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10 Tipps für mehr Klimaschutz

19.08.2020 zolar Lesezeit 6 Minuten

Am 22. August 2020 ist wieder einmal der Earth Overshoot Day erreicht. Ab diesem Tag sind alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen für das Jahr aufgebraucht. Ab dem 22. August 2020 fangen wir wieder an auf Kosten der Erde zu leben. In der Theorie machen wir „Schulden“ im Sinne der Nachhaltigkeit. Praktisch bedeutet das, dass wir ab diesem Moment mehr Ressourcen verbrauchen als nachwachsen können und uns somit für ein Kalenderjahr zur Verfügung stehen.

Wann der sogenannte Earth Overshoot Day stattfindet, wird jedes Jahr neu berechnet. Er verdeutlicht, wie ökologisch nachhaltig wir wirtschaften – oder eben nicht. Deutschland schneidet hierbei im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich schlecht ab. Bereits am 4. Mai 2020 wurde hierzulande der Erdüberlastungstag erreicht. Weltweit lässt sich erstmals wieder eine Verbesserung erkennen.

Earth Overshoot


Der COVID-19-Lockdown schont das Klima

Jedes Jahr berechnet die Nachhaltigkeitsorganisation Global Footprint Network den Earth Overshoot Day und jedes Jahr findet er früher statt – eigentlich. 2020 hat sich der Erdüberlastungstag seit vielen Jahren erstmals wieder Wochen nach hinten verschoben, denn aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie und dem damit in Verbindung stehenden Lockdown vieler Industrienationen wurde das Klima zeitweise geschont. Der weltweite Stillstand vieler Wirtschaftszweige hat direkt dazu beigetragen, dass sich der globale CO2-Fußabdruck um 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verringert hat. Eine drastische und plötzliche Entwicklung, die einen seit bereits 50 Jahren aufwärtsstrebenden Trend durchbricht.

Nichtsdestotrotz bleibt die Tatsache bestehen, dass am 22. August der Bedarf an Ressourcen die Regenerationsfähigkeit unseres Planeten übersteigt und 60% mehr natürliche Ressourcen verbraucht werden als uns zur Verfügung stehen. Um den globalen Bedarf zu decken, bräuchten wir eigentlich 1,6 Erden.

Die Pandemie-bedingte Abnahme des CO2-Fußabdrucks ist somit immer noch weit entfernt von den Veränderungen, die erforderliche wären, um ein langfristiges Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur herzustellen.

Gleichgewicht


CO2-Emissionen machen 60% vom Overshoot aus

Dabei könnte ebendiese langfristige Verminderung des CO2-Ausstoßes maßgebliche Veränderungen bewirken. Immerhin 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks der Menschheit, sind laut Global Footprint Network auf CO2-Emissionen zurückzuführen. Würde man die Verwendung fossiler Brennstoffe auf die Hälfte reduzieren, könnte der Erderschöpfungstag ganze drei Monate nach hinten verlegt werden.

Der Einfluss lässt sich zweifellos an der industriellen Entschleunigung aufgrund der Corona-Maßnahmen erkennen. Doch trotz der diesjährigen Verschiebung des Earth Overshoot Day, bleibt abzuwarten, welche langfristigen Auswirkungen sich daraus ergeben werden. Im schlimmsten Fall kehrt die Wirtschaft zum „business as usual“ und den üblichen Wachstumsstrategien zurück.


Jeder Beitrag zählt

Somit liegt es mehr denn je an jedem Einzelnen, das eigene Konsum- und Nachfrageverhalten zu reflektieren und langfristig anzupassen. Denn ebenso weit, wie wir von einer nachhaltigen Wirtschaft entfernt sind, sind wir weg von nachhaltigem Konsum. Dabei kann jeder einen Beitrag dazu leisten, dass Ressourcen ökologisch rücksichtsvoller verwendet werden und CO2-Emissionen gesenkt werden.

Egal, ob du als Hausbesitzer eigenen Solarstrom erzeugst und verbrauchst, in deiner Mietwohnung Ökostrom beziehst oder Abfälle vermeidest und saisonale Lebensmittel kaufst. Die Möglichkeiten nachhaltig zu handeln sind vielfältig und zumeist einfacher als man denkt.

Solar


10 Tipps, wie jeder die persönliche CO2-Bilanz verbessern kann

  1. Weniger Heizen spart Kosten und CO2. Bereits ein Grad Celsius Temperaturunterschied vermindert den jährlichen CO2-Ausstoß um 10 Prozent. Die Heizkosten sinken gleichzeitig um 6 Prozent.

  2. Ofen, Mikrowelle, Toaster, Herd – all diese Geräte ziehen ständig Strom und belasten dadurch das Klima. Beim Neukauf elektrischer Geräte sollte deshalb unbedingt auf die Effizienzklasse A++ und besser geachtet werden, um die Umwelt zu schonen. Zudem ist die richtige Nutzung von großer Bedeutung. Der Kühlschrank sollte, wenn möglich, nicht neben dem Herd oder der Heizung stehen, um einen unnötigen Energieaufwand zu vermeiden. Und Essen sollte stets abgekühlt sein, bevor es in den Kühlschrank kommt. Selbst das Kochen mit Topfdeckel spart erstaunliche 100 Kilogramm CO2 im Jahr.

  3. Im Bad gilt: Viel Wasser kostet viel Geld und verursacht somit auch mehr CO2. Kürzeres Duschen statt Baden kann hier ein erster Schritt sein, sich ökologisch rücksichtsvoll zu verhalten. Wer zudem einen wassersparenden Duschkopf nutzt, kann die eigenen Wasserkosten sogar halbieren.

Wohnen

  1. Wäschewaschen nur mit vollen Maschinen. Halbvolle Maschinen kosten das Gleiche an Energie und erzeugen somit pro sauberem Wäschestück mehr CO2. Alternativ gibt es heutzutage auch Waschmaschinen mit Mengenautomatik, die selbst regeln, wie viel Wasser benötigt wird. Auch die Waschtemperatur macht einen Unterschied. Wer bei 30 Grad statt 40 Grad wäscht, erhält ebenso saubere Wäsche, spart aber deutlich CO2.

  2. Lampen können wahre Energiefresser sein. Die Verwendung von LEDs, die es mittlerweile auch mit „warmen Licht“ gibt, minimiert diesen Verbrauch drastisch. Zudem gilt es auch hier, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren. Wenn man einen Raum verlässt, sollte das Licht ausgeschaltet werden.

  3. Apropos Ausschalten. Elektronische Geräte im Stand-by-Modus ziehen zumeist genauso viel Strom, wie während des Betriebs. Stromleisten, die über einen Aus-Schalter verfügen, ermöglichen es diese Geräte bei Nichtbenutzung vollkommen vom Strom zu trennen. Das sollte sich sowohl auf der nächsten Stromabrechnung als auch beim ökologischen Fußabdruck bemerkbar machen.

Ernährung

  1. Manchmal ist weniger mehr: In deutschen Haushalten werden jährlich Lebensmittel im Wert von 390 Euro in den Müll geworfen. Das ist nicht nur verschwenderisch, sondern sorgt auch dafür, dass der persönliche CO2-Fußabdruck deutlich höher wird. Wenn wir die die weltweite Lebensmittelverschwendung halbieren würden, würde sich das Datum des nächsten Earth Overshoot Day um 10 Tage nach hinten verschieben.

  2. Dass die Reduktion des Fleischkonsums sich positiv auf das Klima auswirkt, ist den allermeisten klar. Wird er weltweit um die Hälfte verringert, verschiebt sich der nächste Earth Overshoot Day um weitere 15 Tage nach hinten. Zusätzlich ist es ratsam, bevorzugt regionale und frische Produkte zu konsumieren. Das Konservieren von Fertigprodukten benötigt viel Energie und der Transport von exotischen Lebensmitteln verursacht einen enormen CO2-Ausstoß.
  1. Auch die Wahl der Lebensmittel nach ihrer Verpackung, bietet Möglichkeiten der CO2-Ersparnis. Hierbei gilt: je weniger Plastik, desto klimafreundlicher. Fast jeder Supermarkt bietet neben dem in Hartplastik verpackten Gemüse auch Bio-Varianten an, die in den wiederverwendbare Gemüsebeutel oder auch mal lose aufs Band können.

  2. Zu guter Letzt lohnt es, das eigene Mobilitätsverhalten unter die Lupe zu nehmen. Immerhin zählt das Transportwesen zu den Hauptgründen des Klimawandels. Auch wenn ein ganzheitlicher Verzicht auf motorisierte Beförderungsmittel zumeist nicht möglich ist, gibt es bereits viele Alternativen. Wenn jeder von uns nur halb so viel Auto fahren würde und mindestens ein Drittel der bisherigen Auto-Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad oder zu Fuß zurücklegt, fände der Erdüberlastungstag 12 Tage später statt.

Autos


Zusätzliche Tipps für Eigenheimbesitzer

Eigenheimbesitzer haben zusätzlich die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Solaranlage unabhängig vom öffentlichen Stromnetz und der Nutzung fossiler Energien zu machen. Allein mit der Kraft der Sonne kannst du dann eigenen nachhaltigen Strom erzeugen und in deinem Eigenheim verbrauchen. In Kombination mit einem Stromspeicher geht das sogar nachts, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Als wichtiger Teil der erneuerbaren Energien ist die Photovoltaik somit besonders umweltfreundlich.

Mit einer Photovoltaikanlage auf einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit einer Nennleistung von 9,72 kWp lassen sich jährlich circa 9150 kWh grüner Strom erzeugen. Im Vergleich zum deutschen Strommix können dadurch mit einer PV-Dachanlage jährlich ganze 4,47 Tonnen CO2 eingespart werden.

Solaranlage


Fazit

Letztlich ist jeder Beitrag wichtig und umso mehr wir unser eigenes Handeln reflektieren und im Sinne der Nachhaltigkeit anpassen, desto größer sind die Auswirkungen auf die Erde. Dabei können bereits viele kleine Veränderungen große Ersparnisse bedeuten – sowohl finanziell als auch ökologisch. Ziel sollte es sein, auch über die COVID-19-Pandemie hinaus, die uns zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen umsichtiger zu nutzen. Eine Erde muss ausreichen, um den globalen Verbrauch zu decken. Die ungewöhnlichen, aber aus klimatischer Sicht positiven Entwicklungen im Jahr 2020 bieten deshalb einen hervorragenden Anlass, über die Zukunft nachzudenken, die wir schaffen wollen. Der weltweite Lockdown hat gezeigt, in welch kurzer Zeit sich der globale CO2-Fußabrdruck ins Positive verändern kann. Jetzt gilt es diesen Trend beizubehalten, indem jeder das eigene Handeln überdenkt und verbessert.

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