisieren.

Im sogenannten Inselbetrieb lassen sich alle drei Phasen des Haushaltes und damit sämtliche Verbraucher weiterhin mit Strom versorgen. Der Stromspeicher kann in diesem Fall weiterhin von der PV-Anlage aufgeladen werden, wodurch eine vollständig netzunabhängige Energieversorgung ermöglicht wird. Mehr Unabhängigkeit geht nicht.

Wenn also auch Sie in Zukunft unabhängig von steigenden Stromkosten, aber auch eventuellen Netzausfällen werden möchten, dann lassen Sie sich noch heute Ihr individuelles, kostenloses und für Sie unverbindliches Angebot für den Kauf und die Installation einer Solaranlage und eines passenden Stromspeichers erstellen!

Tags: Notstrom
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