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Photovoltaik Förderung in Bayern

05.11.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 9 minutes

Aktualisiert am 13.11.2019: Zusätzliche Fördermittel für das PV-Speicher-Programm in Bayern; München fördert jetzt auch die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge


Mit dem 10.000 Häuser-Programm energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen durchführen


Nicht nur der Bund, sondern auch die einzelnen Länder treiben die Förderung von erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren stark voran. So auch der Freistaat Bayern mit dem sogenannten 10.000-Häuser-Programm, welches seit Mitte April 2017 wiederaufgenommen wurde und dazu dient, die CO²-Emissionen in Bayern drastisch zu reduzieren.

Das Programm besteht dabei aus dem Programmteil „EnergieSystemHaus“ sowie dem „PV-Speicher-Programm" und richtet sich an Gebäudeeigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern, die energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen an ihrem Gebäude durchführen möchten.

Förderung in Bayern


Neues vom 10.000 Häuser-Programm

  1. Zusätzliche Mittel für das „PV-Speicher-Programm" wurden vom Freistaat Bayern bereitgestellt. So können bis Ende des Jahres 2019 noch 6.500 Anträge eingereicht werden. Im Jahr 2020 ist die Anzahl der Anträge zunächst auf 12.000 begrenzt.

  2. Der Programmteil „EnergieSystemHaus“ wird zum 31. Januar 2020 ausgesetzt und neu überarbeitet. Bis dahin können noch 500 Anträge eingereicht werden.

WICHTIG: Zum Zeitpunkt der elektronischen Antragsstellung darf in beiden Programmteilen noch kein Auftrag für geplante Bau- und Technikleistungen erteilt worden sein. Beantragen Sie daher zunächst die Förderung, bevor Sie die Anlage kaufen und den Auftrag zur Installation erteilen.

Solaranlage


„EnergieSystemHaus"

Der Programmteil „EnergieSystemHaus" richtet sich an Eigenheimbesitzer, die ihr Haus energieeffizient bauen oder umfassend energetisch sanieren möchten, um den Bau so energieeffizient wie möglich zu gestalten. Der Förderbetrag setzt sich dabei zusammen aus:

  1. Einem TechnikBonus für ein innovatives Heiz-/Speicher-System, das das Energiesystem besonders unterstützt und ggf.

  2. Einem optionalen Energieeffizienzbonus für besondere Energieeffizienz. Sie verstärkt und vervielfacht wie Wirkung des Heiz-/Speicher-Systems und ist teilweise sogar die technische Voraussetzung für das Funktionieren innovativer Technik.


„TechnikBonus"

Der TechnikBonus fördert den Einsatz eines innovativen Heiz-/Speichersystems mit Energiemanagementsystem, das die Speicherung von Energie sowie die Flebilisierung des Energiebezugs ermöglicht. Ziel des TechnikBonus ist es somit, den Energiebezug des Hauses aus den öffentlichen Stromnetzen zu reduzieren bzw. Nutzern zu ermöglichen, sich sogar temporär selbst zu versorgen. Je nach gewähltem Heiz-/Speicher-System liegt der TechnikBonus eines Wohngebäudes bei 1.000 bis 9.000 Euro.

Entscheiden Sie sich beispielsweise für eine netzgekoppelte Photovoltaik-Anlage mit Energiemanagementsystem und elektrischer oder thermischer Energiespeicherung, so können Sie einen TechnikBonus von 1.000 bis 3.000 Euro für Ihre Anlage erhalten, wenn diese dazu dient, Einspeisespitzen in das öffentliche Netz gezielt zu kappen.


„EnergieeffizienzBonus"

Wer die Energieffizienz seines Hauses zusätzlich erhöht, der kann anschließend sogar von dem optionalen EnergieeffizienBonus profitieren, der sich am Niveau des spezifischen Heizwärmebedarfs des Wohnhauses orientiert. Bis zu 12.000 Euro können somit bei Einsatz einer Photovoltaikanlage und der zusätzlichen Erhöhung der Energieeffizienz - sowohl beim Neubau als auch bei einer Sanierung - bezogen werden.

Dabei müssen die Gebäude nach einer Sanierung mindestens den Standard des KfW-Effizienzhauses 115, bei einem Neubau des KfW-Effizienzhauses 55 erzielen. Gefördert werden somit nicht die Solaranlage oder der Speicher als solcher, sondern die gezielte Kappung von Energiespitzen in das öffentliche Stromnetz bzw. die Bereitstellung von Primärregelleistung durch thermische und elektrische Energiespeicher.

Photovoltaikanlage


Nebenanforderungen für Photovoltaikanlagen

Zum Erhalt dieses Förderprogrammteils für Photovoltaikanlagen-Betreiber sind folgende Nebenanforderungen zu erfüllen:

  1. Die installierte Nennleistung der PV-Anlage muss mindestens 5kWp aufweisen,

  2. Der Betreiber der Anlage verpflichtet sich zur verminderten Netzeinspeisung durch Leistungsbegrenzung auf mind. 20 Jahre,

  3. Der Netzbetreiber kann die Leistungsbegrenzung jederzeit auf eigene Kosten überprüfen,

  4. Die Energiemanagementkomponenten müssen über a) eine geeignete elektronische und offengelegte Schnittstelle zur Kommunikation mit einer Smart Meter-Infrastruktur, um Netzdienstleistungen zur Verfügung zu stellen und flexible Bezugs- und Einspeisetarife verarbeiten zu können und b) eine geeignete und offene Schnittstelle zur Fernsteuerung verfügen.


Die letzten 500 Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme bis zum 31. Januar 2020 über die Online-Plattform einzureichen. Das Programm wird zum 31. Januar 2020 ausgesetzt und komplett überarbeitet. Wer also von der Förderung profitieren möchte, der sollte schnell handeln.

Stromspeicher


„PV-Speicher-Programm"

Um Gebäudeeigentümer von der Installation eines Stromspeichers zu überzeugen, den dezentralen Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben und schließlich auch das Stromnetz zu stabilisieren, hat der Freistaat Bayern vor einiger Zeit das „PV-Speicher-Programm" eingeführt. Dieses macht es Betreibern einer Photovoltaikanlage möglich, je nach Kapazität des neuen Batteriespeichers und Leistung der neuen PV-Anlage eine Förderung zwischen 500 und 3.200 Euro zu erhalten.

Dabei richtet sich die Höhe der Förderung stets nach dem niedrigeren Wert. Hat also der Stromspeicher eine geringere Kapazität (in kWh) als die Solaranlage Leistung (in kWp) aufweist, so wird der Wert des Batteriespeichers als Grundlage für die Berechnung verwendet und umgekehrt. Daraus ergeben sich folgende Förderungsmöglichkeiten:

Die Förderhöhe beginnt bei 500 Euro für einen Batteriespeicher mit 3,0 bis 3,9 kWh Kapazität und einer Solaranlage größer als 3 kWp und erhöht sich mit jeder Kilowattstunde bzw. jedem Kilowattpeak um 100 Euro. Das bedeutet: Als Betreiber einer Solaranlage mit über 9 kWp Leistung und einem Stromspeicher von 9 bis 9,9 kWh Kapazität könnten Sie einen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro erhalten. Den Höchstbetrag von 3.200 Euro erhalten Betreiber jedoch erst ab einer Speicherkapazität von 30 kWh und einer Anlagengröße von mehr als 30 kWp.


Optional: Sie fahren ein Elektro-Auto oder denken über den Kauf eines solchen E-Autos nach? Dann können Sie zusätzlich zur Förderung für den Stromspeicher eine Förderung in Höhe von 200 Euro für eine Ladestation für Elektrofahrzeuge erhalten.

Ladestation


Anforderungen für Stromspeicher und Ladestationen

Selbstverständlich sind auch für diesen Programmteil einige Anforderungen zu erfüllen, um den Zuschuss zu erhalten:

  1. Es muss sich um die Neuinstallation einer Solaranlage oder eines Stromspeichers handeln.

  2. Der Speicher muss über eine Schnittstelle zur Kommunikation und Fernsteuerung verfügen und intelligentes Energiemanagement ermöglichen.

  3. Die Förderung der Speicherkapazität (kWh) erfolgt im Verhältnis 1:1 zur Leistung (kWp) der neuen PV-Anlage.

  4. Der Speicher besitzt eine Zeitwertersatzgarantie von zehn Jahren.

  5. Die Ladestation ist für die Ladebetriebsarten 3 oder 4 geeignet und kann in das intelligente Energiemanagementsystem des Speichers eingebunden werden.

  6. Es wird nur eine Ladestation gefördert.

  7. Die AC-Ladeleistung der Ladestation ist größer als 11 kW (dreiphasig) bzw. größer als 3,7 kW (Dauerleistung, einphasig).


Anträge sind über die Online-Plattform einzureichen. Die Anzahl der übrigen Anträge im Jahr 2019 ist gering, im Jahr 2020 hingegen können wieder 12.000 Anträge eingereicht werden.

PV-Anlage


Photovoltaik-Förderung München

Während des Bundesland Bayern bereits ein Photovoltaik-Förderprogramm betreibt, hat die Landeshauptstadt München ein eigenes Förderprogramm für Photovoltaik-Anlagen eingerichtet. Damit soll die Energiewende weiter vorangetrieben werden. Die Richtlinie gilt seit dem 01.04.2019, Anträge können bis zum 31.03.2022 gestellt werden.

Das Förderprogramm in München umfasst insgesamt sieben Kategorien, darunter auch die Photovoltaikanlagen- und die Stromspeicher-Förderung. Beide sollen im weiteren Verlauf kurz vorgestellt werden:


Programmteil: Photovoltaik-Förderung München

Sie wohnen in München und möchten eine Solaranlage kaufen? Dann können Sie dank des neuen Förderprogramms jetzt besonders profitieren. Gefördert werden kann neben dem Mieterstrommodell vor allem die Neuerrichtung von privaten fest installierten Photovoltaik-Anlagen, die mit dem Stromnetz des jeweiligen Netzbetreibers verbunden sind.

Photovoltaik


Was wird gefördert?

Für die ersten 10 kWp der Solaranlagen können 200 Euro je kWp Leistung gefördert werden. Für jedes weitere kWp zwischen 10-30 kWp liegt dieser Wert bei 100 Euro je kWp. Dabei darf die Anlage, unabhängig von der Förderung, auch größer als 30 kWp ausgelegt werden.

Zusätzlich gibt es zwei Bonuszuschläge, die für Eigenheimbesitzer interessant sein könnten:

  1. Ein Zuschlag für Fassadenanlagen mit 200 Euro je kWp Leistung.

  2. Ein Zuschlag für Solaranlagen, die auf Gebäuden mit Denkmalschutz installiert werden, bei denen erst eine Genehmigung eingeholt werden muss.


Anforderungen

  1. Die verbauten Solarmodule müssen sämtliche nationale und internationale Normen einhalten.

  2. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme der Solaranlage muss nachgewiesen werden.

  3. Die technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers müssen eingehalten werden.

Solarspeicher


Programmteil: Stromspeicher-Förderung München

Neben der Solaranlage kann auch die Neuinvestition in stationäre Batterien (Lithium-Ionen- und Salzwasserbatterien) zur Speicherung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen gefördert werden. Dabei gilt dies nur für ein Batteriespeichersystem pro Solaranlage.


Was wird gefördert?

Gefördert werden 300 Euro je kWh Nutzkapazität, jedoch maximal 50 Prozent der förderfähigen Netto-Investitionskosten. Die maximale Förderhöhe liegt bei 15.000 Euro.


Bonuszuschlag Notstromfunktion Plus: Ist der Speicher inselstromfähig, bzw. die Autarkiefähigkeit der Solaranlage gewährleistet, wird zusätzlich ein Bonuszuschlag von 500 Euro gewährt.


Anforderungen

  1. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme des Stromspeichers ist nachzuweisen.

  2. Wichtig: Der Batteriespeicher muss eine Notstrom-Funktion enthalten, damit Eigenheimbesitzer bei einem Stromausfall zumindest auf Strom aus einer Steckdose zurückgreifen können.


Die Anträge können bis zum 31.03.2022 online unter muenchen.de/fes gestellt werden. Hier finden Sie auch weitere Information zu den einzureichenden Dokumenten. Dabei besonders wichtig: Anträge sind vor Beginn des Vorhabens einzureichen. Spätere Anträge werden nicht berücksichtigt.

Ladesäule


Förderprogramm Elektromobilität „München e-mobil"

Seit dem 01.01.2019 können in München nicht nur Investitionen in Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher gefördert werden. Im Rahmen der Förderrichtlinie „München e-mobil" können Interessenten auch einen Zuschuss für die Investition in Elektrofahrzeuge, entsprechende Beratungsleistungen oder aber die Installlation einer Ladeinfrastruktur erhalten.

Gefördert werden demnach:

  1. Pedelecs und Lasten-Pedelecs,

  2. Elektro-Leichtfahrzeuge,

  3. Beratungsleistungen,

  4. Ladeinfrastruktur und

  5. Hausnetzanschluss.


Die Förderung der Ladeinfrastruktur

Da vor allem der Kauf einer Elektro-Ladesäule für Solaranlagenbetreiber interessant ist, möchten wir uns im folgenden Abschnitt auf diesen Förderungsteil konzentrieren. Demnach können im Rahmen des Förderprogramms „München e-mobil" nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastrukturen, also Ladestationen mit einem oder mehreren Ladepunkten, auf Privatgrund bezuschusst werden. Dabei ergibt sich aus den Vorgaben der Ladesäulenverordnung (LSV), ob es sich bei der installierten Ladesäule um eine öffentlich zugängliche Ladestation handelt oder nicht.

Gefördert werden dabei:

  1. Der Kauf und

  2. Das Leasing der Ladeinfrastruktur, wobei der Leasingvertrag eine Laufzeit von mindestens 36 Monaten aufweisen muss.

Antragsberechtigt sind dabei Privatpersonen und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, Gewerbetreibende unabhängig der Rechtsform, aber auch Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) mit Wohn - bzw. Firmensitz in München.

Die Ladeinfrastruktur muss dabei mindestens 36 Monate ab der Auszahlung des Förderbetrages in Betrieb sein. Bei geleasten Ladeinfrastrukturen zählt dabei der Beginn des Leasing-Vertrages als Beginn der Haltedauer.

Ladeinfrastruktur


Art und Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung kann sich dabei sehen lassen. So erhalten Antragssteller 40 Prozent der Gesamtkosten (ohne Merwertsteuer) bis zu einer maximalen Fördersumme von:

  1. 3.000 Euro pro Ladepunkt mit einer Ladeleistung bis maximal 22 kW (Normalladepunkt) und

  2. 10.000 Euro pro Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mehr als 22 kW (Schnellladepunkt).

Wichtige Information: Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Das bedeutet, dass für das geplante Vorhaben noch keine Förderung nach anderen Zuschuss-Programmen des Bundes oder des Freistaats Bayern beantragt bzw. erhalten worden sein und auch in Zukunft kein solcher Antrag gestellt werden darf. Die Förderung anderer Maßnahmen ist davon jedoch nicht betroffen. Dabei können pro Antragssteller/in pro Kalenderjahr bis zu zehn Ladepunkte gefördert werden.

E-Auto


Anforderungen

Um die Förderung für Ladesäulen in Anspruch zu nehmen, müssen einige Anforderungen erfüllt werden:

  1. Die Ladeinfrastruktur muss im Stadtgebiet München installiert werden.

  2. Die Ladeinfrastruktur muss zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien (Ökostrom) versorgt werden.

  3. Die Kosten für ein Lastmanagementsystem sind nur dann anteilig förderfähig, wenn sowohl die Ladeeinrichtung als auch das zu ladende Elektroauto eine Ladeleistung von 0-11 kW abbilden können.

  4. Es sind nur Maßnahmen förderfähig, mit denen vor der Antragsstellung auf Förderung noch nicht begonnen wurde.

  5. Ab dem Datum der Eingangsbestätigung muss die Maßnahme innerhalb von sechs Monaten durchgesetzt werden.


Der Antrag und alle dazugehörigen Unterlagen sind dabei per Post oder E-Mail beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München einzureichen. Informationen zum Förderprogramm sowie die notwendigen Antragsformulare finden Sie dabei im offiziellen Stadtportal. Die Richtlinie gilt seit dem 01.01.2019 und gilt für alle Anträge, die bis zum 31.12.2020 eingegangen sind.

Allerdings kann das Programm auch schon früher außer Kraft treten, sofern die haushaltsrechtlich zur Verfügung stehenden Mittel aufgebracht sind. Es lohnt sich also, schnell zu sein und die Förderung zeitnah zu beantragen.

Gemeinsam eine nachhaltige Energiewelt schaffen.