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Was gibt's Neues vom Stromspeicher-Markt?

12.06.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 5 minutes

Auf der Intersolar 2019 in München wurde auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl neuer Stromspeicher vorgestellt. Vor allem Siemens sorgte mit der Junelight Smart Battery auf der Solarmesse für Aufsehen. Der dreiphasige AC-Solarspeicher mit einer Kapazität von knapp 10 kWh und einem Batteriewechselrichter mit bis zu 15 kW Leistung überzeugt vor allem mit seiner schlanken Form. Lediglich 18 cm weist der Speicher in der Tiefe auf - und ist damit ein echter Hingucker.

Doch nicht nur die Junelight Smart Battery stand auf der Intersolar im Fokus. Hersteller wie Senec, Varta oder Kaco New Energy waren ebenfalls mit interessanten Batteriespeichern vertreten. Diese möchten wir Ihnen heute vorstellen. Erfahren Sie im folgenden Abschnitt mehr über die Vorteile eines Speichers im Allgemeinen und die einzelnen Modelle im Besonderen.

Stromspeicher


Die Vorteile eines Stromspeichers

Stromspeicher werden in Deutschland immer beliebter. Mehr als 80 Prozent unserer Kunden entscheiden sich mittlerweile dafür, eine Solaranlage mit Speicher zu kaufen. Denn während die Solaranlage zur Stromerzeugung genutzt wird, machen die Lithium-Ionen-Akkus es möglich, diese elektrische Energie zu speichern.

Solange die Sonne scheint, können Sie den Solarstrom somit direkt verbrauchen. Überschüssiger Strom wird dann in den Speicher geleitet, bis dieser vollständig geladen ist. So können Sie den gespeicherten Strom auch am Abend oder in der Nacht nutzen. Das erhöht Ihren Eigenverbrauch und spart Ihnen bares Geld.

Denn aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung und der zeitgleich stark gesunkenen Preise für Solaranlagen ist der Eigenverbrauch mittlerweile rentabler als die Einspeisung. So kostet eine Kilowattstunde Solarstrom umgerechnet 8-10 Cent - im Vergleich zu 30 Cent / kWh aus dem Netz und 10,79 Cent EEG-Vergütung. Auch deshalb nimmt die Zahl der Speichersysteme weiterhin stark zu. Im folgenden Abschnitt möchten wir Ihnen die interessantesten Neuheiten vorstellen.

Siemens Junelight

Siemens Junelight Smart Battery

Der deutsche Technologiekonzern Siemens war bislang noch nicht auf dem deutschen Stromspeicher-Markt vertreten, mit der Junelight Smart Battery soll dies nun geändert werden. Die dreiphasige Batterie kommt in drei Varianten mit 3,3 kWh, 6,6kWh und 9,9 kWh und einer Entladeleistung von 1,5 bis 3,5 kW daher. Ein Batteriewechselrichter ist direkt im Stromspeicher integriert. Der Stromspeicher ist modular aufgebaut, ein Gehäuse fasst dabei bis zu zwei Batterieeinheiten von je 3,3 kWh. Dank Erweiterungsgehäuse finden bis zu sechs Einheiten mit maximal 19,8 kWh Platz.

Besonderes Merkmal der Junelight Smart Battery ist jedoch ihr Design. Hier reagiert Siemens auf eine eigens gestartete Umfrage unter Installateuren. Diese bemängelten, dass oftmals zwar noch Platz an der Wand, aber zu wenig Tiefe verfügbar sei. Das Ergebnis ist ein 18cm tiefer, in edlem schwarz gehaltener Stromspeicher "made in Germany", der nicht nur Platz spart, sondern auch noch gut aussieht.

Besonders interessant: Der Solarspeicher hat eine integrierte LED-Anzeige, die den Ladestatus der Batterie anzeigt. Ist der Speicher beispielsweise zu 90 Prozent geladen, können Sie dies auch aus einiger Entfernung auf einen Blick sehen. So wissen Sie immer, wie viel Ihres erzeugten Stroms gerade in der Lithium-Ionen-Batterie steckt.

Senec Home V3 hybrid

Senec Home V3 hybrid

Der bekannte deutsche Hersteller Senec hat mit dem Home V3 hybrid ebenfalls einen neuen Stromspeicher vorgestellt. Damit folgt nun auch Senec einem aktuell sehr beliebten Trend. Denn viele PV-Speicher werden mittlerweile mit einem Hybrid-Wechselrichter kombiniert. Das ist nicht nur energieeffizient, sondern oftmals auch deutlich kostengünstiger. Das Modell kommt dabei in einer Standard- und einer Pro-Variante daher.

Beide Modelle sind modular aufgebaut und können in 2,5 kWh-Schritten auf bis zu 10 kWh erweitert werden. Die einphasige Standard-Variante weist dabei eine maximale Entladeleistung von 3,5 kW auf. Die Pro-Variante hingegen arbeitet zweiphasig und hat dadurch eine höhere Solarleistung von bis zu 9,2 kW. Ein großer Vorteil der Hybrid-Wechselrichter liegt dabei darin, dass diese nicht nur Batteriestrom, sondern auch Solarstrom wandeln können. In diesem Falle sind meist zwei MPP-Tracker integriert.

Anders als die Junelight Smart Battery von Siemens sind die Modelle der Senec Home V3 hybrid-Reihe zusätzlich notstromfähig. Das bedeutet, dass Sie den von der PV-Anlage produzierten Strom auch dann verbrauchen können, wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt. Doch nicht nur das: Dank Netzersatzbetrieb ist es möglich, ein Inselstromnetz aufzubauen. Die Solaranlage kann somit weiterhin Solarstrom produzieren und überschüssiger Strom im Stromspeicher eingespeichert werden.

Varta pulse neo

Varta pulse neo

Als dritter deutscher Hersteller im heutigen Stromspeicher-Vergleich hat auch Varta Storage einen neuen Solarspeicher vorgestellt: Den Varta pulse neo, ein Speichersystem bestehend aus Lithium-Ionen-Akku und Batteriewechselrichter. Dieser Stromspeicher für Einsteiger kommt in einer 3,3 und einer 6,5 kWh-Variante daher.

Anders als das klassische Modell des Varta pulse ist das System laut Angaben des Herstellers auch nachträglich erweiterbar. Dank einem geringen Standby-Verbrauch von 1,4 W und einer Regelgeschwindigkeit von 2,5 Sekunden ist das Speichersystem damit besonders effizient. Ein neues Betriebssystem ermöglicht jedoch weitere neue Funktionen.

So ist der Speicher in der Lage, direkt mit den gängigsten Wechselrichtern von SMA, Fronius oder KOSTAL zu kommunizieren. Dadurch haben Sie alle wichtigen Daten zu Ihrer Photovoltaik-Anlage stets im Blick. Auch wird so die dynamische Wirkleistungsbegrenzung ohne weitere Hardware gewährleistet. Intelligentes Lastmanagement ermöglicht zusätzlich die Regelung des Energieflusses in Ihrem Haushalt.

Kaco New Energy blueplanet hystore

Kaco New Energy blueplanet hystore

Mit Kaco New Energy bietet ein vierter deutscher Hersteller einen neuen Solarspeicher an. Nach der Übernahme von Energy Depot im vergangenen Herbst konzentriert sich das Unternehmen nicht mehr nur auf reine Wechselrichter. So handelt es sich bei dem blueplanet hystore um ein Komplettsystem. Dieses beruht auf den Vorgängermodellen von Energy Depot und wurde mit einem klassischen blueplanet-Wechselrichter versehen.

Das dreiphasige Speichersystem kommt mit Kapazitäten von 7,2 bis 28,8 kWh daher und weist eine Entladeleistung von bis zu 10,4 kW auf. Wie auch der SENEC Home V3 hybrid ist das System dabei notstromfähig. So kann der Stromspeicher innerhalb einer Sekunde in den netzunabhängigen Betrieb schalten. Die Inselstromfunktion macht Betreiber so unabhängig von Stromausfällen des Stromnetzes.

Der Kaco New Energy blueplanet hystore überzeugt jedoch vor allem durch seinen hohen Wirkungsgrad. So liegt der sogenannte Roundtrip-Wirkungsgrad vom Solargenerator über die Batterie zum Netz bei 93 Prozent. Damit nimmt das System zurzeit eine Spitzenposition im Stromspeicher-Segment ein.

Zusammenfassung

Stromspeicher erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit, die Zahl der Hersteller und Produkte steigt stetig - zurecht. Denn Stromspeicher erhöhen den Eigenverbrauch einer Solaranlage massiv. Das ist nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltfreundlich. So sparen Betreiber bares Geld und leisten zusätzlich einen aktiven Beitrag zur Energiewende.

Auf der diesjährigen Intersolar wurde wieder eine Vielzahl neuer Speichersysteme vorgestellt. Die Modelle von Siemens, Senec, Varta und Kaco New Energy sind dabei besonders vielversprechend. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich die Produkte am deutschen Stromspeichermarkt etablieren können.

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