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Erstattung der Umsatzsteuer beim Kauf einer Solaranlage

17.02.2017 Kevin Murkisch Lesezeit 2 minutes

Die Solaranlage als Unternehmer installieren und nutzen

Die Erstattung der Umsatzsteuer beim Kauf einer Solaranlage und eines Stromspeichers ist zwar keine Förderung im herkömmlichen Sinne, sollte jedoch in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Beim Kauf einer Solaranlage ist es nämlich möglich, die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zu 100% zurückerstattet zu bekommen.


Umsatzsteuer vom Kauf des Solarsystems zurückerstatten

Als Betreiber einer Solaranlage haben Sie die Wahl, Umsatzsteuer abzuführen und somit die auf Ihre Solaranlage gezahlte Mehrwertsteuer erstattet zu bekommen. Melden Sie sich beim Finanzamt umsatzsteuerpflichtig und erhalten Sie die komplette Mehrwertsteuer für den Kauf der Solaranlage und des Stromspeichers bei der ersten Steuererklärung vom Finanzamt zurück. Diese zahlen Sie beim Kauf der Anlage als Vorsteuer in Höhe von 19% und das Finanzamt erstattet es mit der ersten Umsatzsteuererklärung zurück.

Die Umsatzsteuer für die Anschaffung eines Stromspeichers kann nur abgesetzt werden, solange der Speicher gleichzeitig mit der Anlage installiert wird. Spätere Nachrüstungen abzusetzen ist nicht möglich, da ein Stromspeicher ausschließlich zum Eigenverbrauch beiträgt und nicht die Einspeisung des produzierten Stroms ins Netz unterstützt.


Rechenbeispiel:

Brutto-Preis Solaranlage: 13.900 €
Enthaltene Umsatzsteuer 19%: 2.641 €
Netto-Kosten Solaranlage: 11.259 €
Rückerstattung Vorsteuer: 2.641 €

Umsatzsteuer


Was muss ich beachten, wenn ich mich umsatzsteuerpflichtig melde?

Die vorab beschriebene Entscheidung ist allerdings mit einigen Pflichten verbunden. Um die gezahlte Vorsteuer Ihrer Investition erstattet zu bekommen, müssen Sie sich umsatzsteuerpflichtig melden. Zum einen bedeutet das, dass Sie monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen und jährliche Umsatzsteuererklärungen beim Finanzamt einreichen müssen, da Sie zukünftig auch Umsatzsteuer auf Ihren Eigenverbrauch zahlen.

Die entsprechende Umsatzsteuervoranmeldung muss 24 Monate lang bis spätestens zum 10. jeden Monats eingereicht werden. Darin melden Sie die Differenz aus eingenommener und gezahlter Umsatzsteuer des jeweils vorangegangenen Monats. Nach den ersten zwei Jahren ist es dann teilweise möglich auf eine jährliche Umsatzsteuervoranmeldung umzusteigen. Die Erklärung muss elektronisch über das Programm ELSTER beim Finanzamt eingereicht werden. Es ist ratsam, hierfür einen Steuerberater aufzusuchen und zumindest die erste Umsatzsteuervoranmeldung mit diesem zu besprechen.

Melden Sie sich umsatzsteuerpflichtig und erhalten die Vorsteuer vom Finanzamt zurück, heißt das zum anderen auch, dass Sie automatisch als Unternehmen eingestuft werden. Verwenden Sie dann einen Teil des produzierten Stroms selbst, gilt dies als private Entnahme und Sie sind verpflichtet ebendiesen zu versteuern. Die zu zahlende Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch berechnet sich wie folgt:


19% MwSt x Strompreis (netto) x Anteil Eigenverbrauch


Aus diesen Gründen ist für jeden individuellen Fall zu prüfen, ob sich die Umsatzsteuerrückerstattung langfristig lohnt.

Tags: Finanzen
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