Der KfW-Kredit für Batteriespeichersysteme und der Tilgungszuschuss des BMWi

03.04.2017 Kevin Murkisch Lesezeit 3 minutes


Die Anschaffung einer Solaranlage war lange Zeit eine sehr kostspielige Angelegenheit, die viele Interessenten abschreckte. Die Preise für die Solarmodule und die dazugehörigen Komponenten waren oftmals so hoch, dass ein Kauf auf lange Sicht nur wenigen als ökonomisch sinnvoll erschien. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch geändert. Die Preise für Photovoltaik-Anlagen gehen seit geraumer Zeit stetig zurück, während die Strompreise des öffentlichen Netzes weiter steigen.

KfW-Kredit


Finanzielle Unterstützung beim Kauf von Stromspeichern

Um die Installation von stationären Batteriespeichersystemen zu fördern, die im Zusammenhang mit Solaranlagen zum Einsatz kommen, stellt die weltweite größte nationale Förderbank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau („KfW“), in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen Kredit für den Kauf von Solarstromspeichern zur Verfügung.

Im Rahmen des Förderprodukts „Erneuerbare Energien-Speicher 275“ sollen auf diese Weise die Markt- und Technologieentwicklungen derartiger Systeme unterstützt und so schließlich die Integration von kleinen und mittelgroßen netzgebundenen Solarstromanlagen in das öffentliche Stromnetz gefördert werden.


Die Förderung besteht dabei aus zwei Teilen:

  1. einem zinsgünstigen Kredit der KfW und

  2. einem Tilgungszuschuss aus Mitteln des BMWi.


Was wird gefördert?

Um festzustellen, was gefördert werden kann, müssen die beiden Begriffe zunächst getrennt voneinander betrachtet werden. Während die Tilgungszuschüsse des BMWi schließlich nur für die Investition in das Batteriespeichersystem und nicht in die Photovoltaik-Anlage an sich gewährt werden, kann der Kredit der KfW für die Gesamtinvestition beantragt werden.

Dabei bezieht sich diese Förderung sowohl auf Neuinstallationen von PV-Anlagen in Verbindung mit einem stationären Betriebsspeichersystem, als auch auf nachträglich angebrachte Stromspeicher, die an eine Anlage angeschlossen werden, die nach dem 31.12.2012 in Betrieb gegangen ist. Erfolgt eine solche nachträgliche Installation innerhalb der ersten 6 Monate, gilt wie bei der Neuerrichtung der reguläre Fördersatz. Bei einer „Nachrüstung“, die nach dem 6. Monat der Inbetriebnahme erfolgt, gilt hingegen der erhöhte Fördersatz.

Tesla Powerwall 2


Anforderungen für die Förderung

Dabei müssen zunächst einmal drei Hauptanforderungen seitens der KfW gegeben sein:

  1. Die Leistung der installierten PV-Anlage darf 30 kWp nicht überschreiten,

  2. Es ist jeweils nur ein Batteriespeichersystem pro Anlage förderbar und

  3. Der Kredit wird nur am Standort Deutschland und bei einer Inbetriebnahme von mindestens 5 Jahren gewährt.

Gefördert werden sowohl gewerbliche Unternehmen, aber auch solche, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind, ebenso wie Freiberufler und Privatpersonen oder gemeinnützige Antragssteller, die den erzeugten Strom zumindest in Teilen in das öffentliche Netz einspeisen.

Für den Tilgungszuschuss durch das BMWi gelten weitreichendere Anforderungen. So darf die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt beispielsweise nur 50% der installierten Leistung betragen.


Die weiteren Anforderungen:

  1. Der mit der Solaranlage verbaute Wechselrichter muss über eine offene Schnittstelle verfügen, die dem Netzbetreiber den Fernzugriff ermöglicht,

  2. Verwendete Schnittstellen und Protokolle des Batteriemanagementsystems (BMS) müssen offengelegt werden,

  3. Eine fachgerechte Installation gemäß VDE-AR-E 2510-2 muss erfolgt sein.


Wer das KfW-Förderprogramm in Anspruch nehmen möchte, der muss zusätzlich darauf achten, dass die meisten Banken Mindest-Investitionskosten von 10.000€ Euro verlangen, um sich für das Programm zu qualifizieren. Im Falle von Zolar tritt die SWK-Bank hier als offizieller Partner auf.

KfW für Solaranlagen


Die Kombination einer Finanzierung der aus dem oben genannten Förderprogramm geförderten Anlage mit anderen KfW- oder ERP-Programmen ist nicht möglich. Andere Zuschüsse können jedoch bezogen werden, solange das „Zweifache des Tilgungszuschusses aus diesem Förderprogramm für jedes geförderte Batteriespeichersystem und die beihilferechtlichen Förderhöchstgrenzen insgesamt nicht überschritten werden“.


Die KfW-Förderung in Zahlen

Generell können mit diesem Förderprogramm bis zu 100% der förderfähigen Nettoinvestitionskosten mit Laufzeiten von 5 bis 20 Jahren finanziert werden. Bei einer Auszahlung von 100% orientiert sich der Zinssatz an der Entwicklung des Kapitalmarktes sowie den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers und kann, je nach Länge, auf eine Teil- oder die Gesamtlaufzeit festgelegt werden.

Der Tilgungszuschuss berechnet sich als Anteil an den förderfähigen Kosten im Rahmen der jährlichen Budgets für Tilgungszuschüsse, die in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen und von momentan 19% auf 16% bis zum Ende dieses Jahres und schließlich 10% bis Ende 2018 sinken.

Wer also von den günstigen Preisen für Photovoltaikanlagen und solartechnisches Zubehör, sowie den momentan günstigen Begebenheiten des Förderprogramms und des Tilgungszuschusses profitieren möchte, der sollte jetzt handeln. Nähere Informationen hierzu finden sie in unserem Ratgeber.

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Tags: Finanzen
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