Der Welteisbärentag - Über eine vom Klimawandel bedrohte Tierart

27.02.2019 Kevin Murkisch Lesezeit 6 Minuten

Der Eisbär, auch Polarbär genannt, ist das zweitgrößte Landraubtier der Erde. Doch der Lebensraum der weißen Riesen schrumpft, wodurch die Eisbärenpopulation sinkt. Neben vielen anderen Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, gilt der Eisbär dabei als besonders trauriges Symbol des Klimawandels. Denn Eisbären leben überwiegend an den küstennahen Packeisgrenzen, die sich rund um den Nordpol (Arktis) erstrecken.

So ist er nicht nur in Alaska (USA), sondern auch im Norden Kanadas, in Grönland (Dänemark), Russland und Spitzbergen (Norwegen) zuhause. Bei der Jagd nach Robben auf dem Packeis fressen sie sich große Fettreserven an. Doch wenn das Packeis schmilzt, wird das Jagen für den Eisbären nahezu unmöglich. Am heutigen Welt-Eisbären-Tag möchten wir Sie daher über die Folgen des Klimawandels für die Arktis im Allgemeinen und den Eisbären im Speziellen informieren.

Welteisbärentag


Der Welteisbärentag - Immer am 27. Februar


Ursprünglich ins Leben gerufen wurde der Welteisbärentag (International Polar Bear Day) durch einen Verbund von US-amerikanischen Zoos. Doch seit langer Zeit begehen auch zahlreiche Tier- und Umweltschutzorganisationen wie der WWF oder Polar Bears International (PBI) den Feiertag, um auf die Bedrohung durch den Klimawandel aufmerksam zu machen.

So hat sich vor allem PBI dem Schutz der Eisbären verschrieben. Durch praktische Maßnahmen, darunter umfangreiche Aufforstungen, versucht die Organisation das Leben der Eisbären zu schützen. Mit der jährlichen Aktion "SOS - Save Our Sea Ice" soll zusätzliche Aufmerksamkeit erzielt werden.

Im Rahmen einer weltweiten Energiespar-Kampagne wird daher heute jeder dazu aufgefordert, seine Heizung um ein paar Grad runterzuregeln. Auf diese Weise soll den fossilen Energieträgern der Kampf angesagt und weniger CO2 ausgestoßen werden.

Welt-Eisbären-Tag


Sieben Dinge, die Sie noch nicht über Eisbären wussten


1. Groß und schwer

Sie sind nach den Kodiakbären die zweitgrößte an Land lebende Raubtierart auf der Erde. Vor allem die Männchen können bis zu drei Meter groß und zwischen 300 und 600 kg schwer werden.


2. Schneller als gedacht
Als Raubtiere sind sie sehr gute Sprinter. So können sie Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen.


3. Nicht nur weiß
Unter dem weißen Pelz befindet sich eine schwarze Haut. Sonnenlicht, das durch die hohlen, durchsichtigen Haare weitergeleitet wird, kann so in Wärmeenergie umgewandelt werden.


4. Integrierter Wintermantel
Unter der schwarzen Haut befindet sich zusätzlich eine knapp zehn Zentimeter dicke Fettschicht. Dadurch wird dem Eisbären auch bei Temperaturen unter minus 50 Grad Celsius nicht kalt.


5. Gute Schwimmer
Eisbären haben Schwimmhäute zwischen den Zehen und sind herausragende Schwimmer. Im Extremfall können sie mehrere hundert Kilometer am Stück zurücklegen. Dank der dicken Fettschicht verlieren sie dabei auch im eiskalten Wasser keine Körperwärme.


6. Immer wachsam
Als einzige Bärenart halten Eisbären keinen Winterschlaf. Nur die schwangeren Weibchen ziehen sich über den Winter in eine Schneehöhle zurück. Hier bringen sie ihre Jungen zur Welt und säugen sie.


7. Überlebenskünstler
Eine Eisbärin kann den Beginn ihrer Schwangerschaft sogar bis zu 6 Monate hinauszögern. So kann sie genug Fettreserven anfressen, um sich und ihren Nachwuchs im Winter zu ernähren. Erst im Frühling kommen sie dann aus der Höhle, um auf dem Packeis auf Robbenjagd zu gehen.

Eisbär


Was versteht man unter „Packeis“ und „Treibeis“?


Packeis ist die am häufigsten vorkommende Art von Meereis. Sie besteht aus besonders dicht angeordneten Eisschollen, die sich durch die Meeresströmung immer stärker zusammen (bzw. über- und untereinander) schieben. Einzelne Eisschollen können so bis zu 3,50 Meter dick werden. Wenn diese anschließend zu sogenannten „Presseishügeln“ werden, kann der Eispanzer bis in eine Tiefe von knapp 20 Meter reichen.

Je nach Jahreszeit bedeckt dieses Packeis zwischen drei und 15 Millionen Quadratkilometern des arktischen Ozeans, sowie der daran angrenzenden Randmeere des Pazifiks, des Atlantiks und auch der Ostsee.

Treibeis bezeichnet Eis, welches auf Flüssen oder Meeren schwimmt. Hier wird zwischen Pfannkucheneis (10 cm), Tellereis (1,60 m) und großen Eisschollen unterschieden. Das Treibeis schwimmt vor dem Packeis und kann sich je nach Meeresströmung mit diesem zusammenschieben oder aber von ihm entfernen.

Klimawandel


Warum brauchen Eisbären das Packeis?


Eisbären sind beinahe ausschließlich Jäger. Zu ihren Hauptnahrungsmitteln zählen vor allem Robben. Doch um diese jagen zu können, benötigen sie das Packeis. Denn bei wachsendem Packeis gibt es nur noch wenige Löcher in der beinahe geschlossenen Eisdecke, an denen die Robben Luft holen oder eine kurze Ruhepause machen können.

Der Eisbär kann diese Robben aus über einem Kilometer riechen. So kann er ihnen problemlos auflauern und seine Stärken ausspielen. Oft verharrt er dazu stundenlang am selben Loch. Doch wenn das Packeis schmilzt, schwinden auch die Chancen des Eisbären. Denn obwohl er ein guter Schwimmer ist, gelingt es ihm im offenen Wasser kaum, die deutlichen schnelleren und wendigen Robben zu erbeuten.

Verschwindet das Packeis, strandet der Eisbär am Festland oder muss sich auf das deutlich unsichere Treibeis begeben. Doch die Eisschollen sind oftmals nicht stark genug, um den schweren Bären zu halten. Dadurch ist er gezwungen, lange Strecken zu schwimmen. Ohne ausreichend Nahrung und rettendes Packeis zu finden, können Eisbären so mit der Zeit verhungern oder sogar ertrinken.

International Polar Bear Day


Welche Rolle spielt der Klimawandel?


Wie eine Studie (1) im vergangenen Jahr zeigte, benötigt ein Eisbär rund 60% mehr Nahrung als bislang angenommen. Denn aufgrund eines Kalorienverbrauchs von knapp 12.500 Kalorien pro Tag ist er auf fett- und kalorienreiche Nahrung angewiesen. Diese findet er in der Arktis jedoch nur in Form von Robben.

Allerdings wird das Jagen ohne Packeis nahezu unmöglich. Die Arktis ist jedoch wie kaum eine andere Region von der globalen Erwärmung betroffen. Denn alle 10 Jahre schrumpft das Meereis um 14 Prozent. Knapp zwei Millionen Quadratkilometer Eisfläche sind dadurch bereits verschwunden. Das entspricht rund der fünfeinhalbfachen Fläche Deutschlands.

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht sogar davon aus, dass eisfreie Sommer zukünftig zu Regel werden könnten. Die Auswirkungen des Klimawandels nehmen dem Eisbären somit die Lebensgrundlage.

Klimawandel bedroht Eisbären


Aktiv gegen den Klimawandel - Mit einer Solaranlage


Der Welteisbärentag ist daher eine gute Sache. Nicht nur, weil der Fokus auf den Schutz der Bären, sondern vor allem die verheerenden Folgen des Klimawandels gelegt wird. Wenn Sie selbst das ganze Jahr über etwas gegen den Klimawandel tun und dabei auch noch Geld sparen möchten, dann sollten über den Kauf einer Solaranlage nachdenken. Denn mit Hilfe einer PV-Anlage wird es möglich, elektrische Energie zu produzieren. Der so erzeugte Solarstrom ist dabei besonders umweltfreundlich. Auf diese Weise schonen Sie das Klima und damit auch den Eisbären.

Zusätzlich kauft mehr als die Hälfte der Solaranlagenbetreiber mittlerweile auch einen Solarspeicher. Denn dieser macht es möglich, den nicht direkt verbrauchten Strom zwischenzuspeichern. So kann er zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. Dadurch lassen sich bis zu 80% des Strombedarfs durch die Solaranlage decken. Dank der staatlichen Förderung im Rahmen der EEG-Vergütung können Sie Ihre monatlichen Stromkosten sogar auf 0 reduzieren.

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Fazit


Der Eisbär ist das zweitgrößte Landraubtier auf dieser Erde - und er ist vom Aussterben bedroht. Denn der Klimawandel lässt den Lebensraum des Bären schrumpfen. Ohne arktisches Meereis wird die Robbenjagd nahezu unmöglich. Schon heute finden viele Eisbären daher keine oder zu wenig Nahrung und verhungern. Jedes Jahr am Welteisbärentag, dem 27. Februar, soll daher ein Zeichen gegen den Klimawandel gesetzt werden.

Mit der eigenen Solaranlage auf dem Dach lässt sich täglich etwas tun. Denn der selbst erzeugte Solarstrom ist besonders umweltfreundlich. Wenn Sie also etwas Gutes für die Umwelt tun und zeitgleich bares Geld sparen wollen, dann lassen Sie sich noch heute Ihr individuelles, kostenloses und unabhängiges Angebot für den Kauf und die Installation einer Solaranlage erstellen!

(1) http://science.sciencemag.org/content/359/6375/568

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