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Solaranlage kaufen – das solltest du wissen

Vorteile für das Klima und für deinen Geldbeutel. Wenn du eine Solaranlage kaufen möchtest, erfährst du in diesem Text, welche Vorteile eine Anlage hat, wann sich der Kauf lohnt und welche Voraussetzungen notwendig sind. Wir erklären dir, was zu einem Photovoltaik-Komplettpaket gehört und mit welchen Kosten du rechnen musst.


| Andreas Kühl | 6 Min. Lesezeit

Über uns Autor:innen

Vorteile einer Solaranlage auf dem Dach

Eine Solaranlage auf dem Dach deines eigenen Hauses ist eine große und wichtige Entscheidung für den Klimaschutz. Denn mit dem Verbrauch selbst erzeugten Solarstroms reduzierst du die Emissionen aus deinem Energieverbrauch. Je mehr Strom du von der Solaranlage selbst nutzen kannst, desto höher sind deine CO2-Einsparungen.

Die Stromkosten steigen wieder mal? Das interessiert dich mit einer Solaranlage kaum noch, denn du erzeugst einen großen Teil deiner Energie selbst. Schließlich sind die Stromkosten vom Dach deutlich geringer als die für Strom aus dem Netz, weshalb du schon gleich nach der Inbetriebnahme Kosten sparst. Dabei gilt: Je höher dein Eigenverbrauch, desto höher sind deine finanziellen Ersparnisse.

Mit einer Solaranlage machst du dich unabhängiger vom Energiemarkt. Du wirst dein eigener Stromlieferant und weißt genau, wo ein Teil deines Stroms herkommt. Mit einer zusätzlichen Wärmepumpe kannst du auch für eine klimafreundliche Wärmeversorgung im Haus sorgen. Wenn du ein Elektroauto hast, kannst du dieses außerdem über eine Wallbox mit Strom vom Dach besonders umweltfreundlich laden.

Eine Solaranlage sichert dir für mindestens 20 Jahre eine klimafreundliche und günstige Stromerzeugung. Der Wartungsaufwand ist überschaubar und betrifft nur die regelmäßige Prüfung der Anlage.

Einfamilienhaus mit Solaranlage von zolar - Photovoltaikanlage kaufen

Deshalb lohnt sich eine Solaranlage

Zunächst lohnt sich die Solaranlage auf jeden Fall für unser Klima, denn der Strom vom Dach vermeidet CO2-Emissionen aus Kohle- oder Gaskraftwerken. So leistest du einen wichtigen Beitrag für die Zukunft künftiger Generationen.

Wirtschaftlich lohnt sich die Photovoltaikanlage, auch wenn die Vergütung für eingespeisten Solarstrom heute deutlich geringer ist als noch vor einigen Jahren. Denn du reduzierst nicht nur deine Stromkosten, auch die Investition in die Solaranlage amortisiert sich innerhalb von wenigen Jahren.

Wenn du Strom ins öffentliche Netz einspeist, erhältst du eine Einspeisevergütung. Diese liegt aktuell (Stand: April 2022) bei 6,53 Cent pro Kilowattstunde – da lohnt es sich nicht mehr, den Strom vollständig in das Netz einzuspeisen.

Auf der anderen Seite musst du für Strom, den du aus dem Netz beziehst, heute mehr als 36 Cent pro Kilowattstunde bezahlen (Stand: März 2022). Deshalb bietet es sich an, möglichst viel Solarstrom im Haus selbst zu verbrauchen. Denn für deine Solaranlage musst du, umgerechnet auf den Strompreis, aktuell zwischen 8 und 11 Cent pro Kilowattstunde investieren. Damit erwirtschaftest du mit eigenem Solarstrom einen finanziellen Vorteil in ähnlicher Höhe wie früher mit einer hohen Einspeisevergütung.

Je mehr Strom aus der Solaranlage du nutzt, umso lohnenswerter ist sie – wirtschaftlich und für das Klima. Daher ist es sinnvoll, eine große Dachfläche weitestgehend für die Photovoltaikanlage zu nutzen.

Wenn du zusätzliche Förderprogramme ausschöpfen kannst, zum Beispiel für einen Batteriespeicher oder eine Wallbox, rechnet sich die Solaranlage noch schneller.

Deine Solaranlage rentiert sich für unterschiedliche Ausrichtungen des Daches:

  • Bei Ausrichtung nach Süden kannst du am meisten Strom produzieren, mit dem höchsten Ertrag in der Mittagszeit.
  • Mit der Ausrichtung nach Osten verschiebt sich die Spitze der Stromerzeugung in die Morgenstunden.
  • Bei Ausrichtung nach Westen liegt das Maximum der Stromerzeugung in den Abendstunden.
  • Selbst die Belegung des Norddachs kann sich noch lohnen. Der Ertrag reduziert sich aber im Vergleich zum Süddach auf ca. 60 bis 70 Prozent.
  • Im Winter oder im Herbst, wenn man ohnehin nur diffuses Licht nutzen kann, spielt die Ausrichtung eine geringere Rolle und du kannst nach wie vor einen Teil deines Stroms selbst erzeugen.
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Voraussetzungen für die Photovoltaikanlage

Diese Voraussetzungen für deine eigene Solaranlage sollten erfüllt sein:

  • Du brauchst eine ausreichend große Dachfläche.
  • Die Statik des Daches muss die zusätzliche Last aufnehmen können. Bei neuen Häusern ist das kein Problem. Bei älteren Häusern kann es sinnvoll sein, die Statik vorab prüfen zu lassen.
  • Die letzte Dachsanierung darf nicht zu lange her sein, denn die PV-Anlage verbleibt mindestens die nächsten 20 Jahre auf dem Dach.
  • Dein Haus muss einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz besitzen, damit du den nicht nutzbaren Strom in das Netz einspeisen kannst.
  • Du brauchst genügend Platz für den Wechselrichter und eventuell für den Batteriespeicher. Beide werden meist im Hausanschlussraum in der Nähe des Zählerschranks eingebaut.
  • Ideal ist es, wenn bereits Leerrohre vom Dach in den Keller verlegt sind. In diesem Fall sind keine zusätzlichen Arbeiten für die Verlegung der Leitungen notwendig.
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Das gehört zu einem Photovoltaik- Komplettpaket

Wenn du dich für den Kauf einer Solaranlage entscheidest, erhältst du ein vollständiges Paket. Das Solar-Komplettpaket besteht aus:

  • PV-Modulen
  • Befestigungsmaterial für die Module auf dem Dach
  • Wechselrichter und Anschlusskabel
  • Zählerschrankarbeiten
  • Gerüst
  • optional: Batteriespeicher
  • optional: Wallbox für Elektrofahrzeuge
Einfamilienhaus mit PV-Anlage von zolar auf dem Dach - Statik Solaranlage

Kosten der Solaranlage

Jetzt möchtest du sicher noch wissen, wie viel du für den Kauf einer Solaranlage investieren musst? Die Kosten hängen von der Größe deines Daches ab und wie viele PV-Module auf deinem Dach Platz haben. Die Wahl der Komponenten und des Herstellers hat ebenfalls einen deutlichen Einfluss auf den Preis. Daher lassen sich nur durchschnittliche Preise als Anhaltspunkt nennen.

Als Beispiel zeigen wir dir ein Dach mit 38 Quadratmetern Fläche:

  • PV-Modulen
  • Montiert werden 20 Photovoltaikmodule
  • Die Gesamtleistung beträgt 8,0 kWp (Kilowattpeak, Einheit für die theoretische Spitzenleistung)
    → Gesamtkosten von 14.913 Euro
  • Optionaler Batteriespeicher mit einer Kapazität von 5,1 kWh
    → Zusatzkosten von rund 5.300 Euro

Weitere Angaben zu Preisen für Photovoltaik-Komplettpakete findest du beispielsweise auf unserer Seite mit Paketpreisen.

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